Mittwoch, 17. Juli 2013

Interview: Nadine Kühnemann antwortet ...

Guten Morgen Lesewelt,

und wieder stellt sich ein Autor meinen Fragen. Wie ihr unschwer erkennen könnt handelt es sich diesmal um Nadine Kühnemann.
Bevor ich euch das Interview zeige, möchte ich euch zunächst ein paar Informationen zur Autorin selbst und ihrer Bibliographie geben.



Biographie: 
Nadine Kühnemann wurde am 21.02.1983 in Dinslaken am Niederrhein geboren. Nach dem Abitur studierte sie Biologie in Düsseldorf und Bochum und arbeitet heute als Laborantin im Fachbereich der Transfusionsmedizin. Sie ist verheiratet und lebt bis heute in ihrer Geburtsstadt.

Mehr zur Autorin und ihren Werken unter http://www.nadine-kuehnemann.de

Bisherige Veröffentlichungen:
- September 2011: "Lichtfänger - Die Auserwählte" (Romantic Fantasy), Aavaa Verlag
- September 2011: "Lichtfänger - Bruderkrieg" (Romantic Fantasy), Aavaa Verlag
- November 2012: "Tränen der Ewigkeit" als Beitrag zur Anthologie "5 Jahre, 5 Geschichten" (Romantic Fantasy), Egmont Lyx Verlag
- Januar 2013: "Jenseits des Windes" (High Fantasy), Bookshouse Verlag
- August 2013: "Fyn - Die Erben des Lichts" (Steampunk/High Fantasy), Bookshouse Verlag
- Oktober 2013: "Feuersbrut" (High Fantasy), Koios Verlag
- März 2014: "Fyn - Die Saat der… Lesen Sie mehr

Nun will ich es euch auch nicht länger vorenthalten und so evtl. auf die Folter spannen. I proudly present: Das Interview - ich hoffe es gefällt euch.

Viel Spaß beim Lesen!


Das Interview

1. Was hat Sie zum Schreiben gebracht? Haben Sie schon immer geschrieben oder kam es plötzlich, wie aus dem Nichts und Sie haben sich gesagt: Heute will ich mal versuchen einen Roman zu schreiben?
Wenn Sie schon als Kind geschrieben haben fällt Ihnen dann noch ein worum es in ihrer ersten Geschichte ging?

Ich habe schon als Kind gerne geschrieben, dennoch würde ich nicht behaupten, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon den Grundstein für meine schriftstellerische Zukunft gelegt hätte. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich meine erste Geschichte auf einer uralten Schreibmaschine getippt habe, die ich von meiner Oma bekommen habe. Da war ich höchstens in der zweiten Klasse, habe ohne Punkt und Komma geschrieben und Rechtschreibung kannte ich natürlich auch noch nicht. Es ging um ein Huhn, das in einem Teleshopping-Kanal bestellt (damals in den 80ern war das noch äußerst populär). Ich kann mich an den Ausgang der Geschichte aber nicht mehr wirklich erinnern.

Tatsächlich angefangen zu schreiben habe ich während meiner Studienzeit, als ich in langweiligen Vorlesungen mit einer Kollegin eine Fantasywelt entworfen habe. Das Projekt haben wir nie beendet, aber mich hatte der Ehrgeiz gepackt. Auch zu diesem Zeitpunkt habe ich noch nicht das klare Ziel gehabt, Autorin zu werden. Ich habe mich mehr oder weniger planlos in das Abenteuer gestürzt. Erst mit der Zeit habe ich mich mit dem Handwerk befasst, mich verbessert und dazugelernt. Irgendwann ist das Schreiben für mich zur Gewohnheit geworden, und weil so viel Arbeit in meinem Roman steckte, habe ich unbedingt gewollt, dass ihn auch jemand zu lesen bekommt und mich damit bei mehreren Verlagen vorgestellt.


2. Welches Buch lesen Sie derzeit privat? Oder ist es gar verboten während dem Schaffungsprozess etwas anderes zu lesen?

Ich lese grundsätzlich immer privat, ich wüsste auch nicht, was dagegen sprechen würde. Allerdings habe ich nicht so viel Zeit dazu, sodass ich für ein Buch auch mal einen Monat benötige. Zur Zeit lese ich einen Roman einer Autorenkollegin aus dem Bookshouse Verlag. Es heißt "Mords-Crescendo", ein Krimi (obwohl ich sonst gar keine Krimis mag) :-)


3. Kennen Sie das Gefühl eine Schreibblockade zu haben? Wie ich in anderen Interviews erfahren habe leiden durchaus Autoren an dieser „Krankheit“. Wie sieht es da bei Ihnen aus?

Ich weiß nicht genau, wie andere Autoren eine Schreibblockade definieren. Das Gefühl, vor einem leeren Blatt zu sitzen und nicht weiterzukommen? Natürlich überlege ich an manchen Stellen ein wenig länger, suche nach passenden Worten. Es fallen einem nicht alle Szenen gleich leicht. Allerdings ist es mir noch nie passiert, dass ich partout nicht weiter wusste. Das liegt aber auch daran, dass ich sehr gründlich vorarbeite und die Szene schon vor dem Schreiben in Stichpunkten festhalte. Womit ich eher zu kämpfen habe, ist mein innerer Schweinehund. Manchmal habe ich einfach keine Lust und mich verlässt die Disziplin, da muss ich mir an manchen Tagen schon in den Allerwertesten treten ;-)


4. Womit beschäftigen Sie sich gerade – dürfen/können/wollen Sie uns da einen kleinen Einblick gewähren?

Im Moment schreibe ich an einer etwa 100seitigen Novelle, der Vorgeschichte zu meinem Fantasyroman "Feuerbrut", welcher im Oktober 2013 das Licht der Welt erblicken wird. Wenn ich damit fertig bin, werde ich vermutlich den zweiten Teil von Feuersbrut schreiben, weil ich mit dem Gedanken spiele. die Geschichte zu einer Trilogie zu erweitern (sofern der Verlag mitspielt). Das ist noch richtige High Fantasy und war damals mein erstes eigenes Projekt überhaupt. Allein deshalb liegt mir die Geschichte schon am Herzen, obwohl ich inzwischen ein wenig von der klassischen Fantasy abgerückt bin.


5. Gibt es etwas, dass sie unbedingt noch schreiben wollen. Bisher haben Sie nur Fantasy veröffentlicht – soweit ich weiß – wollen Sie sich irgendwann an einem Krimi/Thriller versuchen?

Ich denke nicht, dass ich jemals einen Krimi schreiben würde. Ich lese nicht einmal gerne Krimis - der, den ich momentan lese, ist mein erster :-) Man sollte aber niemals nie sagen. Momentan glaube ich jedoch nicht, dass ich meinen Gepflogenheiten so bald untreu werde :-)


6. So als Abschluss: Was raten Sie denen, die selbst Schreiben? Irgendwelche Tipps?

Das ist natürlich ein umfangreiches Thema, es gäbe unendlich viel dazu zu sagen. Ich denke, die Erfahrung kommt nach und nach von alleine. Wichtig ist, dass man sich nie von der scheinbar einfachen Veröffentlichung in den sog. Zuschussverlagen verführen lässt. Das bedeutet, dass der Verlag vom Autor Geld verlangt, damit das Buch gedruckt wird. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen immer noch glauben, man müsse dafür bezahlen. Bloß die Finger davon lassen, die ziehen einem nur das Geld aus der Tasche - zu Ruhm und Ehre gelangt man so nicht.
Ansonsten würde ich sagen - seid offen, nehmt Kritik ernst, arbeitet an euch, lasst eure Texte probelesen und gebt nicht auf, auch wenn es Absagen hagelt.

Vielen Dank Nadine, für die Beantwortung und ich hoffe, dass ich nicht zu aufdringlich war.

Liebe Grüße
Lu



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Formular Random House Challenge 2016

Blog-Archiv

Seitenaufrufe