Montag, 21. Oktober 2013

Autorenspecial: Uwe Laub antwortet ...

Hallo meine lieben Leser,

eigentlich wollte ich mit diesem Interview etwas länger warten, doch irgendwie juckte es in meinen Finger es mit euch zu teilen.
Meine Rezension zu seinem Debütroman habt ihr sicher schon gelesen? Nicht? Na dann nichts wie los hier geht es zur Rezension von "Blow Out"

Das sich Uwe Laub bereit erklärt hat meine Fragen zu beantwortet hat mich riesig gefreut, denn er ist ein wirklich sehr sympathischer Kerl und an dieser Stelle möchte ich mich herzlichst bei ihm bedanken!
Würde nicht jeder machen ...

Bevor es mit dem Interview los geht hier noch ein paar Informationen zum Autor selbst.

über den Autor (Quelle: Ullstein Verlag):
© Marion Dippold Fine Art Photography
Uwe Laub, 1971 geboren, arbeitete einige Jahre als Börsenhändler, bevor er sich selbständig machte. Er hat eine Tochter und lebt in der Nähe von Stuttgart. »Blowout« ist sein erster Roman.

 Mehr findet ihr hier: http://www.uwelaub.de/










Das Interview:

Vielen Dank Hr. Laub, dass Sie sich meinen Fragen stellen.
Dann wollen wir mal anfangen.

1. Was hat Sie zum Schreiben gebracht? Haben Sie schon immer geschrieben oder kam es plötzlich, wie aus dem Nichts und Sie haben sich gesagt: Heute will ich mal versuchen einen Roman zu schreiben?

Ursprünglich begonnen hat alles mit dem Schreiben von Urlaubstagebüchern. Im Grunde genommen also völlig unspektakulär. Dabei habe ich jedoch bemerkt, dass mir das Schreiben Spaß macht. Später entwickelten sich daraus Kurzgeschichten, und irgendwann entstand fast zwangsläufig der Wunsch, einen Roman zu schreiben.


2. Wer oder was inspiriert Sie? Wo nehmen Sie ihre Ideen her?

Ideen laufen mir beinahe jeden Tag und an jedem beliebigen Ort über den Weg. Das kann eine Beobachtung in der Stadt sein, ein zufällig mitangehörter Dialog zweier Sitznachbarn im Zug, oder – wie im Falle von „Blow Out“ – eine Dokumentation im Fernsehen. Nachrichten und Dokumentationen sind immer eine gute Quelle für Ideen und Inspiration.

3. Wenn Sie Zeit zum Lesen finden, was lesen Sie dann am liebsten? Bleiben Sie dem Genre treu in dem Sie selbst schreiben oder muss es was gänzlich anderes sein?

In der Regel lese ich Thriller und Krimis, insbesondere Storys mit Bezügen zu Wissenschaft oder anderen aktuellen Themen. Gerne aber auch echte Psychothriller. Zwischendurch gibt es aber auch immer wieder Bücher, die in ein keines dieser Raster fallen und die mich dennoch faszinieren. Zuletzt war das „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“.


4. Was sind Ihre TOP 3 bei Büchern?

Das ist sehr schwer zu sagen. Es gibt viel zu viel phänomenal gute Bücher! Top-Plätze würden sicher folgende Bücher belegen:

ES – Stephen King
Das Spiel des Löwen – Nelson DeMille
The Hitchhikers Guide Through The Galaxy – Douglas Adams (aber nur im Original auf Englisch!)

Da hätten wir dann auch gleich drei meiner Lieblingsautoren.


5. Womit beschäftigen Sie sich, wenn Sie nicht gerade an versch. Projekten arbeiten?

Ich bin hauptberuflich viel unterwegs. Da das Schreiben ebenfalls viel Zeit beansprucht, bleibt nicht so viel Zeit für andere Dinge. In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport, vor allem Tennis. Ich liebe aber auch gesellige Abende mit guten Freunden.


6. Wieviel steckt von Ihnen und evtl. Personen aus ihrem Umfeld in ihren Charakteren?

Nicht so viel, wie manch einer vielleicht denken mag. Sicher bleibt es nicht aus, dass sich die ein oder andere Erfahrung, die man im Leben macht, später im Roman wiederfindet, aber wenn, dann sind das nur Kleinigkeiten. Ich würde niemals eine reale Person aus meinem Umfeld für einen Charakter instrumentalisieren. Ebenso wenig mich selbst.

7. Warum ausgerechnet Krimi/Thriller?

Weil ich die selber gerne lese. Umgekehrt kann man auch sagen, ich habe ein Buch geschrieben, in der Art, wie ich es gerne auch lese.

8. Wie verlaufen bei Ihnen Recherchen zu einem neuen Buch? Man findet ja alles im Internet, aber ob dies dann auch Hand und Fuß hat steht auf einem anderen Blatt … gerade in Bezug auf einen Öko bzw. Wissenschaftsthriller.

Die Recherchen zu „Blow Out“ haben in der Tat viel Zeit in Anspruch genommen. In „Blow Out“ werden zwei große Themen angerissen: Der Klimawandel und die Datenüberwachung durch die NSA. In beide Themen musste ich mich erst gründlich einlesen. Das Internet hilft dabei natürlich schon enorm weiter, allerdings muss man dabei aufpassen, dass man verlässliche Quellen findet. Die Frage nach dem „Hand und Fuß“ einer Information aus dem Internet ist deswegen völlig richtig und wichtig. Ich habe festgestellt, dass die wirklich interessanten und verlässlichen Informationen bei Google erst ab Seite 10 oder mehr der Suchergebnisse zu finden sind. Da stößt man dann schon mal auch auf Doktorarbeiten zu bestimmten Themen, die natürlich unglaublich fundiert sind.

9. Was dürfen wir in naher Zukunft von Ihnen erwarten?

Momentan schreibe ich an meinem zweiten Thriller, der jedoch in eine ganz andere Richtung gehen wird. Eine Fortsetzung von „Blow Out“ wird es nicht geben. Daneben arbeite ich, gemeinsam mit dem Club der fetten Dichter, an einer spannenden Mystery-Serie namens „The Wall“.

10. Kennen Sie das, eine Schreibblockade zu haben? Markus Heitz sagte mir mal bei einer Fragerunde im Rahmen einer Lesung, dass er immer schreiben könne und er so etwas gar nicht kennt.
Da stimme ich Markus Heitz zu. Ich bin der Meinung, dass es so etwas wie eine Schreibblockade nicht gibt. Wenn ich mit einer Story einmal nicht weiterkomme, dann meistens deswegen, weil etwas im Plot nicht stimmig ist – sprich, die Story ist noch nicht zu 100% durchdacht, bzw. vorbereitet. Oft hilft es schon, den Plot zu überdenken und zu korrigieren.

11. Haben Sie bestimmte Rituale, die eingehalten werden müssen bevor Sie mit dem Schreiben beginnen? Ein besonderer Platz? Besondere Musik, die Sie dabei hören? Stehen kleine Snacks bereit oder oder …
Nein, bestimmte Rituale habe ich keine. Früher konnte ich überall schreiben. Im Zug, im Café etc. Heute schreibe ich fast ausschließlich nur zuhause. Musik, Snacks, Getränke, das alles ist während des Schreibens nebensächlich, weil ich dabei sowieso die Zeit vergesse und alles andere ebenso ;)

12. Als Abschluss würde ich gerne von Ihnen wissen: Welche Tipps geben Sie denen, die selbst schreiben?
Eine gute Story alleine ist nichts ohne gute Charaktere. Und umgekehrt.





1 Kommentar:

  1. Interessantes Interview und spannende Fragen! War sehr interessant zu lesen, hast du toll gemacht! ♥

    Liebe Grüße, A.

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