Montag, 12. August 2013

Rezension: "Der Mann im Park" von Pontus Ljunghill

Vor ein paar Wochen bekam ich eine eMail von der Heyne Presseabteilung. 
Dort wurde mir angeboten den Debütroman von Pontus Ljunghill vorabzulesen und ihn euch vorzustellen.
Der Klappentext klang sehr interessant und auch die schwedischen Pressestimmen waren voll des Lobes. Von daher war die Entscheidung diesen Roman vorabzulesen leicht zu fällen und wenig später trudelte das Leseexemplar von "Der Mann im Park" bei mir ein. 



Originaltitel: En Osynlig
Originalverlag: Wahlström & Widstrand
Aus dem Schwedischen von Christel Hildebrandt

Paperback, Klappenbroschur, 560 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-26838-8
€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 24,50* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Heyne
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Eigentlich wollte ich euch ein kleines Interview mit dem Autor präsentieren, doch leider hat es zeitlich nicht ganz geklappt, aber ich reiche es nach - versprochen! Denn die Fragen habe ich an meine Ansprechpartnerin bei Heyne - Katharina Wank - geschickt und sie wollte sie weiterleiten. Genial, oder?!
Hier dann noch ein paar:

Informationen zum Autor:     
                                                            
         © Sandra Qvist
Pontus Ljunghill ist Kriminologe und arbeitet als Journalist für verschiedene Zeitungen. Der Mann im Park ist sein erster Roman und hat in Schweden für Furore gesorgt. Pontus Ljunghill lebt in Stockholm.















Ab diesem Zeitpunkt an verfolgte mich das Buch - ich wollte, nein musste es so schnell wie möglich lesen. Sobald ich eine Lücke fand, um den Thriller einzuschieben, nahm ich ihn mir vor. Und was soll ich sagen ... es war der schiere Wahnsinn. Pontus Ljunghill wurde nicht umsonst hochgelobt. 
Und da ich euch meine Meinung nicht vorenthalten will, folgt nun: 

Meine Rezension:

Inhaltsangabe (Quelle: Heyne):
Die achtjährige Ingrid wird ermordet aufgefunden. Kommissar John Stierna verspricht der verzweifelten Mutter, den Mörder zu finden. Jahre später hat Stierna dem Kriminaldienst den Rücken gekehrt. Doch der Mord an der kleinen Ingrid hat sich in sein Gedächtnis gefräst. Als ihn ein Journalist kontaktiert, der über den Fall schreiben will, entflammt Stiernas Spürsinn erneut. Was ist damals wirklich passiert?
Stockholm 1928: Auf einer verlassenen Werft wird die achtjährige Ingrid Bengtsson grausam zugerichtet aufgefunden. Der Fall sorgt für Aufsehen, und der junge Kommissar John Stierna wird mit den Ermittlungen betraut. Es beginnt die Jagd nach einem Mörder, der so gut wie keine Spuren hinterlassen hat. Doch Stierna ist sich seiner Sache sicher, und er verspricht der verzweifelten Mutter des Mädchens, den Mörder ihrer Tochter zu finden.

Gotland 1953: John Stierna hat dem Kriminaldienst den Rücken gekehrt. Den Mord an der kleinen Ingrid hat er jedoch niemals vergessen, und als er von einem Journalisten kontaktiert wird, der an einem Artikel über spektakuläre Mordfälle arbeitet, beginnt Stierna sich erneut mit dem Fall zu beschäftigen. Doch die Zeit drängt, in wenigen Tagen verjährt der Mord an dem Mädchen, und der Täter könnte für immer entkommen.


Meine Einschätzung:
Seit langem hat mich kein Thriller mehr so gefesselt, wie "Der Mann im Park". Von der ersten Seite an wurde man von den Ermittlungen gefesselt und man kommt nur schwer wieder davon los. Man muss einfach wissen, wer der Mörder ist und ob Stierna und seine Kollegen ihn fassen.

Der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen. Einmal drin, kommt man einfach nicht mehr los und ich gestehe, dass ich das Buch förmlich inhaliert habe.

Die Stimmung ist düster und fast melancholisch. Geschickt wechselt der Autor zwischen Vergangenheit (als der Mord geschah) und der "Gegenwart" (als Stierna darüber sinniert). 
Man merkt auch, dass der Autor Ahnung hat wovon er schreibt. Gerade bei der Polizeiarbeit und den Methoden der Beweissicherung und Findung musste ich staunen, wie sehr sich die Methoden doch in so "wenigen" Jahren geändert hat. Man stelle sich vor welche Möglichkeiten es heute gibt und wie beschränkt sie zu Stiernas Zeiten waren - genial einem Mörder dann trotzdem auf die Schliche zu kommen. 

Die Charaktere sind zahlreich bei den Ermittlungen und oft geriet ich ins Stolpern zu wissen, wer nun gemeint ist und wer nicht. Nach und nach erfährt man, wie es John Stierna während und nach den Ermittlungen ging - wie aus dem aufstrebenden, jungen Polizisten ein verbitterter Mann wurde. Gerne hätte ich mehr von ihm erfahren ... 

Und auch sonst schafft es der Autor ein unscharfes Bild des Mörders erstehen zu lassen. Bei vielen Thrillern oder Krimis ahnte man ansatzweise wer der Mörder ist oder wie er aussieht. Hier gab es nichts und man wurde geschickt an der Nase herumgeführt - wie die Polizei selbst. Genial.Am Ende war ich fast überrumpelt durch die überraschende Wendung!
Die Lobpreisungen für den Autor sind berechtigt, dies ist seit langem ein wirklich grandioser, spannender und herausragender Thriller. Ein mehr als nur gelungenes Debüt.
Mein Highlight des Monats!


"Der Mann im Park" war auf jedenfall nicht mein letztes Buch des Autors! 

Mein Fazit:
5 Sterne und ein absluter MUST READ! Worauf wartet ihr?!




















     

1 Kommentar:

  1. Ich hab das Buch auch als Rezensiosnexemplar bekommen, allerdings von bucher.de, aber ich habs bisher noch nicht gelesen. Aber deine Rezension hat mich grad überzeugt :)

    Liebe Grüße,
    Julia liest

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