Freitag, 1. August 2014

Rezension: "Schicksalsfenster" von Roswitha Pörings


http://roswitha-poerings.de/index.php/schicksalsfenster
Inhaltsangabe (Quelle Roswitha Pörings):
Für Carolins Geschmack passiert auf dem Land einfach viel zu selten etwas Aufregendes. Vor allem, seit ihre beste Freundin, Lia um verstorbene Verwandte trauert und kaum noch Zeit für sie hat. Bestimmt ändert sich daran so schnell nichts, denn Thomas, ihr Cousin wird jetzt dort wohnen. Kein Wunder, dass sie begeistert ist, als Gregor und seine Clique sie manchmal mitnehmen, obwohl ihre Mutter wenig von ihm hält. Bis Carolin am eigenen Leib erfährt, dass sie ihn nicht unterschätzen sollte. In der Schule hat Gregor sie dann voll auf dem Kieker und mit Lia gerät sie in einen heftigen Streit. Einziger Lichtblick ist da Thomas, mit seinem total süßen Lächeln und weil er die Gefahren magisch anzieht. Um ihn herum ist einfach ständig irgendwas los! Aber richtig aufregend wird es, als sie ihm einmal folgt und sein Geheimnis entdeckt. Weil Thomas, ist ein Held!

Meine Einschätzung:
Kaum erschienen und schon habe ich den Debütroman von Roswitha Pörings geradezu verschlungen. Und mit 241 Seiten ist das Buch nicht ganz so umfangreich, was es bei mir im Prinzip erklärt.

Doch zurück zum Buch. Roswitha Pörings Schreibstil ist fesselnd, dennoch ist der Lesefluss aufgrund der mitunter kurzen Sätze recht holprig und will nicht so recht in Fluss kommen, trotzdem konnte ich das Buch allein schon wegen der Handlung nicht aus der Hand legen.

Bei der Handlung selbst fand ich es interessant, dass die Autorin ein "übernatürliches" Element einbaute - Visionen.
Mir fallen wenige bis keine Bücher ein, in denen der Protagonist Visionen hat. Die Erklärungen, wie es zu diesem Umstand kam, waren faszinierend. Ansonsten gab es nicht sonderlich viele Überraschungen - es herrschten halt Themen vor, die in diesem Alter häufig an der Tagesordnung stehen.
Was mich dazu führt, dass ich an einer Stelle ein wenig stutzen musste: Ein 18jähriger in der 8. Klasse mit der dritten Ehrenrunde? In meinen Augen unmöglich, aber es gibt ja bekanntlich nichts, was es nicht gibt.

An dieser Stelle will ich auch noch kurz anmerken, dass in dem Text sich ein paar Fehlerteufel reingemogelt haben. Für die Einen ist es ein Grund sich drüber aufzuregen, für mich hingegen ist es gar nicht so schlimm. Egal wie gut das Lektorat ist, es können immer mal wieder Fehler übersehen werden. Also no drama! So lange die Fehler nicht den logischen Ablauf der Handlung stören ist es für mich kein Grund für einen Aufreger.
Das nur am Rande.

Und nun wieder zum Buch.
Die Charaktere ließen mich zwiegespalten zurück. Keine Frage, sie waren sympathisch und nett, doch so richtig mit ihnen identifizieren konnte ich mich nicht und auch so richtig war wurden wir nicht. 

Klar, Caro schien ein nettes Mädel zu sein und doch wirkte sie auf mich, als hätte sie eine gespaltene Persönlichkeit *lach* einmal schien sie reif für ihr Alter zu sein und dann wieder wirkte sie richtig kindisch auf mich (gerade in Bezug auf Thomas´ Visionen) und auch sonst fand ich ihr Verhalten stellenweise mehr als grenzwertig.
Auch bei Lia und Thomas wusste ich nicht so recht, was ich von ihnen halten sollte.
Lag vielleicht auch einfach daran, dass ich fast doppelt so alt bin, wie die drei Protagonisten.

Nichts desto trotz wurde ich wunderbar unterhalten und für Zwischendurch ist dieser Jugendroman durchaus zu empfehlen.

Mein Fazit:

4 Sterne - Handlung top! Schwächelnde Charaktere mit denen ich nicht warm werden konnte.

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