Montag, 21. Oktober 2013

Rezension: "Blow Out" von Uwe Laub



Thriller
512 Seiten € 9,99 [D]
Erschienen: 13.09.13
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Inhaltsangabe (Quelle: Ullstein Verlag):
Der steigende Meeresspiegel der Nordsee. Eine junge Frau, die sieht, was niemand wissen darf. Vier tote Wissenschaftler auf einer einsamen Bohrinsel im Ozean. Und eine hochgeheime Akte.
 

Journalist Nick Schäfer dachte, das Schlimmste an diesem Herbst 2052 sei der rasant steigende Meeresspiegel der Nordsee und die Evakuierung seiner Mutter aus ihrem Heimatdorf. Doch dann kommt der Anruf seiner Exfreundin Emma. Sie ist in Todesangst. Hat sie wirklich Beweise dafür, wer hinter dieser verheerenden Umweltkatastrophe steckt? Ist deswegen jeder kritische Wissenschaftler auf ungeklärte Weise tödlich verunglückt? Und wie kann Nick Emma und sich vor ihren mächtigen Gegnern retten?
Meine Einschätzung: 
Was für ein Debütroman!
Noch immer bin cih dabei zur Ruhe zu kommen und meine Gedanken zu ordnen.
Dieser vorliegende Thriller ist einfach atemraubend und rasant bis zur letzten Seite.
Schon der Prolog raubte mir den Atem und ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Der Spannungsbogenwird über die mehr als 500 Seiten konstant aufrecht gehalten, ohne auch nur im entferntesten durch zu hängen oder langweilig zu werdem Im wahrsten Sinne des Wortes ein Pageturner!
Das der Roman in der Zukunft spielt merkt man gar nicht mehr. Wären die Jahreszahlen nicht, wär es mir nie aufgefallen!
Einmal angefangen konnte ich nicht eher aufhören bis ich durch war. 


Die Thematik, die Uwe Laub in seinem Roman anspricht ist derzeit so aktuell wie nie.
Treibhauseffekt, Polkappenschmelze und auch die Überwachung durch staatliche Behören (Big Brother is watching you, kommt mir da spontan in den Sinn) oder der Abhörskandal durch die NSA oder andere Behören - sind nur ein paar um sie zu nennen. Es war erschreckend zu sehen, wie einfach es sein kann überwacht zu werden. 

Und ich gestehe auch, dass ich gelegenlicht beim Lesen von "Blow Out" an Frank Schätzings "Der Schwarm" denken musste, wobei "Blow Out" und da vermag ich vielleicht hoch greifen, aber ich finde dieser vorliegende Thriller steht dem Schwarm in Nichts nach. Nur eben, dass er deutlich kürzer ist ;)
Alles was Uwe Laub beschreibt oder schreibt klingt schlüssig, nachvollziehbar und fundiert. Man merkt deutlich, dass der Autor sich ausführlich und intensiv mit der Thematik befasst hat. 


Der nächste Punkt, die Charaktere, wird etwas kürzer, denn hier war ich ziemlich zwiegespalten.
Einerseits mochte ich Nick sehr, er hat mehr an sich, als man glaubt und er wirkt nicht wie Journalisten, wie man sie sonst aus Büchern kennt.
Doch Emma ist ein ganz anderes Ding - sie mochte ich irgendwie nicht so besonders. Keine Frage sie scheint nett zu sein und so, aber jedesmal, wenn ich von ihr las dachte ich: "Zicke!" Manchmal fand ich ihre Art einfach nur sehr anstrengend und nervig. Aus jeder unbedachten Äußerung schien sie einen riesen Elefanten zu machen. Doch versteht mich nicht falsch, es gab auch Momente in denen sie mir durch aus sympathisch war.
Denn, wie Nick, will auch Emma für Gerechtigkeit sorgen und ist dazu bereit alles zu tun oder zu riskieren. 


Auch die Auflösung von Allem am Ende und jeder lose Faden wurde vom Autor am Ende zu einem Gesamtbild verknüpft. Ein schlüssiges Bild ohne viel Schnickschnack. 
So manche Wendung kam für mich dann doch überraschender, als erwartet!
Den Epilog fand ich wunderbar passend und irgendwie ironisch. 


Insgesamt ein starkes/grandioses Debüt.
Wenn Sie weiter solche Bücher wie "Blow Out" schreiben, dürfen wir noch großes von Ihnen erwarten!

Mein Fazit:
5 von 5 Sternen - stark und eine absolute Leseempfehlung von mir!



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