Montag, 17. Februar 2014

Blogtour Stop #4: "Kissing" von Katrin Bongard

So ihr Lieben, 

wie bereits gestern angekündigt macht heute die Blogtour zu Katrin Bongards "Kissing" halt bei mir und ich habe mir etwas ganz besonderes einfallen lassen.
Wer meine Rezension noch nicht gelesen hat, der kann dies HIER nach holen.
Ansonsten hoffe ich, dass euch gefallen wird ... 

Vorher werde ich euch aber auch noch einmal an das Gewinnspiel zur Blogtour erinnern. Folgendes gibt es zu gewinnen: 


Einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen und ihr landet im Lostopf. Also hopp hopp :)

Doch nun zu meinem Beitrag zur Blogtour. 
Als ich das Buch vor einigen Tagen beendet hatte wurde ich auf der Suche nach einem Thema für die Blogtour gefragt was mir als erstes einfallen würde, wenn ich an das Buch denke.
Sofort fiel mir folgendes ein: Mein erster Liebeskummer ... hört sich jetzt im ersten Moment nicht spannend oder interessant an, doch damals zerriss es mich fast vor Schmerzen. In den folgenden Sätzen werde ich einen besonders Erlebnis aus meinem Leben mit euch teilen. Also lehnt euch zurück und lest selbst ...
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Mein erster Liebeskummer

Viele Menschen verlieben sich im Frühling, da in dieser Zeit alles neues Leben eingehaucht bekommt. Doch ich verliebte mich im Winter, der tristesten Jahreszeit überhaupt und doch erlebte ich in dieser Zeit die bis dato schönsten Momente in meinem Erwachsenenleben.

Das alles ist jetzt fast 10 Jahre her und doch sind die Erinnerung an jene Wochen und Monate noch immer frisch. Ich erinnere mich daran, wie ich ihn kennenlernte meinen ganz persönlichen GI. Sein Name war Doyle Chapman Jr. und der Name gefiel mir so gar nicht. Mit der Zeit bürgerte sich mein Kosename für ihn ein: Juni. Es ist nichts besonderes, doch er beschwerte sich nie.

Wir waren für einige wenige Wochen und Monate sehr glücklich. Wir verbrachten fast jedes Wochenende miteinander und genossen die Zeit miteiander. Es sollte sich als etwas ganz besonderes für mich entwickeln. Obwohl ich es ihm nie sagte, so spürte ich es in meinem Herzen, dass ich mich verliebt hatte - bis über beide Ohren. 
Ich erinnere mich noch daran, wie er mir an Weihnachten 2004 eine Kette um den Hals legte und in mein Ohr flüsterte: "Es gibt drei Dinge wegen denen ich nach Deutschland zurück kommen muss, eines davon bist du!"
Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie ich mich in diesem Moment fühlte.

Doch dann kam der Tag, der alles veränderte. 
Ich hab es nicht kommen sehen und selbst wenn häte ich es nicht wahrgenommen, denn ich trug nach wie vor die rosarote Brille ...
Es war ein Montag, ich war 21 Jahre alt und meine Liebe und meine Hoffnungen und Träume mit ihm zerplatzten wie eine Seifenblase.
Im Nachhinein weiß ich, dass er ein feiger Hund war, doch damals wusste ich es nicht besser. Den ganzen Tag über hörte ich nichts von ihm, obwohl wir uns am Tag vorher noch gesehen, gesprochen und gespürt hatten ... ich hatte Angst davor, dass ihm was geschehen war. Und ja es war etwas geschehen oder vielmehr jemand.
Seine ExFrau setzte ihm die Pistole auf die Brust: Entweder er macht Schluss mit mir oder er sieht seinen Sohn nie wieder.
(heute bezweifele ich, dass es solch eine Drohung je gab!)
Er entschied sich gegen mich und folgende Worte schickte er mir in einer eMail: "Wir hatten eine schöne Zeit miteinander. Doch ich habe lange mit meiner Ex gesprochen und wir empfinden noch etwas füreinander. Das war´s."

Mehr stand da nicht. Keine Erklärung nichts ... nach dem Lesen dieser wenigen Worte zerbrach etwas in mir - ich begann zu weinen und konnte nicht mehr aufhören. Drei Tage und drei Nächte aß und trank ich nichts. Ich wollte sterben. Was sich heute pathetisch liest, war damals die schrecklichste Zeit für mich ... bei jedem "Mella, wie geht es dir?" brach ich in Tränen auch.
Ich hatte sogar einen Soundtrack meines Liebeskummers "Fool Again" von Westlife begleitete mich durch diese dunkele Zeit ... ein Lied, ein Geruch, eine Frage - kleine Gesten brachten die Mauer, die ich um mich herum errichtete zum Einsturz und ich war ein Häufchen Elend.

Mit der Zeit ich rappelte mich wieder auf. Mehr als ein Jahr brauchte ich, um über ihn hinweg zu kommen und inzwischen erinnere ich mich gerne und mit bittersüßen Gedanken an meine Zeit mit Juni. Er war vielleicht meine erste Liebe, doch meine große Liebe lernte ich später kennen.

Inzwischen sind mein Mann und ich seit fast sechs Jahren verheiratet und haben einen gemeinsamen Sohn. Er ist meine große Liebe und wird es immer sein. Dafür danke ich Juni, dass er mich "frei gab", denn so wäre mir wahre Liebe verwährt gewesen.

Und allen Frauen und Mädchen, die glauben an Liebeskummer zu zergehen denen kann ich mit Bestimmtheit sagen: Zeit heilt nicht alle Wunden, aber mit der Zeit vergehen die Schmerzen bis sie nur noch an bestimmten Tagen "schmerzen". Liebe kommt meist dann, wenn ihr sie am Wenigsten erwartet und an Orten, an denen ihr sie am wenigsten vermutet - mich traf sie wie ein Blitz ...

Lu

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Ich hoffe euch haben meine kleine Geschichte und meine Gedanken zum Liebeskummer etwas gefallen. Es ist keine Meisterleistung des Schreibens, doch ich hoffe ich konnte euch meine Stimmung vermitteln.

Eure Lu

Ps: Morgen geht es auf KaSa´s Buchfinder weiter mit der Tour!



Kommentare:

  1. Hallo

    das ist wirklich ein toller Beitrag. Ich finde es auch sehr mutig von dir, dass du darüber schreibst.

    Aber wie du schon schreibst, oft muss man erst leiden, um dann das große Glück erfahren zu dürfen.

    Viele Grüße

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  2. Hallo Lu,

    das ist aber ein schöner und sehr emotionaler Beitrag! ich finde es toll, dass du uns davon erzählst!

    LG Desiree

    P.S.: Ich möchte NICHT in den Lostopf hüpfen ;-)

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  3. Hallo,
    die Sache mit der Liebe, die nie dann kommt, wenn man sie erwartet, kenne ich auch, ich glaube, erst dann ist man einfach auch wirklich offen dafür.
    LIebe Grüße,
    IraWira(LB)

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  4. Tja, Liebeskummer ist keine schöne Sache, aber wohl jeder hat ihn schon erlebt. Und an die erste große Liebe wird man sich wohl immer erinnern - auch ich. Aber zum Glück kann ich mich an eine schöne gemeinsame Zeit erinnern.

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

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  5. Hi Mella,
    wow das ist ja mal eine emotionale Story zum Thema Liebeskummer. Schande, über alle Männer, die verheiratet sind und etwas mit anderen Frauen anfangen. Und schön, dass du jetzt darauf zurückblicken kannst, ohne Groll, finde ich gut. Gruß! Randy

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  6. Hallo meine Liebe,
    ein sehr schöner und emotionaler Text.
    Manchmal ist es eben der Zweite "Blick" der einem das "für immer" öffnet.

    Liebste Grüße
    Nicole

    e-Mail: info@buchstaben-junkie.de

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  7. Hey,
    ein sehr schöner Text..
    Gerne hüpfe ich in den Lostopf,
    liebe Grüße
    Judith

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  8. Das hast Du sehr schön rübergebracht. Ich hüpfe auch gerne noch mit in den Lostopf.
    LG von Elke

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