Dienstag, 10. September 2013

Rezension: "Kein Lord wie jeder andere" von Jennifer Ashley


Ausgabe: kartoniert mit Klappe
Seiten: 368
Originaltitel: The Madness of Lord Ian McKenzie
ISBN: 978-3-8025-8803-7
9,99€ [DE]  |  10,30€ [AT] 
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Vielen lieben Dank an meine Freundin Sabine, die mir diesen Roman wärmstens empfohlen hat. Du weißt halt worauf ich steh ;)

Inhaltsangabe (Quelle Egmont Lyx):

Lord Ian McKenzie sei dem Wahnsinn verfallen, so munkelt man in der guten Gesellschaft. Doch die junge Witwe Beth Ackerley ist dem attraktiven Lord mehr als dankbar, als er sie vor dem skandalösen Doppelleben ihres Verlobten warnt. Beth löst die Verbindung und geht nach Paris, wo sie Ian wiedertrifft. Sie begreift schon bald, dass MacKenzie tatsächlich nicht wie andere Menschen ist – und fühlt sich gerade deshalb unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Doch dann wird Ian von der dunklen Vergangenheit seiner Familie eingeholt … 

Meine Einschätzung: 
Beim Stöbern auf der Lyx Verlagsseite ist mir diese Reihe schon öfter ins Auge gefallen. Doch erst die Rezensionen einer sehr guten Freundin veranlassten mich den Wunsch zu äußern, dass ich die Reihe gerne lesen würde.
Mein Wunsch wurde erhört.
Am Wochenende war es soweit, ich habe das Buch förmlich verschlungen!

Der Schreibstil war einfach nur zauberhaft. Einmal in die Geschichte abgetaucht kam ich nicht mehr davon los. Die Sicht der Dinge durch die Augen von Ian und Beth zu berichten gefiel mir sehr gut. So bekam man einen Einblick in die Gedankengänge von Ian und erlebte so Beth´ Verhalten während einer seiner Episoden und ihren Umgang damit.
Es war auch für mich völlig neu, in welche Richtung Ians "Verrücktheit" ging - gleich zu Beginn saß ich da und dachte: Der Junge war und ist nicht verrückt. Der Kerl ist Autist! Wir im 21. Jhdt. wissen das, damals im 19.jhdt. wusste man sich nicht besser zu helfen. 

Von der ersten Seite an fühlte man sich mit Ian verbunden Angesichts der Schmerzen und Qualen, die er erleiden musste. Im Verlauf der Handlung lernt man ihn besser kennen und ist erschüttert als die Erkenntnis heranreift WAS er alles ertragen musste. 

Die MacKenzies sind eine bemerkenswerte Familie. Nach und nach lernt man sie alle kennen und lieben. Sie sind so unterschiedlich, wie Tag und Nacht - Mac ist der Künstler, Cameron ist der Sanftmütige, Ian ist der Mörtel, der alle zusammenhält und Hart ist der Starke, der alle Last auf sich laden möchte ... und glaubt zu müssen.
Man erhascht einen Einblick auf diese vier Männer, wie sie hätten sein können, wenn ihr Vater sie nicht so verpfuscht hätte und er hat sie ordentlich verkorkst und doch halte sie zueinander, wie Pech und Schwefel. Sie sind füreinander und da und stehen füreinander ein. Gefiel mir sehr gut.
Die Interaktion zwischen den Brüdern war herrlich liebevoll, ohne dabei ins Kitschige abzudriften.


Ach ich finde die Romane von Jennifer Ashley einfach nur grandios und etwas völlig anderes. Sie bietet uns Lesern etwas, wie ich finde, neues. Es ist spannend, interessant, neu, romantisch und gefährlich. Einfach toll. Sie verbindet die aufkeimende Liebesgeschichte zwischen Beth und Ian mit einem jahrealten Kriminalfall mit Wendungen und Überraschungen, die ich so nicht erwartet hätte. 
Hier und da wirft sie uns kleine Brotkrumen hin, warum manches so verläuft, wie es verlief und doch bin ich mir sicher, dass dann doch alles ganz anders kommt!

Ich bin schon gespannt, was die Autorin für Ians Brüder bereithält. Der nächste in der Reihe ist Mac - ob er seine Isabelle wieder zurück gewinnen kann?
Wir werden sehen ...

Mein Fazit:
5 Sterne und einfach WOW



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