Dienstag, 23. Juli 2013

Geflüster: Eine Rezension und mehr ...

Vor einiger Zeit hatte ich das Glück ein Buch einer wirklich sympathischen Autorin historischer Bücher im Rahmen einer BloggerAktion zu gewinnen. 

Bei dem Gewinn handelte es sich um den Auftakt zur Jahrhundertwind Trilogie "Solang die Welt noch schläft"


Doch es sollte aber noch ein paar Tage dauern bis ich die Zeit finden konnte, um den Roman schlussendlich zu lesen.

Doch bevor ich euch meine Rezension präsentiere, habe ich noch ein kleines Schmankerl für euch - ein Interview mit der wunderbaren Petra Durst - Benning.


Das Interview

1. Was hat Sie zum Schreiben gebracht? Haben Sie schon immer geschrieben oder kam es plötzlich, wie aus dem Nichts und Sie haben sich gesagt: Heute will ich mal versuchen einen Roman zu schreiben?

Ich habe schon immer geschrieben. Tagebuch, Gedichte, Tiergeschichten. Da war der Schritt zur Veröffentlichung gar nicht mehr so groß. Schreiben gehört für mich zum Leben wie Atmen ...

2. Wenn Sie Zeit zum Lesen finden, was lesen Sie dann am liebsten? Bleiben Sie dem Genre treu in dem Sie selbst schreiben oder muss es was gänzlich anderes sein …

Ich lese querbeet, am allerwenigsten jedoch historische Romane, denn dabei kann ich nicht abschalten. Bin dann immer im Autorenmodus. Gut gefallen mir Biographien, Krimis, wenn sie klug gemacht sind, beispielsweise mag ich kulinarische oder Weinkrimis gern, dann auch Geschichen jenseits des Main Stream. Und am liebsten lese ich in Englisch!

3. Womit beschäftigen Sie sich, wenn Sie nicht gerade an versch. Projekten arbeiten?

Wenn ich nicht schreibe oder recherchiere, denke ich oft übers Schreiben und Recherchieren nach Daneben handarbeite ich gern, verbringe viel Zeit mit meinem Hund, ich liebe meinen Garten, koche und backe gern, treffe Freundinnen und lade Gäste ein. Ich habe so viele Interessen, dass mir die Zeit beispielsweise nie zum Fernsehen reicht ...


4. Kennen Sie das eine Schreibblockade zu haben? Markus Heitz sagte mir mal bei einer Fragerunde im Rahmen einer Lesung, dass er immer schreiben könne und er so etwas gar nicht kennt. 


Schreibblockaden bekommt meiner Ansicht nach der Autor, der sein Projekt nicht sorgfältig genug vorbereitet und durchdacht hat. Ansonsten flutscht es!

5. Gibt es etwas, dass Sie gerne schreiben würden - Vielleicht einen Krimi oder Thriller?


Ich schreibe immer das, nach was mir der Sinn steht. Auftragsarbeiten wären mir ein Greuel!


6. Welche Tipps geben Sie denen geben, die selbst schreiben?


Wer schreibt, um damit fette Kohle verdienen zu wollen, sollte es gleich bleiben lassen. Die meisten Autoren, die ich kenne, nagen am Hungertuch. Nur wenigen Glücklichen, inklusive mir, ist es vergönnt, vom Schreiben zu leben. Schreiben muss deshalb eine Leidenschaft sein, eine große Liebe, für die man bereit ist, viel zu opfern.

Vielen Dank an die Autorin, die sich meinen Fragen gestellt und sie beantwortet hat. Und ich hoffe sehr, dass euch mein kleines Interview gefallen hat. Macht mir immer Spaß die Autoren auszuhorchen ;)

Und nun, um euch nicht länger auf die Folter zu spannen, hier dann endlich meine Rezension zu "Solang die Welt noch schläft"






Vielen Dank an dieser Stelle an Petra für die Chance das Buch zu lesen, zu rezensieren und vorzustellen. 

Inhaltsangabe (Quelle Ullstein Verlag):
 Berlin, um 1890. Eine Gesellschaft, in der Männer die Zukunft bestimmen und Frauen gefälligst die Pedale einer Nähmaschine und nicht die eines Fahrrads zu treten haben. Doch der Jahrhundertwind fegt durch die Straßen und flüstert verheißungsvoll von Aufbruch und Abenteuer. Drei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein können: Josefine, die Tochter eines Hufschmieds bricht in die Männerdomäne des Radfahrens ein und wird bitter dafür bestraft. Die brave Apothekertochter Clara will endlich frei sein von der Tyrannei ihrer Eltern. Und die Fabrikantentochter Isabelle sehnt sich nach der großen Liebe. Die Konventionen der Kaiserzeit, Standesdünkel und Vorurteile machen den jungen Frauen das Leben schwer. Doch der Wunsch nach Selbstbestimmung und Freiheit ist unbezähmbar. Mutig macht sich das Freundinnentrio auf seinen Weg in eine neue, bessere Zukunft.

Meine Einschätzung:
Seit langem wieder ein richtig lesenswerter und interessanter historischer Roman. Ich gebe zu, dass ich in den letzten Monaten/Jahren wählerisch geworden bin und nicht mehr alles aus diesem Genre lese.

Doch PDB gelingt es mit ihrem flüssigen und leichten Schreibstil mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Man will einfach wissen, ob Jo, Clara und Isabelle ihren Weg gehen und ihre Zukunft umarmen.
Während dem Lesen ermöglicht mir die AUtorin einen Rückblick auf die Geschehnisse, die zu dem führten, was Jo´s Leben für immer ändern sollte.
Man leidet, hofft, bangt und liebt mit den drei jungen Frauen und man möchte einfach nur hoffen, dass sie es schaffen ihren Weg zu gehen. 


Die Charaktere selbst sind sympathisch und man gewinnt sie schnell lieb. Allen voran Jo, die stark und doch so verletzlich zu sein scheint. Die Geschehnisse werden aus der Sicht aller drei Frauen berichtet, was oft etwas verstörend ist, wenn man umblättert. Auf S. XY ist man bei Jo und beim Umschlagen dann bei Isabelle oder Clara.
Dies ist aber etwas über das sich hinwegsehen lässt.

Alles in Allem betrachtet ein wirklich interessanter, spannender und gefühlvoller historischer Roman über Frauen, die das Fahrrad fahren für sich entdecken und sich dabei selbst entdecken und die große Liebe finden. 


Mein Fazit: 
4 Sterne und absolut lesenswert.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Formular Random House Challenge 2016

Blog-Archiv

Seitenaufrufe