Dienstag, 7. Januar 2014

Rezension: "Grave Mercy - Die Novizin des Todes" von Robin LaFevers


Deutsche Erstausgabe
Ab 12 Jahren
Taschenbuch, Klappenbroschur, 544 Seiten, 13,5 x 20,6 cm ISBN: 978-3-570-40156-9 € 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: cbj
Erscheinungstermin: 10. September 2012

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Der Wahnsinn!!!

Inhaltsangabe (Quelle cbj Verlag):

Die 17-jährige Ismae flüchtet vor einer Zwangsheirat und findet Zuflucht im Kloster von St. Mortain, wo die Schwestern noch den alten Gottheiten dienen. Doch um selbst ein neues Leben beginnen zu können, muss sie das Leben anderer zerstören: Der Gott des Todes hat ein Schicksal als Auftragsmörderin für sie vorgesehen …
Ismaes erster Auftrag führt sie an den Hof der bretonischen Herzogin, wo sie mit einem unlösbaren Gewissenskonflikt konfrontiert wird: Wie kann sie den Auftrag des Todes ausführen, wenn das Opfer ihr Herz gestohlen hat? 


Meine Einschätzung: Schon seit einigen Monaten geistert der Roman durch meinen Kopf und durch meine Wunschliste - doch es sollte bis zum vergangenen Wochenende dauern bis ich die Muse fand es zu lesen.

Selten kommt es vor, dass ich Bücher lese, die mich bis in den Schlaf verfolgen und mir diesen rauben. Doch "Grave Mercy" hat es geschaffte.

Der detaillierte und fast bildgewaltige Schreibstil zogen mich unaufhaltsam in seinen Bann und ich kam nur schwer von dem Roman los. Und trotz seiner fast 550 Seiten ist der Roman zu keinem Zeitpunkt langweilig oder langatmig.
Die historischen Komponenten (der Kampf um das Herzogtum Bretagne) gefiel mir sehr gut und fügte sich geschmeidig zu einem Gesamtbild mit der Fantasy zusammen.

Die Charaktere haben sehr viel mehr Tiefgang, als man auf den ersten Blick zu glauben scheint. Mit geschickten Zügen schmiedet die Autorin ihre Handlung und überrascht so mehr al einmal bei zahlreichen Ereignissen oder Wendungen.
Selbst die zarten aufkeimenden Gefühle zwischen Ismae und Gavriel entwickeln, wie sie sich entwickeln sollen. Beide wehren sich gegen diese Gefühle und nichts wirkt auch nur einen moment gekünstelt oder erzwungen. Es war einfach das natürlichste, was passieren konnte - sich verlieben! Bei beiden kann man den inneren Kampf förmlich am eigenen Leib spüren und man schließt sie von dem ersten Moment an ins Herz.
Ismae will nicht lieben, sondern stark und unabhängig sein und doch kommt sich nicht davon los. Und auch Gavriel ist ein ernster Typ, der nur seine Pflicht vor Augen hat. Dennoch kann man bei den Beiden sehen, dass sie so viel mehr sind als nur ihre Pflichten und Gelübde - man erkennt, was sie nicht erkennen wollen: Das sie sich ähnlicher sind, als sie denken.

Und auch sonst sind viele sympathische und liebgewonnene Charaktere dabei, bei denen es mich traurig stimmte, dass sie es nicht in Bd. 2 geschafft haben, die mich aber auch sehr überrascht haben.


Ich weiß schon jetzt, dass ich Bd. 2 ganz bald lesen werde und gespannt bin, was noch so alles passiert.

Mein Fazit:

5 Sterne für einen bildgewaltigen Trilogieauftakt!

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