Samstag, 17. Mai 2014

Blogtour: "Und die Schuld trägt deinen Namen" von Jörg Böhm

Guten Morgen ihr Lieben,

nun ist er da: Der letzte  Tag der Blogtour zu Jörg Böhms Krimi "Und die Schuld trägt deinen Namen". In der vergangenen Woche konnten wir alle Interessantes zu  Charakteren, Handlungsort, postnataler Depression und dem Autor selbst lesen.
Es war einfach eine riesengroße Freude die Beiträge der anderen Blogger zu lesen und ich bin echt stolz, dass meine erste selbstorganisierte Blogtour doch so gut lief.

Und an dieser Stelle möchte ich mich bei allen Bloggern, die mich hier unterstützt haben bedanken: Ihr seid ne Wucht!!!
Natürlich geht auch ein großes "Dankeschön" an Jörg Böhm (der mir meine Fragen so tapfer beantwortet hat) und den G. Braun Verlag, die uns so wunderbar unterstützt haben.

Doch nun möchte ich euch meinen eigentlichen Blogtourbeitrag nicht länger vorenthalten. Ich hatte das Vergnügen den wunderbaren und sehr sympathischen Autor interviewen zu dürfen. Und seine Antworten zu lesen hat richtig Spaß gemacht.
Aber lest selbst:

Lu fragt und Jörg Böhm antwortet...

© Mella Ludes
1. Was hat Sie zum Schreiben gebracht? Haben Sie schon immer geschrieben oder kam es plötzlich, wie aus dem Nichts und Sie haben sich gesagt: Heute will ich mal versuchen einen Roman zu schreiben? 

Jörg: Ich lese selbst gerne Krimis. Und irgendwann habe ich in der Buchhandlung nicht mehr das gefunden, was ich selbst gerne lese und da dachte ich mir, ich bin ausgebildeter Redakteur und liebe das Schreiben, ein Buch zu schreiben, das schaffst du auch. Und dann habe ich einfach drauf losgeschrieben, um nach 100 Seiten zu merken, ein Buch zu schreiben ist ein Handwerk, das man können sollte, möchte man damit Menschen begeistern und fesseln. So habe ich mir eine Mentorin, die selbst Krimis geschrieben hat, gesucht, mir Fachliteratur angelesen und der Leidenschaft eine Struktur gegeben. Ich habe die Geschichte als Grundgerüst niedergeschrieben, Szenen konzipiert und Figuren entwickelt. Und auch wenn sich das jetzt alles sehr technisch anhört: Meiner Kreativität hat es nicht geschadet. Ganz im Gegenteil: Je genauer der Plan vorher ist, desto größer und klarer ist für mich die Welt meiner Geschichte. 

2. Wer oder was inspiriert Sie? Wo nehmen Sie ihre Ideen her? 

Jörg: Am meisten inspiriert mich das Leben. Menschen im Café, beim Einkaufen, wenn sie lachen oder zornig sind, wie sie sich bewegen und verhalten. Das ist die Grundlage, um meine Charaktere zu kreieren. Die Ideen für meine Krimis nehme ich aus einem Zeitungsartikel, einer TV-Dokumentation, einem Gespräch oder die Idee findet mich und lässt mich nicht mehr los, bis ich daraus meinen neuen Emma-Hansen-Krimi entwickelt habe. 

3. Wenn Sie Zeit zum Lesen finden, was lesen Sie dann am liebsten? Bleiben Sie dem Genre treu in dem Sie selbst schreiben oder muss es was gänzlich anderes sein? 

Jörg: Ich lese natürlich auch sehr gerne Krimis und Thriller. Sich gemeinsam mit dem Helden – nicht immer sind das ja Kommissare – auf Spurensuche und die Fährte des Mörders zu bewegen ist auf mich total spannend und ich bin immer sehr neugierig, wie das meine Autorenkollegen anstellen. Was kann ich lernen und mir abgucken oder wo bin ich schon auf einem sehr guten Weg, denn wo Jörg Böhm draufsteht soll ja auch Jörg Böhm drinstecken und ich habe meine ganz eigene Schreibweise, meinen ganzen eigenen Stil und vor allem meine ganz eigene Melodie, wie ich eine Geschichte erzähle.

4. Was sind Ihre TOP 3 bei Büchern?

Jörg: Oh, das kann ich so ad hoc jetzt gar nicht beatworten. Das wechselt ständig, da ich als Autor ja auch viel lese. Lesen möchte und lesen muss, um mich weiterzuentwickeln.

 5. Womit beschäftigen Sie sich, wenn Sie nicht gerade an versch. Projekten arbeiten?

Jörg: Hauptberuflich arbeite ich in der Unternehmenskommunikation eines großen Versicherungsunternehmens. Aber mein größter Traum und Wunsch ist es, irgendwann nur noch schreiben zu dürfen, für dich, für euch, für meine lieben Leser. Und ich möchte mich auch auf diesem Wege noch einmal von ganzem Herzen für die großartige Unterstützung bedanken. Es ist ein unglaubliches Gefühl, dass ihr mich alle auf meinem Abenteuer begleitet und ihr so fest an mich glaubt ...

6. Wieviel steckt von Ihnen und evtl. Personen aus ihrem Umfeld in ihren Charakteren?

Jörg: In meinen Figuren steckt so viel wie so wenig von mir. Natürlich lebe ich in jeder Figur, aber dennoch sind sie auch so eigenständig, dass sie mir während des Schreibens auch mal zurufen „Jörg, ich bin nicht so, wie du mich erdacht hast“. Aber ich „liebe“ meine Protagonisten, jeden auf seine Art und Weise. Ja, selbst den Mörder, weil auch er eine Geschichte hat, die ihn zu dem werden ließ. Und in der Hochschreibphase ziehen die Charaktere auch bei uns zu Hause ein und sitzen mit uns am Frühstückstisch. Denn ich muss ja wissen, wie sie sich verhalten, wie sie sich bewegen, ihre Gestik und Mimik kennenlernen, um sie besser verstehen zu können.

7. Kennen Sie das, eine Schreibblockade zu haben? Markus Heitz sagte mir mal bei einer Fragerunde im Rahmen einer Lesung, dass er immer schreiben könne und er so etwas gar nicht kennt.

Jörg: Es gibt sicherlich Tage, an denen es mal nicht so rund läuft. Da kümmere ich mich dann um Lesungsanfragen, beantworte Emails und Interviewfragen, grins ... Aber eine wirkliche Schreibblockade kenne ich nicht. 

8. Was dürfen wir in naher Zukunft von Ihnen erwarten? Kürzlich erschien der zweite Fall von Emma Hansen – arbeiten Sie schon an Fall Nr. 3?

Jörg: Ja, ich sitze gerade am dritten Emma-Hansen-Krimi, der im März 2015 erscheinen soll. Aber ich habe mit Emma noch mehr vor, also mal schauen, was für Fälle sie noch alles zu lösen hat – beruflich wie privat.

9. Welche Tipps geben Sie denen, die selbst schreiben?

Jörg: Auch wenn es vielleicht niemanden wirklich überrascht oder es gar ein wenig abgedroschen klingt, aber lesen, lesen, lesen und schreiben, schreiben, schreiben. Ich durfte, musste es auch erfahren, dass das Schreiben ein Handwerk ist, das es zu erlernen gilt – neben Talent, Begabung und Hingabe natürlich. Aber der wichtigste Tipp: Lasst euch bitte nie von eurem Traum abbringen. Wenn ihr schreiben wollt, dann tut es. Es ist so wichtig wie essen, schlafen, atmen. Es ist ein Teil von euch und es gibt nichts Schöneres, als andere Menschen mit seinen Geschichten begeistern zu dürfen.

10. „Und nie sollst du vergessen“ war ihr Debütroman, was ja noch nicht allzu lange zurück liegt. Wie fühlt sich das an veröffentlicht zu haben?

Jörg: Einfach nur unglaublich. Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen. Als ich das Paket mit meinen Freiexemplaren geöffnet habe und den Duft von frischen Büchern, die dann auch noch meine Geschichte in sich tragen, einatmen durfte, da war ich beseelt, berührt, einfach überwältigt. Denn es ist wirklich mehr als ein Sechser im Lotto, einen Verlag zu finden, einen seriösen, der an einen glaubt, sich von einer Geschichte begeistern lässt und dann dieses Werk dann auch noch zu einem Buch umsetzt. Ich bin zutiefst dankbar für alles, was mir bisher gegeben wurde und ich es ist eine wunderschöne Ehre, Menschen mit meinen Geschichten spannende Lesestunden schenken zu dürfen.

11. Wie verlaufen bei Ihnen Recherchen zu einem neuen Buch? Man findet ja alles im Internet, aber ob dies dann auch Hand und Fuß hat steht auf einem anderen Blatt.

Jörg: Es gibt in der Tat verschiedene Recherchemöglichkeiten. Das Internet eignet sich auf
jeden Fall am besten dazu, sich einen ersten Überblick zu verschaffen, sich in das Thema hineinzulesen und dank der Verlinkungen und Verweise auch artverwandte Themen zu entdecken, die den Horizont deutlich erweitern können. Aber persönliche Gesprächen mit Experten, Fachleuten und auch Betroffenen wie auch besuche vor Ort, also an den Handlungsschauplätzen sind für mich unersetzlich. Ich muss den Ort spüren, erleben, riechen, also mit allen Sinnen wahrnehmen, damit ich ihn auch passend und so realistisch wie möglich in meinem Krimi beschreiben und so dem Leser näher bringen kann.

12. Haben Sie bestimmte Rituale, die eingehalten werden müssen bevor Sie mit dem Schreiben beginnen? Ein besonderer Platz? Besondere Musik, die Sie dabei hören? Stehen kleine Snacks bereit oder oder …

Jörg: Ich brauche Ruhe beim Schreiben, also es läuft keine Musik, denn ich muss in meine Welt abtauchen und der Melodie meiner Geschichte lauschen. Ansonsten habe ich keine festen Rituale, aber eine gute Anregung, lach. Vielleicht sollte ich mir mal welche aneignen ...


Dies waren also meine Fragen und Jörg Böhms Antworten. Ich hoffe euch hat mein kleiner Beitrag gefallen und ich konnte euch noch ein Stück mehr dazu bewegen seinen Büchern eine Chance zu geben. Ich habe es jedenfalls nicht bereut, wie ihr in meiner Rezension (LINK einfügen) lesen könnt.


Natürlich könnt Ihr bei dieser Blogtour auch etwas gewinnen, nämlich je ein Exemplar der Krimis “Und nie sollst du vergessen sein” (der erste Fall für Emma Hansen) sowie
“Und die Schuld trägt deinen Namen”.
Wie könnt Ihr mitmachen? Hinterlasst einfach – egal auf welchem der teilnehmenden Blogs – einen Kommentar unter dem jeweiligen Tour-Post und schon seid Ihr im Lostopf! Egal wie oft Ihr kommentiert, Ihr erhaltet nur ein Los!
Mitmachen könnt Ihr bis zum 17.05.2014 um 23:59 Uhr.

Und das sind alle teilnehmenden Blogs:
12.05. Chias Bücherecke
13.05. TVSC’s kleine Welt
14.05. Wortgewalt
15.05. Schlunzenbücher
16.05. Buchstabenfaengerin
17.05. Lu’s Buchgeflüster
18.05. Bekanntgabe der Gewinner

Vielen Dank, dass ihr alle unsere Beiträge verfolgt habt!

Eure Lu

Kommentare:

  1. Hallo,
    schade eigentlich, dass die Blogtour schon vorbei ist. Ich habe jeden Tag mit Spannung die tollen Beiträge verfolgt. Danke dafür. Das Interview zum Abschluss war auch mein persönliches Highlight der Blogtour.
    Hat wirklich Spaß gemacht, so viel über den Autor und seine Bücher, die schon länger auf meiner Wunschliste stehen, zu erfahren.
    Liebe Grüße und vis zur nächsten Blogtour
    Sandra

    PS: Jörg Böhm, ich danke Ihnen für die tollen Einblicke in ihr Autorenleben und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg beim Schreiben, auf dass sie uns Leser weiterhin mit spannenden Geschichten verwöhnen. Und wer weiß, vlt erfüllt sich ja ihr Wunsch und sie können sich bald gänzlich dem Schreiben widmen. Alles Gute!

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  2. Hallo und guten Tag,

    ja wirklich schade..denn die Blogtouren sind tolle Möglichkeiten einfach mal näher an ein Buch/Autoren heranzukommen als im normal Fall.

    Danke für Deinen heutigen Einsatz in der Blogtour..Interview..

    LG..Karin..

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  3. Auch heute am letzten Tag der Tour habe ich mitgelesen und bin auch wieder stark begeistert! Und nach wie vor möchte ich den ersten Teil gern mein Eigen nennen, um in die Serie einsteigen zu können und endlich mitreden zu können, wenn mir wieder jemand von den Büchern vorschwärmt :-)
    Vielen Dank Euch noch mal, die ihr die Tour gestaltet habt und natürlich auch an den Autor!

    Liebste Grüße
    Bine
    (Nilis_Buecherregal@web.de)

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