Donnerstag, 31. Oktober 2013

Rezension: "Mr. Monster" von Dan Wells



Erschienen am 01.05.2011
Übersetzt von: Jürgen Langowski
400 Seiten, Kartoniert
ISBN: 978-3-492-27185-1
€ 9,99 [D], € 10,30 [A], sFr 14,90 
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Weiter geht´s mit Bd. 2 :)

Inhaltsangabe (Quelle Piper Verlag):
Mein Name ist John Cleaver. Ich bin 16 Jahre alt. Ich mag Lesen, Kochen und ein Mädchen namens Brooke. Ich möchte das Richtige tun. Ich möchte ein guter Mensch sein. Doch das ist nur die eine Hälfte von mir. Mein Name ist Mr. Monster. Ich weise alle Eigenschaften eines Serienkillers auf. Ich phantasiere über Feuer, Gewalt und Tod. Ich habe einen Dämon besiegt. Aber es gibt viele Dämonen da draußen. Zu viele. Und jeden Tag verspüre ich den Drang, erneut zu töten.

Meine Einschätzung:
Als ich das Buch "Mr. Monster" bei vorablesen.de (ist ja nun auch eine ganze Weile her) gewonnen hatte wußte ich, dass ich ein spannendes Werk vor mir hatte.

Doch zunächst wieder ein Kompliment an den Verlag für die Gestaltung und Bindung des Buches - dieses Rough Cut: Ich liebe es! Einziges Manko, nach einem einmaligen Lesen sieht das Buch bzw. der Buchrücken aus, als sei es schon ein gutes Dutzend mal gelesen. Sieht nicht sonderlich schon aus, wenn es da liegt - doch wenn es im Regal steht sieht man es fast nicht - trotzdem irgendwie ärgerlich.

Nun zurück zum Buch.
Der Schreibstil ist, wie in Bd. 1, leicht, locker und flüssig zu lesen. Einmal in die Handlung abgetaucht kam ich nicht mehr los (ich war in etwas mehr als 2 Std. durch)
Und was soll ich sagen? 

Dieser Roman um John war noch mitreissender als sein Vorgänger und auch die Enthüllungen und Wendungen waren überraschend und wirkten keineswegs als seien sie "zuviel" - klasse!

Die gelungene Mischung aus Krimi/Thriller und dem Spritzer Fantasy war wirklich nicht schlecht. Und auch John erschien noch sympathischer und seine Entwicklung war wirklich gelungen. Die Hoffnung bleibt, dass er sein inneres Monster besiegt!
Und hier muss ich sagen, dass es dem Autor wirklich sehr gut gelingt Johns Gedanken, Gefühle und vor allem auch Ängste wunderbar in Worte zu fassen. Und ehe man sich versieht verspürt man Mitleid mit dem Jungen, der kein Serienkiller werden will.

Schon jetzt bin ich gespannt wie die Trilogie um John, den selbsternannten Dämonenjäger enden wird. ich freue mich auf Teil 3!

Mein Fazit: 

5 Sterne - einfach empfehlenswert!

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Mittwochsgeflüster

Schönen Nachmittag euch allen!

Nur noch wenige Stunden (geht auch an die, die Spätdienst oder Nachtdienst haben) und der vorletzte Arbeitstag für diese kurze Woche ist beendet.
Bei uns ist heute schon das Ende der Woche erreicht worden, denn am morgigen Reformationstag hat unser prot. Kindergarten geschlossen - heißt für mich: Keine oder kaum Zeit zum Lesen.
Und natürlich Halloween ;) 

Macht ihr was?
Wir wollten eigentlich durch die Straße ziehen, in der die Verwandtschaft meines Mannes wohnt, und Süßes oder Saures spielen.
Doch dieses Jahr wird das nichts - halloweenisch dekoriert sind zumindest die Fenster bei uns ;) 


Ansonsten hat es nach acht (!!!!) Jahren endlich mal geklappt, dass ich mich mit einer sehr guten Bekannten treffen konnte. Wir beiden hatten schon etwas bammel davor, dass wir keinen gemeinsamen Nenner finden würden um zu reden, doch ich muss sagen, dass es ein wirklich angenehmer Vormittag bei Kaffee und heißer Schokolade. Die Unterhaltungen waren interessant, umfangreich und lustig - der ein oder andere Lacher entschlüpfte uns.
Ich hoffe wirklich, dass wir das irgendwann wieder wiederholen können würde mich riesig freuen!!!

Was gibt es sonst noch so zu berichten? Im vergangenen Monat sind eine gaaaaanze Menge Bücher bei mir eingezogen (genauer wird darauf im Oktober Monatsrückblick hingewiesen), Planungen für die nächsten größeren Projekte sind angelaufen und es gibt auch gleich eine Ankündigung für euch!
Natürlich wollt ihr sicher wissen, was ich denn ankündigen möchte.

Ganz einfach: Eine Blogtour!


Vom 07. November bis 15. November 2013 werde ich gemeinsam mit acht weiteren Bloggerinnen ein Buch auf Tour schicken.
Und ausersehen dafür ist "Wild" von Lena Klassen.
Neben interessanten, spannenden und informativen Beiträge rund um das Buch wird es auch ein Gewinnspiel geben.
Genaueres wird es zu gegebener Zeit geben - ich freue mich schon sehr auf die Blogtour und ihr dürft gespannt sein.

Mehr hab ich leider momentan nicht zu berichten, aber ein Bericht für nächste Woche ist schon in Vorbereitung - nur das mit dem Schaubild will nicht so recht klappen!!

Euch ein schönes verlängertes Wochenende mit viel Entspannung und einem guten Buch!

Liebe Grüße
Lu

Rezension: "Ich bin kein Serienkiller" von Dan Wells


http://www.piper.de/buecher/ich-bin-kein-serienkiller-isbn-978-3-492-26771-7

Thriller
Erschienen am 01.11.2010
Übersetzt von: Jürgen Langowski
384 Seiten, Kartoniert
ISBN: 978-3-492-26771-7
€ 9,99 [D], € 10,30 [A], sFr 14,90 
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Ich dachte mir, dass ich euch nach und nach Rezensionen präsentiere aus der Zeit BEVOR Lu alleine ihr Ding machte :)
Dies ist nur der Anfang!

Inhaltsangabe (Quelle Piper Verlag):
Der 15-jährige John will ein ganz normaler Teenager sein, die Schule besuchen und Mädchen kennenlernen. Doch er weiß, dass in ihm ein düsteres Geheimnis schlummert. Es ist nicht nur das Interesse an Serienkillern, das sein ganzes Leben bestimmt, nicht nur seine Faszination vom Tod. Es ist die Furcht, dass er eines Tages selbst zum Killer wird. Denn John trägt ein Monster in sich. Und als unerklärliche Morde in der Stadt geschehen, muss er sich nicht nur einem dämonischen Gegner stellen, sondern auch sich selbst …

Meine Einschätzung:
Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich den Debütroman von Dan Wells gelesen habe, dennoch ist er noch sehr präsent. Zunächst einmal sei gesagt, dass ich die Aufmachung des Buches - es hat Rough Cut - wirklich toll finde.

Und zu dem Debüt selbst sage ich: Gar nicht mal schlecht meine Damen und Herren. 
Der Roman ist mit soviel Authentizität geschrieben, das man das Gefühl hat "Moment mal, der schreibt als würde er aus Erfahrung schreiben!". Doch dem ist nicht so, zumindest versichert uns dies Wells in seiner Danksagung.
Nichts desto trotz ist das Buch wirklich gut geschrieben. Von der ersten Seite an kommt man zügig in die Geschehnisse rein und alles lässt sich flüssig lesen.
Was John, den Hauptprota angeht ist dieser von der ersten Seite an sympathisch, denn man wünscht sich das er sein inneres Monster besiegt und er nie ein Serienkiller wird ... ich wünsch es mir!

Ich bin schon jetzt auf die Fortsetzung "Mr. Monster" gespannt. Allen anderen kann ich dieses Buch nur empfehlen, wenn auch ein Spritzer Fantasy mit drin war (den mein Mann gestört und später überrascht hat).

Ja ihr habt richtig gelesen mein Mann hat das Buch gerade vor wenigen Minuten beendet und findet das Buch gut. Und würde wie ich 8 Punkte mit der Tendenz zur 9 vergeben. Was den zweiten Teil bei ihm angeht, so ist auch er auf Bd. 2 gespannt!

Also viel Spaß beim Lesen!

Mein Fazit:
Von uns gibt es 4 von 5 Sternen für ein tolles Debüt!

Dienstag, 29. Oktober 2013

Rezension: "The Raven Boys" von Maggie Stiefvater



Format: Kindle Edition
Dateigröße: 929 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 468 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 0545465931
Verlag: Scholastic Inc. (18. September 2012)
Sprache: English
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Nach dem so viel über die deutsche Übersetzung "Wen der Rabe ruft" erzählt wurde, entschied ich mich dafür das Buch im Original zu lesen.

Inhaltsangabe (Quelle script5 Verlag):
Jedes Jahr im April empfängt Blue die Seelen derer, die bald sterben werden, auf dem verwitterten Kirchhof außerhalb ihrer Stadt. Bisher konnte sie sie nur spüren, nie sehen – bis in diesem Jahr plötzlich der Geist eines Jungen aus dem Dunkel auftaucht. Sein Name lautet Gansey, und dass Blue ihn sieht, bedeutet, dass sie der Grund für seinen nahen Tod sein wird.

Seit Blue sich erinnern kann, lebt sie mit der Weissagung, dass sie ihre wahre Liebe durch einen Kuss töten wird. Ist damit etwa Gansey gemeint?

Meine Einschätzung:
In den letzten Jahren habe ich schon einige Bücher der amerikanischen BestsellerAutorin gelesen. Klar, dass ich dann auch "The Raven Boys" lese musste.
Zunächst einmal gestehe ich hier und jetzt, dass mir sowohl Cover, als auch der Original Titel deutlich besser gefallen als das deutsche Cover oder der Titel. Beides ist einfach am passensten!

Doch genug von Äußerlichkeiten ;)
Zunächst einmal schreibe ich ein bissl was über den Schreibstil. Diesen empfand ich bei diesem Roman deutlich schwieriger und anstrengender, als bei der Wolves of Mercy Falls Reihe (die ich, wie "The Raven Boys" auf englisch las). Dennoch litt der Schreibstil nicht darunter, denn ich konnte das Buch, gerade auch wegen der Spannung und Vielschichtigkeit in der Handlung - einmal angefangen - nicht mehr aus der Hand legen.
Macht das irgendwie Sinn?
Wie alle ihre Bücher vorher, so schlug mich auch "The Raven Boys" in seinen Bann.

Die Handlung war interessant, spannend und vielschichtiger, als ich dachte. Mythen, Sagen und Legenden gespikt mit übersinnlichen Elementen und wissenschaftlichen Erklärungen gaben sich die Klinke in die Hand. Und soll ich euch was sagen? Diese Mischung passte einfach super zusammen und schien sich zu ergänzen.
Auch der kleine "Kriminalfall" passte in das Gesamtbild mit rein.
Selbst tolle und überraschende Wendungen bzw. Offenbarungen hielt die Autorin hier bereit. Und mit manchem habe ich nicht gerechnet.

Nun zu den fünf Charakteren - alle fünf haben mehr oder weniger ihre Probleme ( an dieser Stelle, wie ich da nicht zu viel verraten) und waren mir auf Anhieb sympathisch, da sie versuchen, dass beste aus allem zu machen. 
Nach und nach erfährt man mehr über Blue und die vier Raven Boys und man fragt sich unweigerlich, wie sich all das weiterentwickelt. Sie alle sind sehr unterschiedlich und doch sind sie wie die 5 Zacken eines Sterns, die ein Ganzes ergeben (sorry, ein lahmer Vergleich, aber mir fiel nichts besseres ein). Es ist fast so, als sollte es schon immer so sein.

Mehr will ich gar nicht dazu sagen. Trotz eines beschwerlichen Einstiegs hat hier alles gepasst. 

Mein Fazit:
super Auftakt - 5 Sterne - einer vielversprechenden Reihe! Ich kann es kaum erwarten "The Dream Thieves" zu lesen.

Montag, 28. Oktober 2013

Autorenspecial: Astrid Korten antwortet ...

Hallo ihr Lieben,

jede Woche versuche ich euch nach Möglichkeit ein Interview mit einem Autoren zu präsentieren. Diese Woche fiel die Wahl auf Astrid Korten.
Die Rezension zu ihrem Thriller "Tödliche Perfektion - Poesie der Macht" habt ihr gelesen, oder nicht? Nicht! Na dann war es ja eine gute Idee von mir hier den Link zur Rezension zu posten. 

Einfach auf´s Cover klicken.


An dieser Stelle:
Vielen Dank an Susann Hochmuth, die meine Fragen an Astrid Korten weitergeleitet hat und vielen Dank an die Autorin, die sich die Zeit genommen hat meine Fragen zu beantworten.


Doch bevor ich euch das Interview präsentiere, möchte ich euch noch kurz ein paar Informationen zur Autorin selbst geben:

 



über die Autorin: 

Astrid Korten, geboren 1962 im niederländischen Heerlen, lebt heute mit ihrer Familie in Essen. Sie studierte Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Leiden und Maastricht und arbeitete viele Jahre als Marketing- und Vertriebsleiterin und als Geschäftsführerin renommierter Firmen. Ihre große Leidenschaft aber ist das Schreiben, das sie 2004 zu ihrem Beruf machte. Bei ihrer akribischen Recherche lässt sie sich von Forensikern, Psychologen, Gentechnologen, Pathologen und Mediziner beraten. Über ihr bevorzugtes Genre, die Spannung, sagt Astrid Korten: „Psychopathen faszinieren mich. Sie leben außerhalb der Norm und meinen, über dem Gesetz zu stehen. Meine Feder kann genau so furchtbar und gnadenlos böse sein.“

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung schrieb über die Autorin: „Nicht Krimis à la Agatha Christie sind Astrid Kortens Metier, sondern Gänsehautthriller im Stil von Minette Walters.“

Bei dotbooks veröffentlichte Astrid Korten bereits ihren Thriller „TÖDLICHE PERFEKTION – Poesie der Macht“. Weitere eBooks sind in Vorbereitung.


Zu den Büchern des Autors
Und nun zum bereits angekündigten Interview! 
Viel Spaß beim Lesen!


Das Interview



1. Was hat Sie zum Schreiben gebracht? Haben Sie schon immer geschrieben oder kam es plötzlich, wie aus dem Nichts und Sie haben sich gesagt: Heute will ich mal versuchen einen Roman zu schreiben?



Mein Grundschullehrer hat mich zum Schreiben animiert. Ich komme aus einem internationalen Haushalt und wurde 4-sprachig erzogen. Jeder hat bei uns immer irgendetwas aufgeschrieben. Im ganzen Haus waren Zettel verteilt – Wortfetzen, Sätze, Zitate. Irgendwann habe auch ich damit angefangen. Meine erste Geschichte landete im Papierkorb, die zweite fand das Interesse meines Lehrers. Es folgten Kurzgeschichten, die ich an verschiedenen Zeitschriften verkauft habe. Nach meinem Studium folgten mehrere Publikationen und wissenschaftliche Arbeiten. 2004 habe ich das Schreiben zum Beruf gemacht.



2. Wer oder was inspiriert Sie? Wo nehmen Sie ihre Ideen her?

Oft sind es Alltäglichkeiten, Zeitungsartikel oder Fernsehberichte, die eine Buchidee reifen lassen. Durch meine internationale Tätigkeit habe ich viele Orte kennengelernt, und Menschen, die mir ihre Geschichten erzählt haben.




3. Wenn Sie Zeit zum Lesen finden, was lesen Sie dann am liebsten? Bleiben Sie dem Genre treu in dem Sie selbst schreiben oder muss es was gänzlich anderes sein?


Ich nehme mir die Zeit, viele Bücher zu lesen, aber ganz selten liegt ein Thriller auf dem Nachttisch. Ich bevorzuge die Klassiker wie Dostojewski, Stefan Zweig, Goethe, Virginia Woolf, Shakespeare, Shelly, um nur einige Schriftsteller zu nennen.


4. Was sind Ihre TOP 3 bei Büchern?


Mein Favorit im Genre Thriller ist eindeutig „Die Behandlung“ von Mo Hayder. Ansonsten würde ich im Bereich Roman „Das Stachelschwein“ von Julian Barnes und „Sturmhöhe“ von Emily Brontee, favorisieren.


5. Womit beschäftigen Sie sich, wenn Sie nicht gerade an versch. Projekten arbeiten?


Ich spiele Saxophon und bin eine leidenschaftliche Hobbymalerin (Öl auf Leinen).  


6. Wieviel steckt von Ihnen und evtl. Personen aus ihrem Umfeld in ihren Charakteren?


Beim Schreiben habe ich eine große Distanz zu Szenen, die unter die Haut gehen und den Leser frösteln lassen. Es ist eine Figur, die da entsteht und Grausames tut – nicht mehr und nicht weniger. Ganz anders ist es bei meinen Recherchen. Da treffe ich hin und wieder auf Menschen, die mich ängstigen und mir manchmal sogar eine schlaflose Nacht bereiten. Zum Glück ist es etwas ganz anderes, etwas zu hören oder zu sehen und es dann zu beschreiben. Solche Interviews bilden die Grundlage meiner Thriller. Alles andere ist natürlich rein fiktiv.



7. Kennen Sie das, eine Schreibblockade zu haben? Markus Heitz sagte mir mal bei einer Fragerunde im Rahmen einer Lesung, dass er immer schreiben könne und er so etwas gar nicht kennt.


Ich kenne keine Schreibblockaden. Es gibt Tage, da habe ich gar keine Lust um sieben Uhr aufzustehen, um gegen Acht die ersten Sätze in die Tastatur zu hämmern, aber ich bin sehr diszipliniert. Ich schreibe 5-6 Stunden täglich. Und mir fällt immer etwas ein. Es ist wie eine Sucht, ich kann nicht anders.


8. Was dürfen wir in naher Zukunft von Ihnen erwarten?


Im Dezember erscheint der Psychothriller „Eiskalte Umarmung“ und im Januar ein zweiter Psychothriller. Zurzeit entsteht die Fortsetzung von „Tödliche Perfektion“ und ein zweiteiliger Familienroman.


9. Warum ausgerechnet Thriller?

Psychopathen faszinieren mich. Sie leben außerhalb der Norm und meinen, über dem Gesetz zu stehen. Meine Feder kann genauso furchtbar und gnadenlos böse sein.



10. Wie verlaufen bei Ihnen Recherchen zu einem neuen Buch? Man findet ja alles im Internet, aber ob dies dann auch Hand und Fuß hat steht auf einem anderen Blatt …
 
Das ist richtig. Bei meiner akribischen Recherche lasse ich mich von Forensikern, Psychologen, Gentechnologen, Pathologen und Medizinern beraten. Das Internet ergänzt lediglich die Informationen, die ich benötige. Für mich ist es wichtiger, mich mit Beratern auszutauschen.

11. Haben Sie bestimmte Rituale, die eingehalten werden müssen bevor Sie mit dem Schreiben beginnen? Ein besonderer Platz? Besondere Musik, die Sie dabei hören? Stehen kleine Snacks bereit oder oder …


Ich brauche Ruhe. Geräusche stören mich beim Schreiben. In der Regel vergesse ich die Welt um mich herum und tauche in die Szenen und Figuren ein. Ich trinke Kaffee und esse Gummibärchen. Mein Mann behauptet sogar, ich wäre eine bessere Werbeträgerin als Thomas Gottschalk, so verschlinge ich diese kleinen bunten Bärchen.


12. Welche Tipps geben Sie denen, die selbst schreiben?

Jeden Tag schreiben und viel lesen.

Vielen Dank, Fr. Korten, dass Sie sich die Zeit genommen haben meine Fragen zu beantworten. Und ich hoffe euch, meine lieben Leser, hat es gefallen und einen kleinen Einblick gegeben.
Ich freue mich auf das nächste Interview!

Liebe Grüße und einen entspannten Start in die Arbeitswoche wünscht euch
Lu

Rezension: "Tödliche Perfektion" von Astrid Korten


Seiten: (ca.) 458
Erscheinungsform: eBook-Lizenz
 
Erscheinungsdatum: 23.7.2013
ISBN: eBook 978-3-95520-253-8
Format: ePUB
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So, wieder ein Thriller verschlungen. 

Inhaltsangabe (Quelle: dotbooks):
Hongkong, Sitz eines internationalen Pharmakonzerns. Robert Faber, Vorstandsvorsitzender und Hauptaktionär, kann sein Glück kaum fassen: Einer seiner Wissenschaftler hat eine revolutionäre Entdeckung gemacht – der neue Wirkstoff Rebu 12 stoppt den Alterungsprozess! Das Milliardengeschäft mit der ewigen Jugend ist zum Greifen nah. Doch Faber ahnt nicht, dass die Information trotz höchster Geheimhaltung schon in falsche Hände geraten ist – und eine skrupellose Sekte sich bereit macht, alles zu tun, um die Formel der Makellosigkeit unter ihre Kontrolle zu bringen …


Meine Einschätzung:
Vergangene Woche fand ich endlich die Zeit Astrid Kortens Thriller "Tödliche Perfektion - Poesie der Macht" zu lesen und in den folgenden Sätzen könnt ihr nachlesen, wie es war. 


Zunächst einmal ein Kompliment an den Verlag für das tolle Cover. Ich gebe zu, dass neben dem Klappentext das Cover der Grund für mich war das Buch zu lesen. 
Doch zurück zum Inhalt.

Der Schreibstil war recht angenehm zu lesen, wenn mir auch von den zahlreichen Informationen zu Genetik und Pharmazeutik etc. irgendwann der Kopf rauchte. Gelegentlich empfand ich es als Laie too much.
Weniger ist oft mehr ...

Auch das häufige Hin und Her in der der Handlung empfand ich enorm anstrengend.
Keine Frage, die Handlung war spannend, schließlich konnte ich es nicht aus der Hand legen. Viele Verknüpfungen wurden einem sofort klar und es gab nur wenige Überraschungen. Nichts desto trotz fehlte mir irgendwie der Thrill.
Sicher die Idee "Unsterblichkeit" ist wirklich gut, gerade in Hinblick auf den Schönheitswahn bei den Menschen. Trotzdem fehlte nach wie vor etwas.

Die Charaktere sind zweifelsohne komplex und interessant und schnell wird einem beim Lesen klar, dass beide Handlungsstränge irgendwie miteinander verbunden sind. Mehr will ich gar nicht sagen.


Was ich bisher geschrieben habe, klingt nicht sonderlich positiv - eher negativ - und doch hat mir der Thriller gut gefallen, was man allein daran merkt, dass ich es in einem Rutsch gelesen habe.
Es war spannend, wenn auch anstrengend und verwirrend und von allem etwas viel war, so war es doch lesenswert, wenn es mich auch nicht 100% von sich überzeugen konnte.

Wer nun ein "Musst du lesen." oder "Bitte nicht lesen." erwartet, nun den muss ich enttäuschen. Urteilt selbst, macht euch schlau und entscheidet dann.

Mein Fazit: 

3 Sterne von 5, da es spannend ohne thrillig war.

Freitag, 25. Oktober 2013

Rezension: "Rush of Love - Vereint" von Abbi Glines


Erschienen am 15.10.2013

Übersetzt von: Heidi Lichtblau

272 Seiten, Kartoniert

ISBN: 978-3-492-30468-9

€ 8,99 [D], € 9,30 [A], sFr 13,90 
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Endlich hab ich es geschafft!

Inhaltsangabe (Quelle Piper Verlag):
Alles scheint endlich perfekt: Blaire ist mit ihrer großen Liebe Rush verlobt und trägt sein Kind unter ihrem Herzen. Sie hat in Rosemary Beach echte Freunde gefunden und sogar damit begonnen, die verkorkste Beziehung zu ihrem Vater zu kitten. Doch ein erster Schatten fällt auf das Glück der beiden Liebenden, als Rushs Vater auftaucht, um ihn um Hilfe zu bitten, und schon bald ziehen noch dunklere Gewitterwolken auf …

Meine Einschätzung:
Ach ihr Lieben, was soll ich nur tun? Ich hatte wirklich und wahrhaftig gehofft euch eine bessere Rezension bieten zu können, aber leider kam es anders, als ich dachte.

Bd. 1 begann noch vielversprechend, bei Bd. 2 hoffte ich, dass es in Bd. 3 wieder besser werden würde. Doch  leider wurde ich bitter enttäuscht.
Die Ereignisse knüpfen an das Ende von Bd. 2 an und als dann die böse Schwester wieder auf der Bildfläche erscheint dachte ich: Jetzt geht´s los. Immerhin verspricht der Klappentext zumindest ein wenig Spannung und Dramatik ...
Aber auch hier wird man einfach nur auf herbe Weise enttäuscht.
Um es mit Nan´s Worten zu sagen: Wo hat Rush seine Eier gelassen? Aus dem einst wilden Rockersohn wurde ein höriger Pantoffelheld und wehe die Prinzessin bekommt nicht das, was sie erwartet oder will ... oh oh!
In diesem Teil scheint es sich nur um eines zu drehen: Um Sex und dazu häufig, überall und immerzu! So schlimm hatte ich es in Bd. 1 und 2 nicht in Erinnerung. Dirty Talk ist ja gut und schön, aber Rush wurde hier fast schon vulgär, dass es nicht mehr sinnlich war.
F*** F*** etc. aus diesen Worten schien sein Wortschatz nur noch zu bestehen. Blaires Flucht war kindisches Gehabe und nervte nur.

Der Schreibstil wirkte gezwungen und der Text fast lieblos und wahllos hingeschmiert.
Welchen Sinn die Einführung eines neuen Charakters haben sollte erschloss sich mir nicht, immerhin wurde er nach nur kurzen Passagen wieder zur Seite gelegt (um ihn wieder zu vergessen?).
Bei einigen konnte ich es ja noch nachvollziehen, immerhin werden weitere Charaktere für die Spin Offs eingeführt und doch wirkte alles so lieblos!

Vermeintliche Überraschungen waren keine dabei. Konflikte wurden zu einfach gelöst und das vorhandene Potential für eine große Handlung mit viel Gefühl, Spannung und Dramatik wurde scheinbar einfach ignoriert.
Die Handlung plätscherte langweilig vor sich hin und schien einfach nicht rund zu laufen, sondern zu leiern.
Schade um das ungenutzte Potential ... 

Von den Charakteren will ich gar nicht reden, sorry. Ich bin einfach gerade richtig unzufrieden. Und es tut mir wirklich leid, dass ich nicht soviel positives über das Buch zu sagen habe. Es scheint fast so, als wollte die Autorin einfach fertig werden (ohne eine gute Arbeit abzuliefern) und weiter zu ziehen.

Mein Fazit:
Enttäuschender Abschluss einer ansonsten durchwachsenen Trilogie. Mehr werde ich aber nicht lesen.
2 Sterne, wegen des ungenutzten Potentials.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Rezension: "The Magicians and Mrs. Quent" von Galen Beckett



On Sale: November 24, 2009
Pages: 512 | 

ISBN: 978-0-553-59255-9
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Vor fast 2 Jahren wurde ich durch den Autor Mark Anthony (bekannt durch die Reihe "Die letzte Rune) auf das Debüt von Galen Beckett aufmerksam.
Das lustige an der Sache - die beiden sind ein und der selbe!
Da ich demnächst Bd. 3 der Wyrdwood Trilogie lesen möchte liefere ich euch nach und nach die Rezensionen zu Bd. 1 und 2 - viel Spaß!

Inhaltsangabe:
Ivy Lockwell lebt ein zurückgezogenes Leben an der Seite ihrer Familie. Ihr Vater, einst ein angesehener Magier, ist krank und bedarf intensiver Zuwendung.
Durch Zufall stößt sie áuf ein Rätsel, dass ihr Vater ihr vor Jahren gestellt hat. Nur langsam erschließt sich Ivy das Geheimnis und erst durch ihre Arbeit bei Mr. Quent erschließt es sich ihr immer mehr ...

Meine Einschätzung:
Ich gebe zu meine Inhaltsangabe ist mehr als unzulänglich, um euch zu zeigen, wie interessant das Buch ist.

Wie ich ja schon in meinem "Vorwort" schrieb, ist der Autor dieses Buches niemand anderes als Mark Anthony, der unter einem Pseudonym schreibt.
Wie bei "Die letzte Rune" hat er auch hier eine wunderbare und faszinierende Welt erschaffen - Altania. Eine Welt in der die alten Mythen unvergessen und die Magie "Mode" ist.

Der Schreibstil, obwohl ich auf englisch zu lesen inzwischen gewohnt bin, recht mühsam zu lesen. Nichts desto trotz war ich richtig gehend von der Handlung gefesselt - ich musste einfach wissen, wie es weitergeht und was passieren würde.
Von der ersten bis zur letzten Seite war ich in der neuen Welt gefangen und kam mir abwechselnd vor als läse ich Romane von Jane Austen oder den Bronte Schwestern - einfach magisch!

Die Charaktere waren durchweg sympathisch und man hoffte, bangte, liebte und käämpfte mit ihnen.
Doch ein Manko muss ich leider gestehen, erst ab der zweiten Hälfte verstand ich den Titel, denn lange ist Ivy eine "Miss Lockwell", erst danach wird es klar.

Schon jetzt bin ich aufgeretgt zu erfahren, wie die "Abenteuer" von Ivy weitergehen werden und ich hoffe mehr von Mr. Quent zu lesen - bitte Mr. Beckett!!

Mein Fazit:
gelungener und fesselnder Auftakt!

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Rezension: "Das Mädchen, das den Himmel berührte" von Luca Di Fulvio



Bastei Lübbe
Taschenbuch, 973 Seiten
Ersterscheinung: 15.02.2013
ISBN: 978-3-404-16777-7

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Was für ein Buch - doch lest selbst!

Inhaltsangabe (Quelle Bastei Lübbe Verlag):
Wie wird ein junger Tagedieb, der seine Kindheit in einer Höhle verbracht hat, zu einem glühenden Verfechter der Freiheit? Wie wird ein jüdischer Betrüger zu einem berühmten Arzt? Und wie wird ein junges Mädchen ohne Perspektive zu einer einflussreichen Modeschöpferin?
Die Antwort liegt in Venedig. Denn dort, im Labyrinth der Gassen und Kanäle der geheimnisvollsten Lagune Europas, zwischen der Pracht San Marcos und dem Elend der Spelunken von Rialto findet sich das gesamte Panorama des Lebens.

Meine Einschätzung:
Ich habe den Inhalt von Amazon kopiert, da er so komplex ist, dass ich ihn nicht in gerechte Worte fassen konnte.
Endlich, nach einer Woche bin ich mit dem Buch durch. Versteht  micht nicht falsch, die Erleichterung empfinde ich nicht, weil es schlecht war. Ganz im Gegenteil - es war eine faszinierende und wunderschöne Geschichte, die Luca Di Fulvio da erzählt hat. Er ist schon ein Garant für solche Geschichten - zumindest für mich!

Der Schreibstil war flüssig und bildgewaltig. Ich kam mir vor als würde ich durch die Gassen und Kanäle von Venedig wandern. Wahnsinn!
Sicher fragt ihr euch nun warum ich das Buch dann nicht inhaliert habe, wie so viele andere Bücher davor.
Die Antwort auf diese Frage ist gar nicht so einfach. Das Buch zu inhalieren wäre dem Roman nicht gerecht geworden. Diese Geschichte ist eine Geschichte, die man nicht einfach mal so Zwischendurch lesen kann, wenn das Kind etwas TV schaut oder man nebenher einen Film schaut. Nein, so ein Roman war und ist es nicht.
Um diesem Buch gerecht werden zu können muss man dem Roman seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Bestimmt versteht ihr was ich meine?

Der Aufbau der Geschichte erinnerte stark an die Handlung rund um Christmas Luminita und doch war es gänzlich anders.
Die Charaktere waren übersichtlich und mir auf Anhieb sympathisch.
Es gab keinen Favoriten und doch wollte ich überwiegend von Mercurio und Guiditta lesen.
Di Fulvios Charaktere sind vielschichtig und überraschen einen eins ums andere Mal.
Sein bildgewaltiger Schreibstil tat sein übriges - man litt, bangte, hoffte, liebte, kämpfte und trauerte mit ihnen allen und ich wünschte mir am Ende nur eines: Ein Happy End für sie alle!

Ich will auch gar nicht viel weiter schreiben, nur soviel: Wer den Jungen liebte, dem wird es bei dem Mädchen auch nicht anders gehen. Und wollt ihr nicht wissen wer das Mädchen ist, das den Himmel berührte? ;)

Dies war definitiv nicht mein letzter Roman von Luca Di Fulvio!

Mein Fazit:
Faszinierend und atemberaubend!

Dienstag, 22. Oktober 2013

Rezension: "Die Liste der vergessenen Wünsche" von Robin Gold



Paperback, Klappenbroschur, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-7645-0484-7 € 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Blanvalet

Erscheinungstermin: 8. Oktober 2013 -----------------------------------------------------

Inhaltsangabe (Quelle Blanvalet):

Früher war alles einfacher. Abschiede zum Beispiel. Als die achtjährige Clara Black – in einem schwarzen Badeanzug – ihren Kater »Schweinebraten« beerdigte, ahnte sie nicht, dass das Leben noch einen viel größeren Verlust für sie bereithalten würde: Jahre später stirbt ihr Verlobter kurz vor der Hochzeit. Es bricht Claras Herz. Doch dann findet sie eine alte Liste mit ihren Kindheitswünschen, die vor ihrem 35. Geburtstag in Erfüllung gehen sollten. Ganz unverhofft wird die Liste zu Claras Rettungsanker – und zum Weg zurück ins Glück …

Meine Einschätzung:
Als ich bei Facebook auf diesen Roman aufmerksam wurde, wurde mir sofort eines klar: Ich muss diesen Roman unbedingt lesen!
Und was soll ich sagen? Gestern in der Arztpraxis habe ich es verschlungen.

Zunächst möchte ich euch meinen Eindruck zum Cover geben. Dieses süße altrosa erinnert mich auf den ersten Blick an ein Bonbon und ein richtiges Bonbon ist auch der Inhalt des Buches. Doch so süß und unbeschwert, wie man glaub ist der Roman keineswegs.
Dazu später mehr ...
Eigentlich weiß man ja schon beim Lesen des Klappentextes welche Art Roman man vor sich hat und doch will man einfach lesen und immer weiter lesen.
und bereits zu Beginn verfällt man dem Zauber des Buches.

Der Schreibstil ist einfach und leicht zu lesen. Einmal in die Handlung abgetaucht kommt man nicht eher davon los bis man durch ist. 

Während Clara (ich will immer Claire schreiben!) ihre Liste abarbeitete, erstellt man fast automatisch - zumindest ich tat es - eine eigene Liste mit seinen Wünschen und Träumen aus der Kindheit oder von heute. Und man fragt sich: Habe ich alles erreicht, was ich mir wünschte?
Man ertappt sich dabei, wie man fast verstohlen eine Träne aus den Augen wischt, nur um zwei Seiten weiter zu schmunzeln.
Man trauert, hofft, bangt und liebt, verzweifelt mit Clara - Robin Gold bedient sich einer ganzen Bandbreite von Gefühlen und bringt auch diese in mir zum Vorschein.

Die Charaktere waren echt und sympathisch. Ich durfte erleben, wie aus der "Zombie" Clara  wieder die "alte" neue Clara wurde.
Es war wunderschön zu lesen, wie sie sich zurück ins Leben kämpft und auch der Weg dahin war nicht zu einfach oder gar "unnatürlich". Es wirkte alles so, wie es sein sollte und im Normalfall ist.

Ein wirklich berührender und nachdenklich machender und liebevoller Roman zurück ins Leben!

Mein Fazit: 

5 von 5 Sternen - einfach gelungen und empfehlenswert. Einfach was für´s Herz!

Montag, 21. Oktober 2013

Autorenspecial: Uwe Laub antwortet ...

Hallo meine lieben Leser,

eigentlich wollte ich mit diesem Interview etwas länger warten, doch irgendwie juckte es in meinen Finger es mit euch zu teilen.
Meine Rezension zu seinem Debütroman habt ihr sicher schon gelesen? Nicht? Na dann nichts wie los hier geht es zur Rezension von "Blow Out"

Das sich Uwe Laub bereit erklärt hat meine Fragen zu beantwortet hat mich riesig gefreut, denn er ist ein wirklich sehr sympathischer Kerl und an dieser Stelle möchte ich mich herzlichst bei ihm bedanken!
Würde nicht jeder machen ...

Bevor es mit dem Interview los geht hier noch ein paar Informationen zum Autor selbst.

über den Autor (Quelle: Ullstein Verlag):
© Marion Dippold Fine Art Photography
Uwe Laub, 1971 geboren, arbeitete einige Jahre als Börsenhändler, bevor er sich selbständig machte. Er hat eine Tochter und lebt in der Nähe von Stuttgart. »Blowout« ist sein erster Roman.

 Mehr findet ihr hier: http://www.uwelaub.de/










Das Interview:

Vielen Dank Hr. Laub, dass Sie sich meinen Fragen stellen.
Dann wollen wir mal anfangen.

1. Was hat Sie zum Schreiben gebracht? Haben Sie schon immer geschrieben oder kam es plötzlich, wie aus dem Nichts und Sie haben sich gesagt: Heute will ich mal versuchen einen Roman zu schreiben?

Ursprünglich begonnen hat alles mit dem Schreiben von Urlaubstagebüchern. Im Grunde genommen also völlig unspektakulär. Dabei habe ich jedoch bemerkt, dass mir das Schreiben Spaß macht. Später entwickelten sich daraus Kurzgeschichten, und irgendwann entstand fast zwangsläufig der Wunsch, einen Roman zu schreiben.


2. Wer oder was inspiriert Sie? Wo nehmen Sie ihre Ideen her?

Ideen laufen mir beinahe jeden Tag und an jedem beliebigen Ort über den Weg. Das kann eine Beobachtung in der Stadt sein, ein zufällig mitangehörter Dialog zweier Sitznachbarn im Zug, oder – wie im Falle von „Blow Out“ – eine Dokumentation im Fernsehen. Nachrichten und Dokumentationen sind immer eine gute Quelle für Ideen und Inspiration.

3. Wenn Sie Zeit zum Lesen finden, was lesen Sie dann am liebsten? Bleiben Sie dem Genre treu in dem Sie selbst schreiben oder muss es was gänzlich anderes sein?

In der Regel lese ich Thriller und Krimis, insbesondere Storys mit Bezügen zu Wissenschaft oder anderen aktuellen Themen. Gerne aber auch echte Psychothriller. Zwischendurch gibt es aber auch immer wieder Bücher, die in ein keines dieser Raster fallen und die mich dennoch faszinieren. Zuletzt war das „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“.


4. Was sind Ihre TOP 3 bei Büchern?

Das ist sehr schwer zu sagen. Es gibt viel zu viel phänomenal gute Bücher! Top-Plätze würden sicher folgende Bücher belegen:

ES – Stephen King
Das Spiel des Löwen – Nelson DeMille
The Hitchhikers Guide Through The Galaxy – Douglas Adams (aber nur im Original auf Englisch!)

Da hätten wir dann auch gleich drei meiner Lieblingsautoren.


5. Womit beschäftigen Sie sich, wenn Sie nicht gerade an versch. Projekten arbeiten?

Ich bin hauptberuflich viel unterwegs. Da das Schreiben ebenfalls viel Zeit beansprucht, bleibt nicht so viel Zeit für andere Dinge. In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport, vor allem Tennis. Ich liebe aber auch gesellige Abende mit guten Freunden.


6. Wieviel steckt von Ihnen und evtl. Personen aus ihrem Umfeld in ihren Charakteren?

Nicht so viel, wie manch einer vielleicht denken mag. Sicher bleibt es nicht aus, dass sich die ein oder andere Erfahrung, die man im Leben macht, später im Roman wiederfindet, aber wenn, dann sind das nur Kleinigkeiten. Ich würde niemals eine reale Person aus meinem Umfeld für einen Charakter instrumentalisieren. Ebenso wenig mich selbst.

7. Warum ausgerechnet Krimi/Thriller?

Weil ich die selber gerne lese. Umgekehrt kann man auch sagen, ich habe ein Buch geschrieben, in der Art, wie ich es gerne auch lese.

8. Wie verlaufen bei Ihnen Recherchen zu einem neuen Buch? Man findet ja alles im Internet, aber ob dies dann auch Hand und Fuß hat steht auf einem anderen Blatt … gerade in Bezug auf einen Öko bzw. Wissenschaftsthriller.

Die Recherchen zu „Blow Out“ haben in der Tat viel Zeit in Anspruch genommen. In „Blow Out“ werden zwei große Themen angerissen: Der Klimawandel und die Datenüberwachung durch die NSA. In beide Themen musste ich mich erst gründlich einlesen. Das Internet hilft dabei natürlich schon enorm weiter, allerdings muss man dabei aufpassen, dass man verlässliche Quellen findet. Die Frage nach dem „Hand und Fuß“ einer Information aus dem Internet ist deswegen völlig richtig und wichtig. Ich habe festgestellt, dass die wirklich interessanten und verlässlichen Informationen bei Google erst ab Seite 10 oder mehr der Suchergebnisse zu finden sind. Da stößt man dann schon mal auch auf Doktorarbeiten zu bestimmten Themen, die natürlich unglaublich fundiert sind.

9. Was dürfen wir in naher Zukunft von Ihnen erwarten?

Momentan schreibe ich an meinem zweiten Thriller, der jedoch in eine ganz andere Richtung gehen wird. Eine Fortsetzung von „Blow Out“ wird es nicht geben. Daneben arbeite ich, gemeinsam mit dem Club der fetten Dichter, an einer spannenden Mystery-Serie namens „The Wall“.

10. Kennen Sie das, eine Schreibblockade zu haben? Markus Heitz sagte mir mal bei einer Fragerunde im Rahmen einer Lesung, dass er immer schreiben könne und er so etwas gar nicht kennt.
Da stimme ich Markus Heitz zu. Ich bin der Meinung, dass es so etwas wie eine Schreibblockade nicht gibt. Wenn ich mit einer Story einmal nicht weiterkomme, dann meistens deswegen, weil etwas im Plot nicht stimmig ist – sprich, die Story ist noch nicht zu 100% durchdacht, bzw. vorbereitet. Oft hilft es schon, den Plot zu überdenken und zu korrigieren.

11. Haben Sie bestimmte Rituale, die eingehalten werden müssen bevor Sie mit dem Schreiben beginnen? Ein besonderer Platz? Besondere Musik, die Sie dabei hören? Stehen kleine Snacks bereit oder oder …
Nein, bestimmte Rituale habe ich keine. Früher konnte ich überall schreiben. Im Zug, im Café etc. Heute schreibe ich fast ausschließlich nur zuhause. Musik, Snacks, Getränke, das alles ist während des Schreibens nebensächlich, weil ich dabei sowieso die Zeit vergesse und alles andere ebenso ;)

12. Als Abschluss würde ich gerne von Ihnen wissen: Welche Tipps geben Sie denen, die selbst schreiben?
Eine gute Story alleine ist nichts ohne gute Charaktere. Und umgekehrt.





Rezension: "Blow Out" von Uwe Laub



Thriller
512 Seiten € 9,99 [D]
Erschienen: 13.09.13
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Inhaltsangabe (Quelle: Ullstein Verlag):
Der steigende Meeresspiegel der Nordsee. Eine junge Frau, die sieht, was niemand wissen darf. Vier tote Wissenschaftler auf einer einsamen Bohrinsel im Ozean. Und eine hochgeheime Akte.
 

Journalist Nick Schäfer dachte, das Schlimmste an diesem Herbst 2052 sei der rasant steigende Meeresspiegel der Nordsee und die Evakuierung seiner Mutter aus ihrem Heimatdorf. Doch dann kommt der Anruf seiner Exfreundin Emma. Sie ist in Todesangst. Hat sie wirklich Beweise dafür, wer hinter dieser verheerenden Umweltkatastrophe steckt? Ist deswegen jeder kritische Wissenschaftler auf ungeklärte Weise tödlich verunglückt? Und wie kann Nick Emma und sich vor ihren mächtigen Gegnern retten?
Meine Einschätzung: 
Was für ein Debütroman!
Noch immer bin cih dabei zur Ruhe zu kommen und meine Gedanken zu ordnen.
Dieser vorliegende Thriller ist einfach atemraubend und rasant bis zur letzten Seite.
Schon der Prolog raubte mir den Atem und ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Der Spannungsbogenwird über die mehr als 500 Seiten konstant aufrecht gehalten, ohne auch nur im entferntesten durch zu hängen oder langweilig zu werdem Im wahrsten Sinne des Wortes ein Pageturner!
Das der Roman in der Zukunft spielt merkt man gar nicht mehr. Wären die Jahreszahlen nicht, wär es mir nie aufgefallen!
Einmal angefangen konnte ich nicht eher aufhören bis ich durch war. 


Die Thematik, die Uwe Laub in seinem Roman anspricht ist derzeit so aktuell wie nie.
Treibhauseffekt, Polkappenschmelze und auch die Überwachung durch staatliche Behören (Big Brother is watching you, kommt mir da spontan in den Sinn) oder der Abhörskandal durch die NSA oder andere Behören - sind nur ein paar um sie zu nennen. Es war erschreckend zu sehen, wie einfach es sein kann überwacht zu werden. 

Und ich gestehe auch, dass ich gelegenlicht beim Lesen von "Blow Out" an Frank Schätzings "Der Schwarm" denken musste, wobei "Blow Out" und da vermag ich vielleicht hoch greifen, aber ich finde dieser vorliegende Thriller steht dem Schwarm in Nichts nach. Nur eben, dass er deutlich kürzer ist ;)
Alles was Uwe Laub beschreibt oder schreibt klingt schlüssig, nachvollziehbar und fundiert. Man merkt deutlich, dass der Autor sich ausführlich und intensiv mit der Thematik befasst hat. 


Der nächste Punkt, die Charaktere, wird etwas kürzer, denn hier war ich ziemlich zwiegespalten.
Einerseits mochte ich Nick sehr, er hat mehr an sich, als man glaubt und er wirkt nicht wie Journalisten, wie man sie sonst aus Büchern kennt.
Doch Emma ist ein ganz anderes Ding - sie mochte ich irgendwie nicht so besonders. Keine Frage sie scheint nett zu sein und so, aber jedesmal, wenn ich von ihr las dachte ich: "Zicke!" Manchmal fand ich ihre Art einfach nur sehr anstrengend und nervig. Aus jeder unbedachten Äußerung schien sie einen riesen Elefanten zu machen. Doch versteht mich nicht falsch, es gab auch Momente in denen sie mir durch aus sympathisch war.
Denn, wie Nick, will auch Emma für Gerechtigkeit sorgen und ist dazu bereit alles zu tun oder zu riskieren. 


Auch die Auflösung von Allem am Ende und jeder lose Faden wurde vom Autor am Ende zu einem Gesamtbild verknüpft. Ein schlüssiges Bild ohne viel Schnickschnack. 
So manche Wendung kam für mich dann doch überraschender, als erwartet!
Den Epilog fand ich wunderbar passend und irgendwie ironisch. 


Insgesamt ein starkes/grandioses Debüt.
Wenn Sie weiter solche Bücher wie "Blow Out" schreiben, dürfen wir noch großes von Ihnen erwarten!

Mein Fazit:
5 von 5 Sternen - stark und eine absolute Leseempfehlung von mir!



Freitag, 18. Oktober 2013

Rezension: "Ein delikater Liebesbrief" von Eloisa James



Ausgabe: kartoniert mit Klappe
Seiten: 432
Originaltitel: Fool for Love
ISBN: 978-3-8025-8671-2
9,99€ [DE]  |  10,30€ [AT] 
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Vielen Dank an den Egmont Lyx Verlag für dieses Lesevergnügen!

Inhaltsangabe (Quelle: Egmont Lyx):
Lady Henrietta darf keine Kinder bekommen und kann deshalb auch nicht auf einen Ehemann hoffen. Sie glaubt, sich mit ihrem einsamen Leben auf dem Land abgefunden zu haben – bis der attraktive Lord Simon Darby ihr Herz in Aufruhr versetzt. In einem leidenschaftlichen Liebesbrief, der nur für sie selbst bestimmt ist, schreibt Henrietta ihre Sehnsüchte nieder. Doch dann gerät der Brief in Umlauf …


Meine Einschätzung:
Vor einigen Monaten lasa ich Bd. 1 (Ein unerhörter Ehemann) dieser historischen Liebesroman Reihe auf engl. - A Duchess in Love - nun war Bd. 2 an der Reihe und dieser war nicht minder gut, romantisch und süß!

Doch ich muss auch gestehen, dass ich zu Beginn leichte Schwierigkeiten hatte in die Geschichte reinzukommen.
War diese Hürde jedoch erst einmal genommen, kam ich nicht mehr los von Simon und Henrietta.
Der Schreibstil entpuppte sich, wie bei anderen Büchern dieses Genres, als leicht, spritzig und flüssig zu lesen. Der Roman sprach zahlreiche Gefühle bei mir an: er war charmant, spannend, dramatisch, romantisch und witzig mit gelegentlichen Lachern - es passte einfach alles!

Bei den Charakteren gab es ein Wiedersehen/lesen mit alten Bekannten, doch da der Fokus auf Simon und Henrietta lag war dieses eher kurzer Natur.
Auf den ersten Blick wusste man das Henrietta und Simon zusammen passten, wie Ying und Yang - ich kann nicht entscheiden, wen ich lieber mochte. In beiden, so wird einem rasch klar, steckt mehr, als man auf den ersten Blick vermutet. Henrietta ist aufopferungsvoll und liebevoll. Simon familiäre veranlagt, als er selbst glaubt.


Mit kleineren Schwierigkeiten (wie sie schon zu erwarten sind) finden die Beiden zueinander und erleben ihr "Happily ever After" - wobei dieses "Mensch - reißt - euch - zusammen - Gefühl" ausblieb. 

Nichts desto trotz fand ich mich wunderbar unterhalten und dieser Roman war genau die richtige Lektüre, die ich nach einem Thriller brauchte.
Ich kann eine klare Empfehlung an Fans dieser Art Roman aussprechen. Und seien wir ehrlich: Die Cover von Egmont Lyx für historische Liebesromane sind längst nicht so kitschig, wie man sie kennt - sie sind richtig süß, romantisch verspielt! Hut ab!

Mein Fazit:
Süß und romantisch - 4 Sterne.


Donnerstag, 17. Oktober 2013

Rezension: "Der Junge, der Träume schenkte" von Luca Di Fulvio



Bastei Lübbe
Taschenbuch, 783 Seiten
Ersterscheinung: 22.07.2011
ISBN: 978-3-404-16061-7

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Ich weiß nicht mehr durch wen oder was ich auf das Buch aufmerksam wurde, aber isch sagen: 1000 Dank!!

Inhaltsangabe (Quelle: Bastei Lübbe):
New York, 1909. Aus einem transatlantischen Frachter steigt eine junge Frau mit ihrem Sohn Natale. Sie kommen aus dem tiefsten Süden Italiens - mit dem Traum von einem besseren Leben in Amerika. Doch in der von Armut, Elend und Kriminalität gezeichneten Lower East Side gelten die gnadenlosen Gesetze der Gangs. Nur wer über ausreichend Robustheit und Durchsetzungskraft verfügt, kann sich hier behaupten. So wie der junge Natale, dem überdies ein besonderes Charisma zu eigen ist, mit dem er die Menschen zu verzaubern vermag ...

Meine Einschätzung:
Dieser Roman aus der Feder von LdF ist einfach grandios. Ich bin froh, dass ich diesen AUßERGEWÖHNLICHEN Roman lesen durfte und die Stunden, die ich mit Lesen verbrachte waren es wert. Mehr als das!!!

Der Schreibstil des Autors war bildreich, deteilreich und entspannend. Man konnte sich regelrecht einlullen lassen. Er lässt das Bild "New York City" der 10er und 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts vor meinem inneren Augen erstehen - mit seinen Licht und Schattenseiten.
Man bekommt das Gefühl dort zu sein - bei den Reichen, doch vor allem bei den Armen in der Lowe East Side. Man bekommt einen Einblick darin, wie hart die einfdache Bevölkerung arbeiten mussten und welche Entbehrungen sie hinnehmen mussten, um zu überleben.
Man bekommt einen Einblick in das Gangster Dasein und erkennt, dass nicht alle durchweg schlecht und böse waren. Und das einige auch Gutes tun, wenn auch nicht immer ganz legal.

Dies führt mich zu den Charakteren des Romans, die so vielschichtig waren und so echt.
Da war Cetta, die als junges Mädchen vergewaltigt wurde und später Natale gebar - den Jungen, der Träume schenkte. Trotz widrigster Umstände schafft es das Mäödchen ihrem Sohn eine Zukunft zu geben und ihn seine Träume verwirklichen.
Dann ist da Natale selbst, später Christmas, der in der Lowe East Side vor der Zeit erwachsen und reif werden muss. Mitten unter Gangstern und Möchtergerns wächst er auf und wandert auf schmalem Grat zwischen Legalität und Illegalität. Die ganze Zeit über fragt man sich, wie Christmas Leben verlaufen wird ...
Und natürlich ist da Ruth, das jüdische Mädchen. Ein reiches, wenn auch naives Mädchen erfährt auf schreckliche Weise wie hart das Leben sein kann und muss ihren Weg zurück ans Licht finden.
Es gibt noch mehr Charaktere, die erwähnenswert sind, doch ich fürchte, der Platz reicht mir nicht. Doch sie alle, sind so real, wie du und ich.

Ach, es gibt noch soviel mehr über das Buch zu sagen, aber red ich da. Lest es selbst!! Der Roman ist einfach ein MUST READ. Es ist ein Buch, dass zum Nachdenken anregt und noch lange in deinem Inneren nachhallt. Hat man einmal mit dem Buch angefangen, kommt man nicht mehr davon los. Man muss einfach erfahren, was der Roman für die einzelnen Charaktere bereithält. Und das Lesen selbst war ein wahrer Genuss. Zögert nicht zu lange mit dem Lesen.

Das Buch macht mir als Leserin klar, dass Träume nicht nur Träume sein müssen. Glaubt man an sich und seine Träume können sie wahr werden und man selbst kann alles erreichen.
Mögen die Umstände noch so schlecht sein, vergiss aber nie an dich zu glauben.
S. 772:
"Das ist Christ Luminita. Der hat es geschafft, hier raus zu kommen. Er ist reich.
...
"Glaubst du etwa, aus dem wäre etwas geworden, wenn er Blödsinn erzählt hätte?", setzte der Vater hinzu und schloss das Fenster.

Mein Fazit:
Ein Must Read - und so atemberaubend grandios!

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Mittwochsgeflüster: "philosophieren" über Bücher ...


Hallo ihr Lieben!



Durch das Gespräch mit meiner sehr guten und lieben Freundin Bine, bin ich auf die Idee gekommen meine dieswöchiges Mittwochsgeflüster einer besonderen Art Bücher zu widmen. 
Ihr erratet NIE (hoffe ich zumindest!) welches Genre ich meine - ihr dürft gespannt sein ...

Wer kennt sie nicht: Schundromane von Autorinnen wie Johanna Lindsey, Emma Wildes, Celeste Bradley, Amanda Quick und Co. Doch eigentlich ist ja die offizielle Verlagsbezeichnung für die Bücher "HISTORISCHE LIEBESROMANE".

Wir alle kennen sie, doch bekennen wir uns auch offen zu ihnen?
Plaudern wir mit unseren Freundinnen (die ebenso buchnärrisch sind, wie man selbst) über diese Art Bücher?

Ich weiß es nicht, wie ihr das handhabt, aber ich plaudere darüber. Ich stehe zu meiner Vorliebe für "diese Art Buch"

Ich erinnere mich noch gut daran, wie meine Mama früher (heute auch noch) im Wohnzimmer saß und wieder mal einen Lindsey in der Hand hielt. Damals als Teenager fand ich es toooootal peinlich, dass meine Mama solche Bücher liest. Vor allem die Cover waren zum brechen grotesk - kein lebender Mann sieht so aus!
Als ich später dann auf ein Mädchen Gymnasium ging (ist ja nun auch 10 Jahre her) hatte ich eine Mitschülerin - Esther - die ich einmal dabei "erwischte" wie sie "so" ein Buch las. So richtig verstand ich nicht, warum sie - intelligent und bodenständig und etwas crazy - diese Art Bücher liest. Ich kann mich nicht mehr an den Titel erinnern, nur noch daran, dass das Cover schrecklich kitschig und überzogen war.


Wir unterhielten uns kurz über das Buch und ich weiß noch, wie sie den Roman bezeichnete: "Das ist Trivialliteratur. Da kann man nichts drauß lernen, aber es ist gut zu lesen für Zwischendurch."
Als Teenager konnte ich mit diesen Büchern nichts anfangen, doch inzwischen kann ich verstehen warum Frauen (vielleicht auch Männer *kicher*) zu einem historischen Roman greifen.

Krimis und  Thriller, Fantasy und historische Romane sind ja alle gut und schön, doch gerade dann wenn ich einen brutalen und blutigen Krimi/Thriller gelesen habe oder einen anspruchsvollen Fantasyroman brauche ich etwas leichtes oder seichtes. Und ganz ehrlich, da ist ein historischer Liebesroman genau das Richtige.
Mit einem ständigen Schmunzeln sitze ich dann da und möchte die Protagonisten ob ihrer Sturheit einfach nur schütteln und auch die Augen bleiben selten trocken. Balsam für die Seele sind diese Bücher da für mich. 

Sie sind wunderbar zum Entspannen und Abschalten und haben einen gewissen Unterhaltungswert, wie ich finde - immer mal wieder geht mein Griff zu einem dieser Bücher, gerade dann wenn ich einen brutalen Krimi oder einen tollen Fantasy Roman gelesen habe.
Da ist so ein historischer Liebesroman genau richtig, um runter zu kommen? 

Inzwischen hat ja wirklich jeder Verlag solche Romane im Programm - Blanvalet, Egmont Lyx und viele mehr. Wobei die Cover nach wie vor (mehr oder weniger) kitschig und überzogen sind. 
Doch wir, die Fans und Liebhaber, wollen es ja nicht anders, oder? 

Doch wie steht ihr zu diesen "Schundromanen" oder Liebesromanen mit den halbnackten Tarzanen und den hilflosen Maiden auf den Covern?

Liebe Grüße

Lu

Rezension: "Gone Girl - Das perfekte Opfer" von Gillian Flynn


Roman

Hardcover

Preis € (D) 16,99 | € (A) 17,50 | SFR 24,50

ISBN: 978-3-502-10222-9
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Vielen Dank an CrimeThrill, bei denen ich das Buch gewonnen hatte!

Inhaltsangabe (Quelle: Fischer Verlage): 
„Was denkst du gerade, Amy?” Diese Frage habe ich ihr oft während unserer Ehe gestellt. Ich glaube, das fragt man sich immer wieder: Was denkst du? Wie geht es dir? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt?
Genau diese Fragen stellt sich Nick Dunne am Morgen seines fünften Hochzeitstages, dem Morgen, an dem seine Frau Amy spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sogleich Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Er schwört, dass das nicht wahr ist. In seinem Computer findet die Polizei merkwürdige Hinweise. Er erhält sonderbare Anrufe. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy? 


Meine Einschätzung:
Im Vorfeld zu dem Buch habe ich sowohl viel Gutes, aber auch einiges schlechtes über das Buch gehört. Wie ich natürlich bin bilde ich mir gerne meine eigene Meinung.
Das tat ich in den vergangenen beiden Tagen.


Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und fesselnd zu lesen.
Man lernt Nick (durch seine Erinnerungen) und Amy (durch ihre Tagebucheinträge) kennen. Man erlebt, wie sie sich verändern und sich auch ihre Beziehung ändert.

Einmal abgetaucht in die Handlung kommt man nicht mehr davon los, denn man MUSS einfach wissen was Wahrheit ist und was Lüge und man wartet auch (mehr dazu weiter unten). 
Geschickt erzählt Gillian Flynn die Handlung aus Nicks und Amys Sicht, was wunderbare Einblicke in die Pysche und Gedankenwelt von Beiden gibt.
Lange ahnt man nicht, wo uns die Autorin hinführen will, doch dann kommt der Knall - bei einer Reihe hätte man DA sicher einen Cliffhänger draus gemacht. 

Der Spannungsbogen kann man als solchen leider nicht bezeichnen - die Handlung plätschert in meinen Augen dahin. Ich habe mich dabei erwischt wie ich warte und warte. Doch worauf wartet man eigentlich? Keine Ahnung, ich weiß es nicht. Mir fehlte irgendwie der Thrill und die Spannung. 
Sicher ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, denn ich dachte nur: Da muss doch noch was kommen.

Die Wendungen in der Handlung selbst sind nicht sonderlich überraschend oder kamen unerwartet auf den Tisch. Vieles habe ich fast schon erwartet, doch ich fand es toll, wie Amy nach und nach ihre Maske fallen lässt und Nick wieder zu dem "New Yorker Nick" wird.
Man weiß nicht, ob sie einem sympathisch sind oder nicht - man verhält sich ihnen gegenüber neutral und man hofft einfach nur, dass irgendwie irgendjemand seine gerechte Strafe bekommt.

Der Autorin gelingt es wunderbar den manipulativen Charaktere der Geschichte und der Charaktere herauszuarbeiten und die Perfidität mit der ein Plan über Monate/Jahre in die Tat umgesetzt wird, nur um jemanden leiden zu lassen, weil er/sie ihn/sie nicht mehr liebt oder etwas falsch gemacht hat.
Beide sind keine Heiligen und doch gibt es in dem Buch keinen Charakter bei dem ich sage: Ich mag dich.
Schade ... trotz allem ein guter Psychothriller.


Entschuldigt auch, wenn die Rezension unzulänglich ist, doch ich kann nicht viel sagen ohne einiges von der Handlung und dem Verlauf zu verraten - hoffe ihr habt da Verständnis dafür!

Mein Fazit:
3 Sterne - gekauft hätte ich es mir nicht - Gut das ich es gewonnen hab.



Dienstag, 15. Oktober 2013

Release Day Post: "Trust me" von Kristin Mayer

Mrs. Potter’s Book Publicity Services
Presents:
A Release Day Post
For:


TRUST ME
By: Kristin Mayer


Book Description:
After the loss of her parents, Allison Scott spent the past year of her life being emotionally disconnected, and afraid of the loss that comes from loving someone.

Allison is finally ready to find the person she used to be when she embarks on her getaway vacation to Miami. In Miami, she meets Damien Wales—a man who will stop at nothing to make Allison his—in every way possible.

Being heavily pursued by Damien, forces Allison to decide whether or not to open herself up again. Her attraction to him is undeniable, and she finds herself being brought back to life by the mere presence of him. But does she truly know enough about Damien to let herself be open for that kind of pain again?

Damien's tragic past has left him a cold and distant person. However, the moment he sees Allison, he's inexplicably drawn to her. She brings out a side in him that he thought was lost forever.

Damien’s dark past starts to collide with the present in a way he never thought possible. He's now forced to do everything he can to keep Allison in his life as she learns about his past.

Will both Damien and Allison be able to put aside their pasts and learn to trust each other?

 

Add “Trust Me” to your Goodreads TBR list: http://www.goodreads.com/book/show/18074919-trust-me

Purchase Links:


Author Bio:
Kristin Mayer is a wife, a proud mother, and a full-time Analyst and Import Manager. Since an early age, she has always enjoyed reading and writing. While visiting her father one weekend, he suggested that she should take up writing again. With family and a career, she didn’t give it a lot of thought, until a story entered her mind and wouldn’t leave. It just kept forming and developing over a couple of months.
At the beginning of 2013, she decided to sit down and write it all down, but she kept it to herself. One sentence developed into two, and before she knew it, she had the makings of a novel.
Kristin tries to live life to the fullest during every moment. She loves to travel and meet new people. She holds a degree in International Business and uses it daily in her job. Kristin now adds “author” on her list of jobs, and feels very blessed and thankful.



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