Mittwoch, 30. April 2014

Angelika Monkberg antwortet ...

Guten Morgen ihr Lieben,

es ist schon eine Weile her, dass ich euch ein Autoreninterview bieten konnte, doch heute ist es endlich wieder soweit. Heute im Gepäck habe ich die Antworten von Angelika Monkberg. Einigen kommt der Name vielleicht bekannt vor, denn sie ist die Autorin von "Drache und Phönix", der eBookSerie, die bei dotbooks erscheint.


Doch zuvor ein bissl was über die Autorin (Quelle dotbooks.de):


Angelika Monkberg, geboren 1955, lebt in Franken. Sie arbeitet im öffentlichen Dienst. Daneben schreibt sie Kurzgeschichten und Romane – wenn sie nicht zeichnet oder malt. In beiden Bereichen gilt ihr Interesse vor allem dem Phantastischen.

Bei dotbooks erscheint Angelika Monkbergs Fantasy-Epos DRACHE UND PHÖNIX mit den Einzelbänden

Die historische Fantasy-Saga DRACHE UND PHÖNIX umfasst folgende Bände:

Erster Roman: Goldene Federn
Zweiter Roman: Goldene Kuppeln
Dritter Roman: Goldene Spuren
Vierter Roman: Goldene Asche (erscheint April 2014)
Fünfter Roman: Goldene Jagd (erscheint Juni 2014)
Sechster Roman: Goldene Lichter (erscheint August 2014)
Siebter Roman: Goldene Ewigkeit (erscheint Oktober 2014)

Angelika Monkberg im Internet: www.facebook.com/1AngelikaMonkberg


Und hier nun auch endlich das heißersehnte (hoffe ich zumindest) Interview mit der Autorin. Ich hoffe ihr habt beim Lesen ebenso viel Spaß, wie ich ich beim Stellen der Fragen.

Das Interview:

1. Was hat Sie zum Schreiben gebracht? Haben Sie schon immer geschrieben oder kam es plötzlich, wie aus dem Nichts und Sie haben sich gesagt: Heute will ich mal versuchen einen Roman zu schreiben? 
  
Ich habe meine allerersten Geschichten geschrieben, als ich in der Schule schreiben lernte. Und sogar davor schon habe ich mir welche ausgedacht. Den ersten Roman schrieb ich mit dreizehn oder vierzehn. Aber ich habe mir sehr, sehr lange erfolgreich eingeredet, dass ich „nur so“ schreibe.

2. Wer oder was inspiriert Sie? Wo nehmen Sie ihre Ideen her?
 
Das ist sehr vielfältig. Ich lese sehr viel, und ich bin als Malerin ein Augenmensch. Es kann sein, dass ich einen Spaziergang mache, und ein Kind mit einem Kastanienblatt spielen sehe, und buchstäblich Jahre später, kommt mir beim Schreiben diese Szene wieder in den Sinn, und das Kind spielt mit dem Blatt im aktuellen Roman.


3. Wenn Sie Zeit zum Lesen finden, was lesen Sie dann am liebsten? Bleiben Sie dem Genre treu in dem Sie selbst schreiben oder muss es was gänzlich anderes sein? 
 
Gut, ich lese im Augenblick zur Entspannung tatsächlich sehr viel Fantasy – man möchte ja auch wissen, was die anderen Autoren abliefern. Nein, das war ein Scherz. Es gibt so viele gute Bücher auf diesem Gebiet, dass mir sicher nie langweilig werden wird. Ich lese aber auch wahnsinnig gerne Sachbücher. Im Augenblick zum Beispiel gleich drei verschiedene über die Geschichte und Entwicklung von Las Vegas. Hochinteressant!

4. Was sind Ihre TOP 3 bei Büchern?
  
Der Meister und Margarita von Michail Bulgakow wird mein All-time Favorite bleiben, dieses Buch lese ich durchschnittlich einmal im Jahr
Jonathan Strange und Mr. Norrell von Susanna Clarke gehört ebenfalls dazu. Den Platz Drei müssen sich so viele Bücher und Autoren teilen, dass ich hier stellvertretend nur eine nenne: Kerrelyn Sparks mit ihren Vampiren.

5. Womit beschäftigen Sie sich, wenn Sie nicht gerade an versch. Projekten arbeiten? 

Wenn ich könnte, wie ich gerne möchte, würde ich vormittags im Garten arbeiten, nachmittags malen, nachts schreiben, und dazwischen etwas Nettes kochen. Im Augenblick läuft es auf Überleben hinaus, also kochen. 
 
6. Wieviel steckt von Ihnen und evtl. Personen aus ihrem Umfeld in ihren Charakteren? 
 
Ich denke, dass jeder Autor den eigenen Charakter und den seiner Freunde und Verwandten für die Entwicklung seiner Figuren plündert. Allerdings möchte ich zart anmerken, was ich neulich einer Freundin sagte: Verwechsle nie den Autor mit dem Roman.

7. Kennen Sie das, eine Schreibblockade zu haben? Markus Heitz sagte mir mal bei einer Fragerunde im Rahmen einer Lesung, dass er immer schreiben könne und er so etwas gar nicht kennt.

Toi, toi, toi! Nein, ich hatte noch nie eine Schreibblockade. Das liegt vielleicht daran, dass meine Phantasie quasi auf Autopilot läuft. Ich bin es seit frühester Kindheit so gewohnt, mir ununterbrochen Geschichten auszudenken, dass ich das nicht mehr abschalten kann. Alles, was ich schreibe, durchläuft lange Kopfarbeit. Ich weiß in der Regel schon auf Seite 1, wie die Geschichte aus Seite X endet. Das heißt aber nicht, dass ich sie dann nur mechanisch abschreiben müsste. Zwischen Idee und Ergebnis liegen viele Schritte.

8. Was dürfen wir in naher Zukunft von Ihnen erwarten?


Im Augenblick schreibe ich gerade an Teil 6 von Drache und Phönix; Teil 7 existiert wie oben beschrieben bisher nur in meinem Kopf. Danach steht eine längere Kurzgeschichte von etwa 80 Seiten Umfang auf meiner to-Do-Liste: Tatortreinigerin trifft Gestaltwandler. Ich habe einen Sidekick für Drache und Phönix im Kopf, und ich denke, ich werde mich aufraffen, und doch auf die Suche nach einem Verlag für eine Reihe von Science Fiction Romanen gehen, die ich während der langen Jahre geschrieben habe, als ich mir einredete, es sei nur für mich und meine Schublade.

9. Welche Tipps geben Sie denen, die selbst schreiben?

Ein Zen-Meister sagte einmal: Es gibt keine Geheimnisse. Schreiben lernt man durch Schreiben. Natürlich sind Lesen und Zuhören Sekundärtugenden, aber die Quintessenz ist einfach, man muss es tun. Schreiben, und immer wieder schreiben. Talent und Phantasie helfen, aber im Großen und Ganzen ist Schreiben eine Frage täglicher Übung. 

10. Haben Sie bestimmte Rituale, die eingehalten werden müssen bevor Sie mit dem Schreiben beginnen? Ein besonderer Platz? Besondere Musik, die Sie dabei hören? Stehen kleine Snacks bereit oder oder …

Ich habe keine Rituale, aber ein Zeitfenster, nämlich abends. Zuerst wird das bisschen Haushalt erledigt – das war jetzt Ironie. Ich ziehe mich meistens zum Schreiben in mein Zimmer zurück, denn ich brauche durchaus zwei bis drei Stunden Ruhe am Stück, wenn ich wirklich ein Kapitel erarbeiten will. Aber es gibt keine Musik und auch nichts zum Knabbern, und nur ganz selten etwas zum Trinken. Tee oder Apfelschorle in der Tastatur wäre eine mittlere Katastrophe.

Vielen Dank für Ihr Interesse!

Ich danke Angelika Monkberg für das Beantworten der Fragen und hoffe euch haben die Fragen und Antworten gefallen. Nun freue ich mich darauf euch ganz bald wieder ein interessantes Interview bieten zu können. 


In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Hexentag!
Lu

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