Donnerstag, 17. Oktober 2013

Rezension: "Der Junge, der Träume schenkte" von Luca Di Fulvio



Bastei Lübbe
Taschenbuch, 783 Seiten
Ersterscheinung: 22.07.2011
ISBN: 978-3-404-16061-7

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Ich weiß nicht mehr durch wen oder was ich auf das Buch aufmerksam wurde, aber isch sagen: 1000 Dank!!

Inhaltsangabe (Quelle: Bastei Lübbe):
New York, 1909. Aus einem transatlantischen Frachter steigt eine junge Frau mit ihrem Sohn Natale. Sie kommen aus dem tiefsten Süden Italiens - mit dem Traum von einem besseren Leben in Amerika. Doch in der von Armut, Elend und Kriminalität gezeichneten Lower East Side gelten die gnadenlosen Gesetze der Gangs. Nur wer über ausreichend Robustheit und Durchsetzungskraft verfügt, kann sich hier behaupten. So wie der junge Natale, dem überdies ein besonderes Charisma zu eigen ist, mit dem er die Menschen zu verzaubern vermag ...

Meine Einschätzung:
Dieser Roman aus der Feder von LdF ist einfach grandios. Ich bin froh, dass ich diesen AUßERGEWÖHNLICHEN Roman lesen durfte und die Stunden, die ich mit Lesen verbrachte waren es wert. Mehr als das!!!

Der Schreibstil des Autors war bildreich, deteilreich und entspannend. Man konnte sich regelrecht einlullen lassen. Er lässt das Bild "New York City" der 10er und 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts vor meinem inneren Augen erstehen - mit seinen Licht und Schattenseiten.
Man bekommt das Gefühl dort zu sein - bei den Reichen, doch vor allem bei den Armen in der Lowe East Side. Man bekommt einen Einblick darin, wie hart die einfdache Bevölkerung arbeiten mussten und welche Entbehrungen sie hinnehmen mussten, um zu überleben.
Man bekommt einen Einblick in das Gangster Dasein und erkennt, dass nicht alle durchweg schlecht und böse waren. Und das einige auch Gutes tun, wenn auch nicht immer ganz legal.

Dies führt mich zu den Charakteren des Romans, die so vielschichtig waren und so echt.
Da war Cetta, die als junges Mädchen vergewaltigt wurde und später Natale gebar - den Jungen, der Träume schenkte. Trotz widrigster Umstände schafft es das Mäödchen ihrem Sohn eine Zukunft zu geben und ihn seine Träume verwirklichen.
Dann ist da Natale selbst, später Christmas, der in der Lowe East Side vor der Zeit erwachsen und reif werden muss. Mitten unter Gangstern und Möchtergerns wächst er auf und wandert auf schmalem Grat zwischen Legalität und Illegalität. Die ganze Zeit über fragt man sich, wie Christmas Leben verlaufen wird ...
Und natürlich ist da Ruth, das jüdische Mädchen. Ein reiches, wenn auch naives Mädchen erfährt auf schreckliche Weise wie hart das Leben sein kann und muss ihren Weg zurück ans Licht finden.
Es gibt noch mehr Charaktere, die erwähnenswert sind, doch ich fürchte, der Platz reicht mir nicht. Doch sie alle, sind so real, wie du und ich.

Ach, es gibt noch soviel mehr über das Buch zu sagen, aber red ich da. Lest es selbst!! Der Roman ist einfach ein MUST READ. Es ist ein Buch, dass zum Nachdenken anregt und noch lange in deinem Inneren nachhallt. Hat man einmal mit dem Buch angefangen, kommt man nicht mehr davon los. Man muss einfach erfahren, was der Roman für die einzelnen Charaktere bereithält. Und das Lesen selbst war ein wahrer Genuss. Zögert nicht zu lange mit dem Lesen.

Das Buch macht mir als Leserin klar, dass Träume nicht nur Träume sein müssen. Glaubt man an sich und seine Träume können sie wahr werden und man selbst kann alles erreichen.
Mögen die Umstände noch so schlecht sein, vergiss aber nie an dich zu glauben.
S. 772:
"Das ist Christ Luminita. Der hat es geschafft, hier raus zu kommen. Er ist reich.
...
"Glaubst du etwa, aus dem wäre etwas geworden, wenn er Blödsinn erzählt hätte?", setzte der Vater hinzu und schloss das Fenster.

Mein Fazit:
Ein Must Read - und so atemberaubend grandios!

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