Freitag, 14. Juni 2013

Rezension: "Das Haus der vergessenen Träume" von Katherine Webb








Originaltitel: The Unseen
Originalverlag: Orion
Aus dem Englischen von Katharina Volk

Deutsche Erstausgabe
Taschenbuch, Broschur, 528 Seiten, 11,8 x 18,7 cm ISBN: 978-3-453-35715-0 € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Diana

Erscheinungstermin: 16. Oktober 2012



Und wieder ein Buch weniger auf meinem SuB - ist das nicht herrlich
Hier nun meine Rezension zu oben genanntem Buch.

Inhaltsangabe:

Durch Zufall stoßen Mitarbeiter der Kriegsfürsorge auf den gut erhaltenen Leichnam eines Soldaten. Leah Hicksons Exfreund bittet sie darum die Identität des Toten zu ermitteln. Leah stürzt sich in die "Ermittlungen" und kommt schon bald einem tragischen Schicksal auf die Spur.

Meine Einschätzung:

Ich habe von der Autorin bereits "Das geheime Vermächtnis" gelesen, doch da wir alle wissen, dass Erstlingswerke eher etwas schwächer sind als nachfolgende Romane, wollte ich der Autorin noch eine Chance geben.

Doch dieser, mir vorliegende Roman, hat mich leider ziemlich enttäuscht. Sicher, der Schreibstil war angenehm zu lesen und man wollte wissen, wer der Soldat ist und wie das alles miteinander zusammenhängt und deshalb kam ich nicht los von dem Buch. Und selbst als ich feststellte, dass der Roman sehr langatmig an vielen Stellen ist wollte ich ihn nicht wirklich abbrechen.

Bei den Charakteren ist es dann wieder so eine Sache. Es sind nicht viele, doch die Charaktere die da sind bleiben so unscheinbar. Zumindest die Beiden in der Gegenwart. Man erfährt zwar WAS in Leahs und Marks Leben schief lief und das WARUM, aber man weiß bis zum Schluss nicht WER sie sind. Sie bleiben nichtssagend und ohne Tiefe. Wer ist Leah? Was liebt sie? Was mag sie nicht? Ihre Hobbies, ihr Leben bleibt auf der Strecke.
So auch bei Mark, was ich ziemlich enttäuschend finde. So ausführlich die Charaktere und die Handlung 1911 ist, um so blasser und abgespackter ist die Handlung in der Gegenwart.
Beide Handlungsstränge haben Potential, doch die Autorin nutzt es nicht. In keinster Weise. Enttäuschend.
Was die Identität des Soldaten anging, so hatte man im Verlauf drei Männer im "Verdacht", doch erst gegen Ende kristallisierte sich heraus, wer der unbekannte Tote ist.

Was der Autorin jedoch gut gelungen ist sind die Unterschiede zwischen der Hausherrin und dem Dienstmädchen. Cat will frei und unabhängig sein, Hester Canning hingegen ist unschuldig und naiv. Sie geht blauäugig durchs Leben. 

Auch das "Leid", das Suffragetten zu jener Zeit erleiden mussten macht die Autorin klar und deutlich dem Leser bewusst. Ich konnte nur den Kopf schütteln, wie unterschiedlich die Frauen damals dachten. Nicht daran zu denken, dass wir heute auf unsere Rechte und das Erreichte verzichten sollen.

Nach dieser Lektüre des Buches bin ich mir nicht sicher, ob ich noch einmal einen Roman der Autorin zur Hand nehme. Ich mag Romane in denen man Familiengeheimnissen auf die Spur kommt, die das Leben der Protagonisten in der Gegenwart beeinflussen. Doch leider konnte mich bisher nur eine Autorin von sich und ihren Büchern überzeugen - Corina Bomann.

Mein Fazit:

Schwaches Buch, das man nicht unbedingt lesen muss. 3 Sterne

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