Montag, 13. Januar 2014

Rezension: "Die Auslese - Nur die Besten überleben" von Joelle Charbonneau


http://www.randomhouse.de/Buch/Die-Auslese-Nur-die-Besten-ueberleben-Roman/Joelle-Charbonneau/e417475.rhd
Deutsche Erstausgabe Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-7645-3117-1 € 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 24,50* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Penhaligon

Erscheinungstermin: 26. August 2013
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Inhaltsangabe (Quelle: Penhaligon):
Nach den verheerenden Fehlern der Vergangenheit war sich die Gesellschaft einig, dass nur noch die Besten politische Macht ausüben dürfen. Von nun an sollten die Psychologen darüber urteilen, in wessen Händen die Zukunft des Landes liegen sollte. So entstand die Auslese.

Cia ist sechzehn und damit eine der Jüngsten, die zu den Prüfungen antreten, die darüber entscheiden, ob man für ein Amt geeignet ist. Zunächst ist sie von Stolz erfüllt – bis die erste Kandidatin stirbt! Jetzt breitet sich Angst aus, und Cia erkennt: Nur die Besten überleben … Dich erwarten Gefahr, Liebe - und nackte Angst!


 
Meine Einschätzung: 
Nach langem Hin und Her und langen Gesprächen mit meinem Mann in dem ich ihm von dem Buch erzählte rang ich mich dazu durch diese Rezension nun doch zu schreiben. 

Im Grunde weiß ich gar nicht so recht, wie und vor allem wo ich anfangen soll. 
Durch den Hype, der um das Buch gemacht wurde und den doch recht interessanten Klappentext, wurde ich auf das Buch neugierig.
Seit "Die Tribute von Panem" Trilogie scheinen Dystopien aus dem Boden zu sprießen, wie Unkraut und jeder scheint ein Stück vom Kuchen ab bekommen zu wollen.
Doch ich beginne abzuschweifen, denn ich merke, wie ich mich davor drücken will eine Rezension zu schreiben.
Eine Rezension zu diesem Roman fällt mir sehr schwer, immerhin bin ich mit einer gewissen Erwartung an das Buch heran gegangen und wurde bitter enttäuscht.

Es fängt schon damit an, dass ich mich stark an "Panem" und "Die Bestimmung" erinnert fühlte. Statt Distrikten/Fraktionen gibt es Kolonien, die von einem zentralen Punkt aus verwaltet wird.
Durch farbige Kleidung wird der Status deutlich gemacht (rot für die Erwachsenen, soweit ich das verstanden habe). Doch im Vergleich zu "Panem" und "Die Bestimmung", wird in "Die Auslese" nicht klar wieso die Welt entstanden ist, wie sie nun ist. Man liest immer nur von den Sieben Stadien des Krieges und was passierte, aber wieso es passierte keine Ahnung.
Nach dem Ende von Bd. 1 habe ich noch immer keine grob umrissene Konturen für die Welt, das System und die Menschen, in Cias Welt.

Doch damit hört es ja nicht auf - im Gegenteil.
Der Schreibstil der Autorin berührte mich nicht und holte mich nicht ab. Vieles wurde nüchtern erzählt und wirkte einfach nur wie eine Aneinandereihung von Geschehnissen in und um Cia herum. Es liest sich wie ein Reisebericht mit den nüchternsten Fakten - aufstehen, frühstücken, getestet werden - Pause- getestet werden, abend essen, schlafen gehen.
Mehr war da nicht - kurze Interaktion mit anderen Charakteren und gut ist.
Da war nichts - ich konnte auch nicht wirklich eine Beziehung zu irgendeinem der Charaktere aufbauen. Schwierig hier.
Sicher, ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, was einzig daran lag, dass ich noch immer hoffte, dass irgendwie die Spannung und die Gefühle doch noch ins Spiel kommen.
Aber ich wurde auch hier wieder enttäuscht: es blieb steril.

Die Charaktere kannte ich nach über 400 Seiten immer noch nicht und ich stellte mir im Verlauf des Lesens immer wieder die Frage: Was kann Cia nicht? Sie ist intelligent, stark, kann Fallen stellen, Schießen und trifft in 3 von 4 Fällen immer ins Schwarze - es schien nichts zu geben was sie nicht kann.
Dann ist da Tomas - wer ist er? Der Sohn eines Mannes der Bewässerungsanlagen baut. Doch wer ist ER? Er scheint gar nichts auf die Reihe zu bekommen, scheint einigermaßen intelligent zu sein und doch ... etwas muss er doch haben, dass ihn zur Auslese bestimmte?

Komisch irgendwie das Buch.
Als ich nach Beenden des Buches einige Rezensionen auf Amazon las sprach mir eine Rezensentin deutlich aus dem Herzen. Bei einem Gespräch mit meinenm Mann darüber wurden mir die Defizite noch deutlicher.

Ach ich will auch nicht weiter ins Detail gehen. Das Buch konnte mich leider nicht von sich überzeugen und ich kann es leider nicht ändern.
Ob ich weiter lesen werde, nur um zu sehen, ob die Handlung und der Schreibstil besser werden? Keine Ahnung - vielleicht, ich weiß es nicht.

Allen Anderen, die das Buch noch vor sich haben, denen sage ich: Verzagt nicht. Versucht das Buch und urteilt selbst.

Mein Fazit:
2 Sterne für den Guten Willen ...

Kommentare:

  1. Huhu,
    ich hab das Buch auch auf meiner Wunschliste wegen den ganzen guten Rezis und auch, weil viele es ja zu ihren Jahreshighligts 2013 gezählt haben.

    Ich find deine Rezi aber echt gut, man merkt das du dich miot dem Buch auseinandergesetzt hast außerdem find ich es auch immer ganz schön mal etwas kritischere Rezis zu lesen.

    Dystopien mag ich zwar, finde es aber auch schön, wenn auch erklärt wird warum und weshalb die Menschen nun so leben wies im Buch beschrieben wird. Das find ich schon mal ziemlich schlecht wenn darauf nicht genauer eingegangen wird. Und dann auch noch eine überperfekte Protagonistin? eieiei...

    Aber ich werde das Buch sicherlich irgendwann mal lesen und mir meine Meinung bilden. Aber vielen Dank für die Rezi ich finds super, dass du dich dazu geäußert hast :)

    LG ♥

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  2. Hi Lu,

    obwohl mich deine rezi echt amüsiert hat, finde ich es ein bisschen schade, dass dir das Buch nicht gefallen hat. Ich fand es ziemlich gut =). gewisse Parallelen sind vielleicht nicht von der Hand zu weisen, aber das ist ja bei Dystopien generell der Fall.
    Ich hoffe auf ein paar mehr Hintergrundinfos im Folgeband, schauen wir mal =)

    LG
    Anja

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  3. Ich lese das Buch gerade und bin nach deiner Rezi unsicher ob es sich lohnt das Buch weiter zu lesen. Aber bisher gefällt es mir gut, also werde ich mein bestes geben ;)

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  4. Waaaaaaaaaaaaah xD Böse Mella :'D Schade., dass es dir nicht so gefallen hat :)

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