Mittwoch, 26. Februar 2014

Rezension: "Das Bild der Erinnerung" von Micaela Jary

Roman
Originalausgabe

Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten, 12,5 x 18,7 cmISBN: 978-3-442-47885-9
€ 9,99 [D]
| € 10,30 [A] | CHF 14,90* (* empf. VK-Preis)  

Verlag: Goldmann
Erscheinungstermin: 16. September 2013

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Vielen lieben Dank an die Autorin, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Inhaltsangabe (Quelle Goldmann Verlag):

Einem Münchner Auktionshaus wird ein Bild des berühmten impressionistischen Malers Leo Reichenstein angeboten, das 70 Jahre als verschollen galt. Die junge Kunsthistorikerin Anna Falkenberg hat Zweifel an der Echtheit des Gemäldes. Ihre Nachforschungen führen sie zur Galerie Richardson in London. Der attraktive Oliver Richardson, der die Galerie leitet, rät Anna, sich an seinen Großvater Henry zu wenden. Oliver begleitet Anna auf ihrer Reise an die wildromantische Küste Cornwalls. Doch als Anna mit Henry Richardson spricht, ist sie zutiefst irritiert. Denn die Geschichte des Bildes führt in das besetzte Berlin der Nachkriegszeit zurück und scheint eng mit ihrer eigenen Geschichte verbunden zu sein.

Meine Einschätzung:
Es ist schon ein paar Wochen her, dass ich diesen Roman aus der Feder von Micaela Jary gelesen habe. Und doch ist alles, die Erinnerung und die Eindrücke, die mich das Buch erleben ließ, noch sehr präsent.
Ich erinnere mich noch an den Tag, an dem ich mich zwischen zwei Bücher - die gelesen werden mussten - entscheiden musste. Nachdem ich in den Prolog zu "Das Bild der Erinnerung" nur reinlesen wollte, wurde nach nur wenigen Sätzen klar: Ich kann es nicht mehr aus der Hand legen.

Tja und was wollt ihr jetzt hören? Ein Tag, ein Abend und das Buch war gelesen , geradezu verschlungen habe ich es.
Grandios!
Der Schreibstil der Autorin war leicht und flüssig zu lesen. Micaela Jary gelingt es wunderbar und geschickt die Gefühle der Menschen (der Sieger und Verlierer in der Nachkriegszeit) wider zu geben und auch die Atmosphäre jener Zeit einzufangen. 

Dies gelang ihr so gut, dass ich mir wünschte mit meinen Großeltern über jene Zeit reden zu können. Selbst als das Buchg gelesen war hallte es in mir nach und ließ mich nicht zur Ruhe kommen - im positiven Sinn.

Die Handlung selbst ist spannend, interessant und detailreich und gefühlvoll. Es wurde zu keiner Ziet auch nur einmal langweilig oder langatmig - wie Seide floss die Geschichte dahin und schloss mich in ihren Bann. Geschickt wirft die Autorin Köder aus, die mich Vermutungen über die Paarkonstellationen anstellen ließ, nur um mich dann positiv überraschen zu lassen.
Ich war begeistert und gerührt von den Wendungen in den Ereignissen.

Bei den Charakteren liebte ich sie alle und wünschte mir für alle ein Happy End. Das Zusammenfügen der diversen Fäden gelang der Autorin fast im Hand umdrehen und wirkte wie nebenbei gemacht. Man erfährt was alle nach der Zeit in Berlin erlebten und doch fehlt einiges - zumindest so mein Gefühl. Ich will mehr erfahren! WIe geht es mit Oliver und Anna weiter? Was muss Fee noch alles erledigen? Fragen über Fragen.

Doch alles in Allem ein wunderbarer, wunderschöner und gefühlvoller Roman in der Nachkriegszeit!

Mein Fazit:
5 Sterne und mein Lesehighlight im Januar 2014!

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