Freitag, 31. Januar 2014

Rezension: "Jake Djones und die Hüter der Zeit" von Damien Dibben


http://www.randomhouse.de/Buch/Jake-Djones-und-die-Hueter-der-Zeit-Roman/Damian-Dibben/e390015.rhd

Deutsche Erstausgabe
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-7645-3093-8 € 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 24,50* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Penhaligon

Erscheinungstermin: 24. September 2012
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Inhaltsangabe (Quelle Penhaligon):
Jake Djones führt ein ganz gewöhnliches Leben – bis er eines Tages vom Geheimbund der Geschichtshüter erfährt. Die Agenten dieses Bundes eröffnen Jake nicht nur, dass er durch die Zeit reisen kann, sie benötigen auch noch seine Hilfe. Der skrupellose Prinz Xander Zeldt will die Vergangenheit nach seinem Willen verändern und der Welt damit für alle Zeit seine Herrschaft aufzwingen. Gemeinsam mit den besten Agenten der Geschichtshüter begibt Jake sich auf eine gefährliche Mission ins Venedig des 16. Jahrhunderts. Das Schicksal der Menschheit hängt allein von ihrer Entschlossenheit ab – in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft ...

Meine Einschätzung: 
Seit Erscheinen des Romans 2012 ist mir das Buch mehrfach über den Weg gelaufen. Und auch die Meinungen zu dem Buch sind sehr positiv und da es vor einiger Zeit überraschend den Weg zu mir fand las ich es.
Da ich im Vorfeld viel Gutes über das Buch gehört habe waren die Erwartungen dementsprechend. 


Was ich dann jedoch las ernüchterte mich. Ich weiß, man soll eigentlich keine Erwartungen haben, aber es war unumgänglich. Versteht mich nicht falsch das Buch war gut und Damien Dibben hat einen flüssig zu lesenden Schreibstil. Und doch bemerkte ich, dass meine Gedanken immer und immer wieder abschweiften.
Es war zum verrückt werden.
Auch wenn es mich nicht so recht zu fesseln wusste brach ich das Buch nicht ab. Klar, es war gut und leicht zu lesen, doch es entfachte jetzt nicht den Funken der Leidenschaft in mir, dass ich sagen konnte: Wow! Es hat mich vom Hocker gerissen.
So richtig erklären kann ich es auch nicht woran es lagt, vielleicht war es einfach nicht der richtige Zeitpunkt ... wer weiß.

Auch die Charaktere waren ein Knackpunkt - sie waren nett, aber ich wurde mit keinem von ihnen so wirklich warm. Sie blieben, zumindest mir ging es so, in meinen Augen blass und leblos. Sicher sie waren recht sympathisch und nett, doch mehr auch nicht. Sie konnten sich nicht in mein Herz mogeln, wenn ihr versteht was ich meine.


Die Handlung selbst fand ich stellenweise sehr vorhersehbar und nicht wirklich überraschend. Gerade die Erkenntnisse über Topaz und Jake´s Bruder.
Naja, vielleicht sind wir einfach nicht füreinander gemacht.

Im Grunde war es ein netter JugendFantasyRoman, aber mich konnte das Buch nicht so wirklich begeistern - schade.
Bd. 2 werde ich wohl nicht lesen.

Mein Fazit:
3 Sterne für eine nette, aber schwächelnde Unterhaltung.

Donnerstag, 30. Januar 2014

Rezension: "Valentina - Verborgene Lust" von Evie Blake


http://www.randomhouse.de/Paperback/Valentina-2-Verborgene-Lust-Roman/Evie-Blake/e427931.rhd
Deutsche Erstausgabe
Paperback, Klappenbroschur, 432 Seiten, 13,5 x 20,6 cm ISBN: 978-3-442-38195-1
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 18,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Blanvalet

Erscheinungstermin: 15. Juli 2013
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Inhaltsangabe (Quelle Blanvalet):
Eine Londoner Galerie lädt die italienische Fotografin Valentina Rosselli ein, ihre erotischen Fotografien auszustellen. Valentina nimmt begeistert an – denn in London lebt Thomas Steen, der Mann, den sie nicht vergessen kann. Um ihn wiederzusehen, taucht Valentina in eine düstere Welt voller überraschender sexueller Begegnungen ein. Und es scheint, als könne sie Thomas zurückgewinnen – doch dann stellt er sie vor ihre größte Herausforderung. Seine Liebe hat einen Preis: Valentina soll seinen verruchtesten Wunsch erfüllen ...

Meine Einschätzung: 
Einem spontanen Entschluß folgende habe ich mir letzte Woche Bd. 2 der Valentina Trilogie gekauft.
Wir sind uns ja alle einig, dass erotische Romane - seit Shades of Grey - wie Unkraut aus dem Boden geschossen kommen, da dann was ordentliches zu finden gestaltet sich schon schwieriger.


Und doch gestehe ich, dass ich "Valentina" ziemlich gut finde, denn die Erotik steht hier nicht unmittelbar im Mittelpunkt, die Erotik wirkt nicht erzwungen oder falsch - zumindest ich seh das so.
Interessant auch, dass man den "Umgang" mit Erotik aus zwei Sichten erlebt - in der Nachkriegszeit durch Maria und in der heutigen Zeit durch Valentina. 


Evie Blake gelingt es ein Buch mit STil zu schreiben - Erotik als Sinnlichkeit und zur "Kunst" erhoben. In diesem Band musste das Kopfkino richtig ran klotzen, nicht nur wegen den erotischen Szenen, die nicht so zahlreich sind, wie man vielleicht denkt, sondern wegen Valentinas Bilder - es gefiel mir so gut, dass ich mir vorstellen könnte auf eine Ausstellung mit erotischen Bildern zu  gehen. 
Hier ist die Erotik und der damit verbundene Sex nicht schmutzig oder schmerzhaft, sondern einfach lustvoll und sinnlich.
Und ganz nebenbei erlebt man die Liebe erblühen in einer Welt in der es eigentlich nur um Sex gehen sollte :)

Bei den Charakteren konnte ich nicht wirklich eine Entwicklung erkennen, vielleicht bei Valentina bis zu einem gewissen Maß, doch mehr auch nicht. Sicherlich, sie alle wirken echt und sind einem sofort sympathisch mit unter fiebert man auch mit ihnen mit ... .


Alles in Allem ein gelungener zweiter Band mit viel Sinnlichkeit, der vielleicht nicht so erotisch ist, wie man zunächst glaubt.
Man könnte es stellenweise schon fast als BlümchenSexBuch bezeichnen, wenn man sich vorstellt was Christian und Ana alles in SoG trieben ;)

Mein Fazit: 

4 Sterne für eine gute Unterhaltung.

Dienstag, 28. Januar 2014

Gemeinsam Lesen #45

Schönen Nachmittag ihr Lieben,

da ich momentan mitten in einem Buch bin - was bei mir ja eher selten vorkommt *lach* - dachte ich mir, dass ich diese Woche auch mal wieder bei Asaviels Aktion "Gemeinsam Lesen" mitmachen könnte.

Die Regeln sind eigentlich ganz einfach: 


Man darf jederzeit einsteigen. Und die Fragen dürfen auch nach Dienstag gerne beantwortet werden! 
Außerdem darf natürlich das Bild für eure Blogposts übernommen werden. 
Beantworte die Fragen (oder nur diejenigen, die du beantworten möchtest) auf deinem Blog und hinterlasse hier ein Link, damit wir dich besuchen können. Oder beantworte sie in den Kommentaren. Und komm so mit anderen Lesern ins Gespräch!

Da will ich doch mal los legen:

1. Welches Buch liest du gerade und auf 

welcher Seite bist du?
> Momentan bin ich auf S. 309 von Damien Dibbens "Jake Djones - Die Hüter der Zeit"

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
> "Die Aal fuhr um eine weitere Flussbiegung, und eine mittelalterliche Stadt kam in Sicht."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
> Hattet ihr das auch, schon? Ihr lest ein Buch, das euch nicht wirklich fesslen kann und ihr lest trotzdem weiter.
So geht es mir - Jake Djones ist ein nettes Buch, mehr aber auch nicht. Leider reißt es mich nicht vom Hocker und mit den Charakteren werd ich auch nicht warm. Bd. 2 werd ich sicherlich nicht lesen ...

4.Was hälst du vom Cover deines aktuellen Buches? Was hätte man besser machen können? Weckt es dein Interesse in einer Buchhandlung?
> Ich persönlich finde es etwas düster, dennoch durch aus passend für das Buch. Ob ich es allein wegen des Covers gekauft hätte - nein, ganz sicher nicht. Hier gab der Klappentext den ausschlaggebenden Punkt.
Nach dem ich nur noch knapp 30 Seiten vor mir habe, werde ich nun schauen welches Buch als nächstes von meinem SuB holen werde.

Wir lesen uns nächste Woche ...

Lu

Rezension: "Vatermord" von Val McDermid


http://www.droemer-knaur.de/buch/6303804/vatermord

Taschenbuch, Knaur TB
04.10.2010, 528 S.

ISBN: 978-3-426-50726-1
Diese Ausgabe ist lieferbar 

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Der 6. Fall für Carol Jordan und Tony Hill.

Inhaltsangabe (Quelle: Droemer Knaur):
Als die verstümmelte Leiche der 14-jährigen -Jennifer gefunden wird, ist DCI Carol Jordan sofort klar, dass hier ein extrem gefährlicher Psychopath seine Spur hinterlassen hat. Ihr Verdacht bestätigt sich, weitere Teenager werden ermordet. Ihre Gemeinsamkeit: Alle sind sie vierzehn Jahre alt, immer hat der Killer auf einer Internetplattform Kontakt zu ihnen aufgenommen und vorgetäuscht, genau ihre Interessen zu teilen – bevor er sie schließlich ins Verderben lockte.
Carol setzt erneut auf Tony Hill und dessen außergewöhnliche Fähigkeiten als Profiler. Doch Carols neuer Chef will davon nichts wissen, und als Tony überraschend von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, scheint niemand mehr den Killer aufhalten zu können...


Meine Einschätzung:
Wer hätte damals, als ich "A Darker Domain" kaufte gedacht, dass VMcD schon bald zu meinen Lieblingsautoren zählen würde?
Was nicht zuletzt an ihrem leicht und flüssig zu lesenden Schreibstil liegt, der mich ab S. 1 in den Bann schlägt und nicht mehr los lässt. Sofort sind alle Ereignisse aus den vorangegangenen Fällen präsent.

Die Handlung ist bis zum letzten einfach nur brilliant zu nennen, da sie bis zum kleinsten Detail sorgfältig durchdacht wurde. Geschickt lässt McD die beiden Handlungsfäden nebeneinander herlaufen, nur um sie nach und nach zusammen zu führen. Auch bei der Ermittlung des Täters tappte ich lange im Dunkeln. Jedes Mal, wenn ich dachte: Das ist er! lag ich völlig falsch. Das Geheimnis, das die Kinder miteinander teilten war weniger überraschend, doch die hat VMcD wett gemacht durch das Motiv und die Identität des Mörders.
Mit jedem Buch dieser Reihe habe ich das Gefühl, dass die Verbrechen immer brutaler werden und doch wird auch die Reihe immer besser.
Geschickte Wendungen, überraschende Erkenntnisse und ein spannender Ablauf fesselten mich an diesen Thriller.
Die Tatsache, dass unschuldige Kinder hier die Opfer waren ließ mich erschaudern und nicht los ... 



Was die Charaktere betrifft so trifft man alte Bekannte wieder und neue Charaktere betreten die Bühne, bei denen man fast hofft, dass man sie öfter sehen wird.
In diesem sechsten Fall steht teilweise Tony Hill und seine Vergangenheit im MIttelpunkt. Man lernt mehr über ihn und seine Vergangenheit und kann förmlich sehen, wie er sich weiter entwickelt.
Auch Carol entwickelt sich stetig weiter - zurück zu der jungen Frau, die sie in Bd. 1 war. Und doch lassen mich die Beiden schier verzweifeln.
Seit Bd. 1 eiern Tony und Carol gefühlsmäßig umeinander herum - jeder weiß es, nur die beiden nicht. Jedes Mal hat man die Hoffnung auf ein Happy End - ob man es je gewährt bekommt?
Ich bezweifele es ... Selten habe ich zwei Ermittler erlebt, die solch schwere Bürden auf ihren Rücken mit sich schleppen. Ob VMcD ihnen die Last irgendwann leichter machen wird? Es ist zu hoffen .. Ich jedenfalls freue mich auf Fall Nr. 7!

Mein Fazit:
Spannend, fesselnd bis zur letzten Seite: 5 Sterne

Freitag, 24. Januar 2014

Rezension: "Die Blutlinie" von Cody Mcfadyen



Bastei Lübbe
Taschenbuch, 476 Seiten
Ersterscheinung: 15.04.2008
ISBN: 978-3-404-15853-9

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Da lass ich euch doch an meinen Rezensionen von Cody Mcfadyens "Smoky Barrett" Reihe.

Inhaltsangabe:
Nach der grausamen Ermordung ihrer Familie findet Smoky nur schwer zurück ins Leben. Erst der bestialische Mord an ihrer besten Freundin holt sie zurück. Gemeinsam mit ihrem Team von CASMIRC ermittelt sie gegen einen Serienmörder, der von sich selbst behauptet ein Nachfahre Jack the Rippers zu sein.
Wird sie ihn aufhalten können bevor er weitere Frauen ermordet oder wird er sich seinen "Traum" erfüllen ...

Meine Einschätzung:
Dies ist mein erstes Buch von Cody MacFadyen und ich zähle ihn schon jetzt (ohne Folgebücher gelesen zu haben) zu meinen Favoriten im Krimi Genre!
Der Autor schafft es mich von der ersten Seite in die Geschehnisse rund um Smoky und ihr Schicksal zu ziehen. Es war schrecklich schwer das Buch aus der Hand zu legen, schaffte ich es dann doch so zog es mich unaufhaltsam zurück zu meiner Lektüre.
CMacF hat einen flüssigen und fesselnden Schreibstil mit Tiefgang, der mich die Leserin mitzieht.
Die Geschichte weist keine Längen auf und ehe man sich versieht ist man mit dem Buch durch.

Seine Charaktere sind wirklich sehr detailliert beschrieben - besonders Smoky, die an ihrem Verlust gewachsen ist. Alle sind mehr als menschlich (besonders James mit seinem arroganten Gehabe hat es mir angetan ;o) ). Was mir besonders gefallen hat waren die einzelnen Kurzbeschreibungen von Alan, Callie und James durch die Augen Smokys. So bekam man das Gefühl sie alle schon eine Ewigkeit zu kennen!

Die Erklärungen zu den Serienmördern und die diversen Theorien etc. waren auch mehr als gelungen ohne auch nur ansatzweise nervend oder langweilig zu sein.

Die verschiedenen Enthüllungen in der Handlung und bei den Charakteren waren mehr als genial. CMacF hat es problemlos geschafft das viele kleine Zahnräder sich zu einem perfekten Uhrwerk zusammenfügen. Ich bin begeistert!!!

Alles in Allem ist dies ein Buch bei dem einfach alles stimmt.
Jedes Wort ist eine Note und das Ergebnis ist eine Symphony!

Mein Fazit:
5 Sterne - Ein grandioser Einstieg in eine Reihe um eine noch grandiosere Heldin! Dieses Buch muss man einfach lesen.

Donnerstag, 23. Januar 2014

Rezension: "Die Brücke der Gezeiten" von David Hair


http://www.randomhouse.de/Paperback/Die-Bruecke-der-Gezeiten-1-Ein-Sturm-zieht-auf/David-Hair/e456717.rhd

Deutsche Erstausgabe
Paperback, Klappenbroschur, 512 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-7645-3128-7 € 15,00 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Penhaligon

Erscheinungstermin: 9. Dezember 2013 
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 Welch ein Buch!
 
Inhaltsangabe:
Die Leviathanbrücke – oder Gezeitenbrücke – liegt tief unten im Meer.
Alle 12 Jahre erhebt sie sich an die Oberfläche und verbindet die Kontinente Yuros und Antiopia.
Was als Mittel dazu dienen sollte den Handel zwischen den Kontinenten anzuregen, wandelte sich schnell zu einem Mittel zu Chaos und Zerströrung, denn vor 24 Jahren begann Yuros mit der Invasion und Unterdrückung Antiopias und dessen Völker.
Doch die Völker von Antiopia wollen dies nicht länger hinnehmen. Sie rüsten sich zum Widerstand, aber es sind nicht die Armeen auf beiden Seiten, die das Schicksal der Welt ändern werden, sondern drei mehr oder weniger unscheinbare Menschen – der junge Magusschüler Alaraon, die Spionin Elena, die sich auf die Seite der Widerständler stellt und die junge Ramita, die mit dem legendären Antonin Meiros vermählt werden soll …

Meine Einschätzung:
Bevor ich zu dem Inhalt des Buches komme, möchte ich ein Kompliment an den Verlag aussprechen, die es hier wieder geschafft haben ein passendes, aber auch schlichtes Cover für den Auftakt des Fantasy Epos zu gestalten.

Und nun zu dem Buch selbst … David Hair scheint kein Unbekannter in der Literaturwelt zu sein, hat er doch bereits Preise für seine Jugendbücher eingeheimst. Nichts desto trotz gestehe ich, dass ich ihn nicht auf dem Fantasyradar hatte bis ich von seinem Debüt in der „Erwachsenenfantasy“.

Sein Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und alles andere als einfach zu lesen. Es dauerte allein 100 Seiten bis ich in die Geschichte hinein finden konnte und selbst dann hat man Probleme sich in dem Roman zurecht zu finden.
Hat man aber erst einmal diese Hürde geschafft, erscheint der Schreibstil flüssiger und man bemerkt selbst, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.
Dadurch, dass die Handlung aus verschiedenen Perspektiven erzähltt wird erhält man einen Einblick auf beide Seiten und trotzdem fühlt man sich ob der Fülle an Informationen fast erschlagen. Zahlreiche Charaktere werden eingeführt und vorgestellt – sie sind mehr als zahlreich! - dank des Anhangs am Ende des Buches ist man nicht hoffnungslos verloren und wenn einem der Kopf raucht, wer nun wer ist, kann man ganz einfach im Anhang blättern und sich „schlau“ machen.
Sämtliche Handlungsfäden sind auf ihre Art und Weise spannend und interessant geschrieben, dennoch merkte ich selbst, dass ich mich auf den ein oder anderen Strang mehr freute, als auf die der anderen lach
Und hier stellt sich natürlich sofort die Frage, wie David Hair die Stränge zusammenführen will - Wie? Wann? Wo? Treffen die Drei (Ramita, Elena und Alaron) aufeinander. Man ahnt, dass es eine Verbindung zwischen ihnen gibt, doch mehr auch nicht. Man darf gespannt warten, wann sie aufeinander treffen.

Fragen über Fragen stellt man sich im Verlauf der Handlung und wie das in einem Auftaktband zu einer Trilogie oder Reihe ist, bekommt man nur wenige Antworten. Hier muss ich anmerken, dass ich es etwas traurig finde, dass der Verlag die Originalausgabe (dort nur 1 Buch) in Deutschland in zwei Teile gehackstückt hat und doch ist das Ende von Bd. 1 nicht so „schlimm“, dass ich nicht warten könnte. Bis Juni ist es ja nicht mehr sooooo lange
kicher

Was mich zur Welt URTE führt. Hier präsentiert David Hair eine mehr als nur komplexe Welt mit durch strukturierten Gesellschaften, Religionen, Sitten, Bräuche etc. , selbst einen Chronik hat sich Mr. Hair für seine Welt ausgedacht! Zahlreiche Ähnlichkeiten, gerade was die Sitten und Bräuche oder Religionen betreffen fielen mir hier auf und gefielen mir sehr gut. Viele Anhaltspunkte der Religionen erinnern an die drei Weltreligionen Christentum, Islam, Buddhismus und ein paar andere religiöse Einflüsse. Selbst die zeitlichen Unterschiede in den Kalendern (die es ja auch zwischen Islam und Christentum gibt) hat David Hair eingebaut.
Man merkt auch, dass der Autor viele Jahre in Indien gelebt hat, nicht zuletzt was die Details bei Ramitas Hochzeit betreffen, die stark an eine indische Hochzeitszeremonie erinnern.
Selbst die Tatsache, dass zu einem „heiligen Krieg“ von den Fanatikern auf Yuros, wie ich sie nenne, aufgerufen wird – einfach klasse. Völlig neu und doch bekannt, was David Hair da erschaffen hat.

Auch die Charaktere von David Hairs Auftakt zur Gezeiten Saga sind komplexer, als es zunächst den Anschein hat. Es gibt viele agierende Personen und viele werden vorgestellt und mit Namen bekannt gemacht, doch nur die Wenigsten bekommen vom Autor die gewisse Tiefe verliehen – gerade die, die noch für den Verlauf der Handlung wichtig sein oder werden könnten. Hier in Bd. 1 geht es in erster Linie nicht darum irgendeinen Charaktere ins Herz zu schließen (was natürlich geschieht), sondern darum zu erkennen, wer die Menschen sind, die das Schicksal von Urte ändern oder besiegeln könnten.
Besonders Ramita und Alaron fielen mir hier auf – beides pflichtbewusste Kinder ihrer Eltern. Ramita stellt ihr eigenes Glück hinter das Glück der gesamten Familie. Man erahnt schon was für eine Frau sie einmal sein wird ist sie erst zur vollen Blüte erwacht.
Auch Alaron war mir sehr sympathisch – in ihm steckt ein wacher Geist, der mehr als nur der Wahrheit nahe kam und sich in Acht nehmen muss.
Bei diesen Beiden bin ich gespannt, wie sie sich noch entwickeln werden.
Und natürlich gibt es noch einige Charaktere die interessant sind und die man sympathisch findet, doch noch sind sie eher Randfiguren …
In jedem Fall sind an David Hairs Charaktere mehr dran, als man auf den ersten Blick glaubt …

Insgesamt betrachtet ein spannender, bildgewaltiger, komplexer und interessanter Auftakt zur Gezeiten Saga. Man weiß noch nicht, wie alles zusammenhängt und oftmals fühlte ich mich leicht überfordert, dennoch konnte mich David Hair mich von sich und seinem Roman überzeugen. Mit Spannung werde ich das erscheinen von Bd. 2 erwarten, denn wenn ich das Gesamtbild betrachte, so hat dieser Fantasyroman einfach alles was einen grandiosen Epos ausmacht. 


Mein Fazit:
4 von 5 Sterne für einen grandiosen Auftakt mit leichten Startschwierigkeiten!

Mittwoch, 22. Januar 2014

Autorenspecial: Carmen Sylvia Bauer antwortet ...

Interview mit 

Carmen Sylvia Bauer 



über die Autorin:

Dr. Carmen Bauer, 1956 in Wiesbaden geboren, studierte in Hamburg und London Politikwissenschaft. Sie ist eine Frau mit vielen Talenten. Schon in der Schule hatte sie in den Pausen handschriftlich „Bücher“ verfasst, die mit großem Interesse schneller gelesen wurden, als sie schreiben konnte.
Das Talent des Schreibens setzte sie später fort. Sie veröffentlichte diverse wissenschaftliche Artikel und 1993 ihre Promotion. Danach folgten Jahre der Berufstätigkeit, in denen sie u.a. auch als Redenschreiberin gearbeitet hatte. Neben ihren beruflichen Tätigkeiten in unterschiedlichen Bereichen, betätigte sie sich immer schon gerne kreativ: Nähen, Stricken Schreiben und wann immer möglich, werkelt(e) sie im Garten.
Nach anstrengenden Berufsjahren, zuletzt in Brüssel, hat sie sich vor einigen Jahren in Nord-Irland niedergelassen, wo sie seitdem mit ihrem nord-irischen Lebensgefährten und ihren Yorkshire Terriern lebt.





1. Was hat Sie zum Schreiben gebracht? Haben Sie schon immer geschrieben oder kam es plötzlich, wie aus dem Nichts und Sie haben sich gesagt: Heute will ich mal versuchen einen Roman zu schreiben?



Eigentlich habe ich schon immer gerne geschrieben. Bereits damals in der Schule. Diktat war nie so meine Stärke, aber Aufsatz habe immer gerne gemacht. Ich finde es einfach faszinierend, was man mit Wörtern alles machen kann und bin mir der „Macht der Worte“ sehr bewusst. Nach meinem Studium hatte ich das große Glück u.a. auch als Redenschreiberin zu arbeiten. Als ich mich dann vor ein paar Jahren hier in Nordirland niederließ, konnte ich endlich einen lang gehegten Wunsch von mir verwirklichen, nämlich meine Kinderbücher zu veröffentlichen. Die Manuskripte meiner „Pöttchenbücher“ (so heißt der gestresste Pädagoge, der mit seinen 24 Jugendlichen alle möglichen Abenteuer erlebt) hatte ich schon vor vielen Jahren geschrieben. Aber aufgrund meiner beruflichen Tätigkeiten konnte und wollte ich die Bücher damals nicht veröffentlichen.





2. Wer oder was inspiriert Sie? Wo nehmen Sie ihre Ideen her?


Ideen fallen mir – wie man so schön sagt – zu. Meistens kommen sie jedoch im unpassenden Moment, d.h. wenn ich mir nichts aufschreiben kann, z.B. unter der Dusche. Sehr oft aber auch bei Spaziergängen. Das wäre alles kein Problem, wenn ich nicht ständig mit meinen Hunden und meiner kleinen Kamera unterwegs wäre. So aber habe ich keinen Platz mehr für „Bleistift & Papier“, um meine Gedanken aufzuschreiben. Oft renne ich dann nach Hause, um dort schnell meine Einfälle aufzuschreiben.



Viele Texte auf meinem Blog entstehen auch dadurch, dass ich selbst mehr über meine Wahlheimat Nordirland wissen möchte. Ich recherchiere dann im Internet und in Büchern und denke mir, dass ich meine Ergebnisse genauso gut auch aufschreiben, d.h. veröffentlichen kann.



So ist übrigens auch mein erstes Buch „Yorkshire Terrier – Zwerge mit Löwenherz“ entstanden. Ich hatte mir mühsam Informationen über diese Hunderasse besorgt. Da ich weder züchten noch die Hunde ausstellen wollte, war es kein leichtes Unterfangen an einigermaßen brauchbare Informationen über diese Hunde heranzukommen. Meistens handelt es sich bei den teilweise sehr teuren Büchern ja leider nur um 0-8-15 Inhalte mit schönen Hundefotos. Und die Autoren selbst haben noch nicht einmal so einen Hund über den sie dann schreiben.





3. Wenn Sie Zeit zum Lesen finden, was lesen Sie dann am liebsten? Bleiben Sie dem Genre treu in dem Sie selbst schreiben oder muss es was gänzlich anderes sein?



Nein, wenn man so will, bleibe ich meinem Genre ganz und gar nicht treu. Ich schreibe ja Kinderbücher, Witze in Englisch und Geschichten über meine Yorkshire Terrier. Aber ich bin ein Krimi-Fan und lese, wenn ich Zeit habe, sehr gerne Krimis. Überhaupt lese ich am liebsten solche Bücher, die unterhalten und zum Denken anregen. Jack London, z.. „Das Mordbüro“ ist eines meiner Lieblingsbücher, das mir leider abhandengekommen ist.




4. Was sind Ihre TOP 3 bei Büchern? 
 

Außer den Krimis ist das eher „klassische Literatur“, wie z.B.

Jack London, Das Mordbüro oder „Die eiserne Ferse“.

Umberto Eco, Das Facaultsche Pendel

Jostein Gaarder, Sofies Welt

Aber auch neuere Literatur, wie z.B. „Die Säulen der Erde“ von Ken Follett.



Bei den Krimis mag ich am liebsten die Frauen, wie etwas PD James, Minette Walters, Ruth Rendell, oder auch Martha Grimes.





5. Womit beschäftigen Sie sich, wenn Sie nicht gerade an versch. Projekten arbeiten?



An erster Stelle stehen meine drei Hunde. Das sind zwei Yorkshire Terrier (Weibchen) und inzwischen ein Chihuahua Rüde. Die Yorkies sind ein Überbleibsel aus der alteingesessenen Hundezucht meiner nordirischen Schwiegereltern. Den Chihuahua haben wir geholt als unser Yorkie-Rüde verstarb und vor dem Tierheim gerettet.



Dann kommt mein Garten in dem ich, wann immer es das Wetter erlaubt, werkele. Es ist zwar nur ein kleiner Garten, aber es gibt immer etwas zu tun.



Wenn ich sehr viel Zeit und Muße habe, dann packe ich auch schon mal die Nähmaschine aus, die nie weit entfernt von mir steht, und nähe. Oder wie jetzt im Winter stricke ich abends.



6. Wieviel steckt von Ihnen und evtl. Personen aus ihrem Umfeld in ihren Charakteren?



In meinen Witzebüchern habe ich einen Charakter „Little Willy“ erfunden. Die Idee dazu hatte ich durch einen hiesigen Freund, der mich durch sein Äußeres, vor allem seine Grimassen, immer zum Lachen bringt.



In meinen Pöttchenbüchern spielen ja 24 Jugendliche (plus Pöttchen) eine Rolle. Da ist es manchmal schon schwierig, in die einzelnen Rollen zu schlüpfen und den jeweiligen Charakter zum Ausdruck zu bringen.



Bei meinen Yorkie-Büchern bin ich immer ich selbst – das ist am einfachsten. Ich mag es eigentlich nicht so aus der Sicht eines Tieres zu schreiben. Woher soll denn der Mensch wissen, ob das Tier tatsächlich auch so denkt, wie manch einer es beschreibt.




7. Kennen Sie das, eine Schreibblockade zu haben? Markus Heitz sagte mir mal bei einer Fragerunde im Rahmen einer Lesung, dass er immer schreiben könne und er so etwas gar nicht kennt. 

 

Naja, richtige Blockade in dem Sinne kenne ich eigentlich auch nicht. Aber sicher, es gibt Tage, da fließt mir alles aus der Feder so wie es auch Tage gibt, wo mir rein gar nichts einfällt. Ich weiß noch aus der Erwachsenenbildung, dass man besser lernt, wenn man sich bewegt. So nach dem Motto: Bewegt sich der Körper, dann bewegt sich auch der Geist. Wenn mir wirklich einmal nichts einfällt, was ich schreiben kann, dann weiß ich, dass es an der Zeit ist, mich zu bewegen. Ein Spaziergang mit meinen Hunden wirkt dann manchmal Wunder.




8. Was dürfen wir in naher Zukunft von Ihnen erwarten?



Ich werde auf jeden Fall noch weitere Pöttchenbücher schreiben bzw. veröffentlichen. Mit dem dritten Buch „Abenteuer in der Türkei“ habe ich schon angefangen.



Letztens beim Spaziergang hatte ich die Idee, doch noch ein weiteres Buch über meine Hunde zu schreiben. Diejenigen, die meine Yorkie-Bücher kennen, wird das sicherlich freuen.



Ja und dann ist da immer noch mein halbfertiges Buch über Nordirland. Vielleicht schaffe ich es, dieses in (naher) Zukunft fertig zu schreiben. Mir fehlt der Titel für das Buch und deshalb tue ich mich schwer, an dem Buch weiterzuschreiben. Ohne Titel, stelle ich fest, wird das Buch eher „wissenschaftlich“ also „kopfgesteuert“, was ich aber nicht möchte. Ich möchte nämlich gerne die (deutschen) Leser für meine Wahlheimat Nordirland genauso begeistern wie ich es war, als ich hier ankam.




9. Welche Tipps geben Sie denen, die selbst schreiben?

Einen Tipp habe ich ja schon genannt – wenn man eine „Schreibblockade“ hat, dann sollte man einen möglichst schönen Spaziergang machen. Ansonsten rate ich immer, alles so, wie es in den Sinn kommt, aufzuschreiben, mindestens eine Nacht liegen lassen und dann mit „neuen“ Augen daran gehen, den Text zu bearbeiten.

Und schließlich sollte man sich durch nichts und niemanden entmutigen lassen, sein Schreibwerk zu veröffentlichen.





10. Erzählen Sie doch ein bissl über ihre Arbeit.


Da gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen.

Nicht zuletzt auch durch meine Hunde habe einen relativ geregelten Tagesablauf. Ich stehe morgens zwischen sieben und acht Uhr auf. Dann muss ich mich erst einmal um meine Vierbeiner kümmern, was ca. eine halbe Stunde dauert. Danach setze ich mich an meinen Schreibtisch und nutze die Gunst der Stunde, denn ich kann nur am Vormittag ungestört arbeiten.



Je nachdem, was anliegt, schreibe ich an meinen Texten, bastele an Werbung für meine Bücher oder lese was es Neues in der Welt der sozialen Plattformen (Facebook, Witter, Google+) gibt.



Manchmal werkele ich auch von morgens bis abends im Garten.

Ganz oft fahren wir nachmittags entweder ans Meer oder in den Wald, um uns und die Hunde zu bewegen. Das ist aber leider sehr vom Wetter abhängig, was wiederum hier in Nordirland unberechenbar ist.





11. Haben Sie bestimmte Rituale, die eingehalten werden müssen bevor Sie mit dem Schreiben beginnen? Ein besonderer Platz? Besondere Musik, die Sie dabei hören? Stehen kleine Snacks bereit oder oder …

Am allerliebsten schreibe ich an meinem alten Schreibtisch, der noch von meinen Urgroßeltern stammt und quasi schon einige Länder mit mir „bereist“ hat. In letzter Zeit sitze ich allerdings mit meinem Laptop am Küchentisch. Wenn ich Musik höre, dann so wie sie gerade aus dem Radio kommt. Ich habe keinen besonderen Geschmack, lediglich darf die Musik weder zu laut noch zu schrill sein. Morgens frühstücke ich nicht, aber ich trinke etliche Becher mit Kaffee während ich am Laptop arbeite. Zwischendurch nasche ich Schokolade oder esse ein Joghurt, damit mein Magen mich in Ruhe lässt. Früher habe ich noch geraucht – eine sehr ungesunde Lebensweise, die aber inzwischen etwas besser geworden ist, da ich seit 7 Jahren nicht mehr rauche.




Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.

Und solltet ihr mehr von ihr wissen wollen, dann schaut doch einfach auf Carmen Sylvia Bauers Homepage vorbei:


Liebe Grüße
Lu

Dienstag, 21. Januar 2014

Rezension: "Dove in the Window" von Earlene Fowler


http://berkleysignetmysteries.com/book797

Berkley (Prime Crime), April 2000
Featuring: Benni Harper
ISBN #0425168948
302 pages Paperback

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Benni Harper Bd. 5

Inhaltsangabe:
Benni Harper und ihre Familie versammelt sich auf der Ramsey Ranch zum jährlichen BBQ. Unter den Gästen auch die junge Photographin Shleby Johnson. 

Doch schon wenig später wird die Leiche der jungen Frau entdeckt und Benni steckt wieder mitten drin in Ermittlung mit der Befürchtung, dass jemand auf dem BBQ der Mörder ist ...

Meine Einschätzung:
Dies also war Bd. 5 der Benni Harper Mysteries und herje! was habe ich nur so lange mit dem weiterlesen gewartet! Es war einfach wieder wunderbar zu lesen. Der leichte und flüssig lesende Schreibstil zog mich ab Seite 1 in den Bann der Geschichte und ich kam nicht mehr los.


Die Handlung war spannend und interessant geschrieben und ich hatte wirklich alles, was ich mir wünschen konnte. Es war spannend zu lesen, wie Benni fast widerwillig zu ermitteln beginnt und lustig, sie im Umgang mit Emory und Elvia zu sehen oder bei den Begegnungen mit Gramma Dove - fast wie ein kleines Kind *lach*

Doch Earlene Fowler rührte mich auch zu Tränen, denn Benni und Gabe haben mal wieder so ihre Probleme, wobei es mehr Bennis irrationale Gedanken sind, die hier schuld haben. Diesmal blieb kein Auge bei mir trocken und man fragt sich unweigerlich: War ihre Hochzeit vielleicht doch zu voreilig?

Geschickt verknüpft EF alle Handlungsstränge miteinander und führt mich auch mehr als ein bisschen auf´s Glatteis. Da war ich mir zu 100% sicher zu wissen wer der Täter ist und wie alles zusammenhängt, nur um dann eins auf den Deckel zu bekommen und vor Augen geführt zu bekommen, dass man mich auch noch überraschen kann.

Auch die Charaktere, alte und neue, bleiben weiterhin sympathisch und interessant. Nicht zuletzt dadurch, dass sich gerade Benni stetig weiter entwickelt. Man lacht, man weint und liebt mit ihnen. Und ich bin gespannt, wie sich alle (charakterlich und zwischenmenschlich) weiter entwickeln werden.

Alles in Allem ein super toller Krimi mit spannenden Wendungen!

Mein Fazit: 

5 Sterne für eine tolle Unterhaltung!

Montag, 20. Januar 2014

Rezension: "Das Hochzeitsversprechen" von Sophie Kinsella


Deutsche Erstausgabe Taschenbuch, Klappenbroschur, 512 Seiten, 12,5 x 18,7 cm ISBN: 978-3-442-47986-3 9,99 | 10,30 | 14,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Goldmann

Erscheinungstermin: 20. Januar 2014  
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 Ein Pakt geschlossen ...

Inhaltsangabe (Quelle Goldmann):
Nach der jüngsten Enttäuschung hat Lottie endgültig die Nase voll von bindungsunfähigen Männern. Als sich da plötzlich Ben meldet, eine alte Flamme von ihr, geht alles ganz schnell. Denn Ben erinnert Lottie an einen vor Jahren geschlossenen Pakt, wonach die beiden einander heiraten wollten, sollten sie mit dreißig noch single sein. Lottie zögert nicht lange und marschiert kurzentschlossen mit Ben zum Altar. Von dort geht es geradewegs in die Flitterwochen auf Ikonos, jene griechische Insel, auf der sie sich einst kennengelernt hatten. Freunde und Familien der beiden sind entsetzt. Und schließlich machen sich Lotties Schwester Fliss und Bens Freund Lorcan auf nach Ikonos, um Honeymoon und Hochzeitsnacht nach Kräften zu sabotieren ...

Meine Einschätzung:
Sophie Kinsella kannte ich bisher nur von ihrer Shopaholic Reihe, diese sprach mich nie wirklich an. Doch dann bekam ich die Pressemail von Goldmann zu ihrem neuen Roman und ich dachte mir: Gib der guten Frau doch mal eine Chance!

Gesagt getan!


Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte hoffte ich auf einen leichten und lustigen Roman für Zwischendurch, doch ich bekam noch viel mehr!
Der Schreibstil der Autorin zog mich ab Seite 1 in ihren Bann und ich mochte Lottie sofort. Ihre herrlich verpeilte Art machte sie wunderbar liebenswert! Einmal in der Handlung drin kam ich nicht mehr davon los - es war einfach herrlich!

Die Handlung selbst war für mich eher unvorhersehbar. Mit Beginn des Lesens dachte ich noch: Ach, da weiß man doch wie alles enden wird, doch Miss Kinsella hat mich da eines besseren belehrt. Oft kommt es eben anders, als man denkt ...

Die Charaktere waren durch weg sympathisch und man fühlte sich eigenartigerweise mit ALLEN verbunden. Das ganze Buch hin durch hoffte man auf ein Happy End für Lottie und Ben. Man hofft das Fliss es nicht schaffen würde ... zahlreiche Lacher entlockte mir die Autorin und ich fühlte mich wunderbar unterhalten.

Auf wunderbare Weise führt die Autorin alle Charaktere am Ende zusammen und löst das Rätsel wer mit wem ganz toll auf und ich wurde mehr als einmal überrascht!
Ein wirklich schöner Roman mit leicht ernstem Unterton für Zwischendurch. Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Ms. Kinsella ...

Mein Fazit: 

4 Sterne für einen unterhaltsame Lektüre. 

Freitag, 17. Januar 2014

Rezension: "Das verbotene Eden Bd. 3 - Magda und Ben" von Thomas Thiemeyer


Hardcover, Knaur HC
01.08.2013, 448 S.
ISBN: 978-3-426-65328-9
Diese Ausgabe ist lieferbar 

Preis: 16,99€
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Das Ende naht ... 

Inhaltsangabe (Quelle Droemer Knaur):
Der Kampf der Geschlechter steuert seinem Höhepunkt entgegen. Als die Frauenarmee immer tiefer ins Herz der Männerstadt vorrückt, treffen ein alter Mann und eine alte Frau aufeinander - und machen eine unglaubliche Entdeckung: Magda, die oberste Heilerin, und Benedikt, der Prior der Abtei, waren vor fünfundsechzig Jahren ein junges Paar, das durch den Virus auseinandergerissen wurde. Inzwischen trennen sie Welten. Ob sie nach all den Jahren noch immer etwas füreinander empfinden? Kann es gelingen, die Zeit zurückzudrehen und den blutigen Konflikt beizulegen? Wenn es eine Kraft gibt, die das möglich macht, so ist es die Liebe.

Meine Einschätzung:
Mit großen Erwartungen schlug ich vor einigen Tagen dieses Buch und den abschließenden Teil der "das Verbotene Ende" Trilogie auf. 

Ich war gespannt zu erfahren, ob Thiemeyer noch die Kruve kriegen würde und mich doch noch von dieser Trilogie überzeugen konnte. Vor allem, aber wollte ich auch wissen welches Ende die Männer und Frauen in der "neuen" Welt erwarten.

Zunächst einmal fand ich es ganz nett, dass er die Geschehnisse vor den dunklen Jahren in einem recht langen Rückblick nacherzählt - aus der Sicht des Abts Ben und der Heilerin Magda, die einst in ihrer Jugend ein Paar waren.
Und doch bin ich auch etwas enttäuscht und erschüttert, wegen den zahlreichen Ungereimtheiten, die sich wie ein roter Faden durch das Buch ziehen.
*ACHTUNG SPOILER*

1. Können Bauchdecken bei Bauchklatschern vom 10m Brett wirklich aufplatzen? 
> Hier sind sich die Leute nicht einig. Die einen sagen: Geht nicht! Die anderen sagen: Geht wohl. Nachdem ich meine Schwiegermutter (die langjährige Berufserfahrung im Krankenhaus fragte was sie meinte, erwiderte: Aufplatzen nein, aber an inneren Verletzungen sterben: JA! Die Aorta kann reißen etc.) 

2. Eine 17 oder 18jährige Praktikantin, die aushilfsweise im Krankenhaus arbeitet und ein mehrwöchiges Praktikum noch dazu absolviert hat kann NIE UND NIMMER eine gynäkologische Untersuchung bei einer Gebärenden durchführen. 
> a.) Praktikanten dürfen höchstens Betten machen, Kaffee austeilen etc. (zumindest kenn ich das von Praktikanten, die ich kennenlernen durfte und von denen mein Mann berichtete)
> b.) Ist man für ein Schulpraktikum höchstens 2 Wochen im Krankenhaus
> c.) Sind Hebammen ein besonderes Völkchen, die nicht jeden in ihren illsutren Kreis einlassen und selbst als Krankenpflegeschüler darf man nur selten bei einer Geburt dabei sein und helfen schon mal gar nicht!

3. Die Zeitfrage ... aber darauf will ich nicht näher eingehen, sonst wird es hier zu ausufernd.
*ACHTUNG SPOILER ENDE*


Bereits im ersten Bd. der Trilogie fielen mir ja einige "Fehler" auf, doch es wurde nicht besser, sondern eher schlimmer, wie ihr ja oben lest. Vielleicht bin ich auch einfach zu empfindlich - wer bin ich denn, dass ich kritisiere. 
Und doch erschien mir hier alles als zu viel - das Bcuh wirkte langatmig und einschläfernd auf mich und vieles wurde unnötig in die Länge gezogen.
Selbst TTs Schreibstil empfand ich diesmal als sehr anstrengend und ich war froh, als ich durch war.
Mir fehlte auch irgendwie die gerechte Aufteilung in diesem Teil. David und Juna schienen völlig vergessen zu sein und lediglich Gwen und Logan standen im Mittelpunkt. Selbst die Geschichte von Magda und Ben geriet in meinen Augen in den Hintergrund.

Einzig Gwens Entwicklung vom Püppchen zu einer jungen, selbstständigen Frau war gut.

Alles in Allem ein schwacher Abschluss einer durchwachsenen Trilogie. Nichts desto trotz wurden alle Fragen beantwortet und Platz für eigene Vorstellungen gelassen. Und enttäuschend war sie, weil ich einfach mehr erwartet habe.

Mein Fazit:
2 Sterne für einen schwachen Abdruck ...

Donnerstag, 16. Januar 2014

Rezension: "Das verbotene Eden Bd. 2 - Logan und Gwen" von Thomas Thiemeyer


Hardcover, Knaur HC
03.09.2012, 464 S.

ISBN: 978-3-426-65325-8
Diese Ausgabe ist lieferbar
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Und weiter geht es ...

Inhaltsangabe (Quelle Droemer Knaur):
Seit Juna aus dem Land der Frauen geflohen ist – mit einem Mann –, fühlt sich die junge Heilerin Gwen einsam und nichtswürdig. Sie schließt sich einem Spähtrupp an, der durch verlassene U-Bahn-Schächte in die Stadt der Männer vordringen soll. Doch der Einsatz scheitert grausam, und Gwen fällt in die Hände des jungen Kämpfers Logan, der sie als Sklavin verkaufen will. Logan aber hat die Rechnung ohne seine Gefühle gemacht – und setzt damit Ereignisse in Gang, die das Ende beider Welten bedeuten könnten …

Meine Einschätzung: 
Das also ist Bd. 2 der Trilogie und ich hatte wirklich die Hoffnung, dass nach dem recht "schwachen" Start von Bd. 1 hier etwas mehr Feuer und Spannung rein kommt.
Doch leider gelang dies nur bedingt.
In diesem Band liegt der Fokus mehr auf der Männerwelt - wie die Strukturen sind, welche Clans es gibt etc. - dies war nach der Gesellschaft der Frauen ganz interessant. Doch noch immer bleiben Fragen offen zu den dunklen Jahren. 


Der Schreibstil ist leicht und doch kann mich Thomas Thiemeyer nicht wirklich fesseln und da ich schon so weit gekommen bin, will jetzt auch mehr wissen. Man hat das Gefühl, dass die Handlung nur so vor sich hin plätschert. Einzig die verschiedenen Perspektiven machten es etwas interessanter.

Bei den Charakteren kamen es mir einfach nur so vor als seien die Geschlechter vertaucht worden: die kämpferischere Figur hier war Logan (in Bd. 1 Juna) und die sanftmütigere Gwen (in Bd. 1 David) nicht wirklich eine Steigerung zu Bd. 1, wenn auch Logan vielschichtiger ist, als man auf den ersten Blick vermutet, denn im Vergleich zu Juna hat er nicht von vorneherein etwas gegen das andere Geschlecht.
Und selbst Gwen entwickelte sich im Verlauf der Handlung zu einer stärkeren jungen Frau, die man mit der Gwen aus Bd. 1 nicht mehr vergleichen kann.

Die Handlung selbst ist recht interessant gehalten, aber auch nicht wirklich neu und originell. Und noch immer sind die Gedanken im Hinterkopf, die mich auch ich Bd. 1 nachdenklich machten. Darauf will ich gar nicht näher eingehen, aber ich frage mich, ob sich das klären wird. Doch ich werde in jedem Fall Bd. 3 weiter lesen, allein schon um zu erfahren, wie es weitergeht.

Alles in Allem ein mittelmäßiger 2. Teil und ich bin gespannt, was Bd. 3 so als Abschluss zu bieten hat.

Mein Fazit: 

3 Sterne - keine Steigerung erkennbar zu Teil 1

Mittwoch, 15. Januar 2014

Rezension: "Das verbotene Eden Bd. 1 - David und Juna" von Thomas Thiemeyer


Hardcover, 22.08.2011, 464 S.
ISBN: 978-3-426-28360-8
Diese Ausgabe ist zur Zeit vergriffen 

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Der Kampf der Geschlechter beginnt ...

Inhaltsangabe (Quelle Droemer Knaur):

Männer und Frauen.
Feuer und Wasser.
David und Juna.

Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen.
Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der 17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer …



Meine Einschätzung:
Seit dem Erscheinen von Bd.1 lief mir diese Trilogie immer mal wieder über den Weg. Nachdem nun Bd. 3 erschienen ist, war für mich die Zeit reif die Trilogie zu lesen.  


Zunächst muss ich sagen, dass ich mit einer gewissen Erwartung an das Buch heran gegangen bin, denn die vielen positiven Berichte über das Buch sprachen Bände. Doch ich war auch vorsichtig, denn schon oft passierte es mir, dass mir ein Buch nicht gefiel, das andere liebten.

Doch zurück zum eigentlichen Thema: Das verbotene Eden Bd. 1. Nach seinen Thrillern (die mir ausnahmslos gut gefielen) ist dies mein erster Jugendbuchroman des Autors und ich war gespannt auf das Ergebnis.
Hier fiel mir auf, dass der Schreibstil leicht von der Hand geht. Man ist sofort mitten drin in der Geschichte und muss sich zurecht finden. Sehr bildlich beschreibt Thiemeyer die "Neue Welt" und die dunklen Jahre zuvor, den Aufbau der Gesellschaften.

Und doch fielen mir einige Ungereimtheiten auf:
1. Warum ging so viel Wissen in nur 65 Jahren verloren?
2. Lebt wirklich nur noch EIN Zeitzeuge von vor 65 Jahren bei beiden Geschlechtern? 

3. Wieso sind sie auf den Stand des Mittelalters zurück gefallen?

Diese wenigen Punkte ließen mich während des gesamten Lesens nicht mehr los. Sicher, das Buch ließ sich einfach lesen, doch das war es auch schon.
Die Handlung plätschert so fröhlich vor sich hin. Hin und wieder ein Scharmützel zwischen den Männern und Frauen, einige Fanatiker, eine aufkeimende Liebe (die sich rasend schnell entwickeln muss, denn das "Liebespaar begegnet sich erst ab etwa der Hälfte des Buches) und fertig.
Es wurde meines Erachtens nach nicht wirklich ein Spannungsbogen aufgebaut und mit Überraschungen bei Ereignissen, Enthüllungen oder Wendungen konnte der Autor leider auch nicht aufwahrten - fand ich zumindest.


Lustig allerdings fand ich, dass man hier vom "anderen Ufer" ist, wenn man auf einen Mann bzw. auf eine Frau steht *lach*
Die Charaktere waren Stereotypen, sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen.
Da gab es die Sympathisanten (Arkana), die Fanatiker (Edana und der Inquisitor), die "Vermittler" - nenn ich sie mal so - (Magda und Ben) und die "Rebellen" (David und Juna).
Sicher, Juna und David waren sympathisch, dennoch konnte ich mich nicht wirklich mit ihnen identifizieren. Das Happy End für die Zwei - nun da will ich nicht viel verraten - nur so viel: ich warte noch ...

Die Idee hinter dem Buch (Frauen und Männer hassen einander wegen eines mutierten Virus) fand ich gar nicht mal schlecht. Wer weiß welche Viren irgendwo gebunkert sind und nur darauf warten auf die Menschheit losgelassen zu werden. Es passte irgendwie - futuristisch, aber nicht zu abwegig, denn es ist alles möglich.
Auch das kleine Beiwerk Parallelen zu Shakespeares "Romeo und Julia" zu ziehen fand ich ganz nett, aber doch schon fast zu viel. Hin und wieder ein Zitat daraus, okay, aber so viel - fast zu viel. Schade ...

Alles in Allem ein netter Auftakt zur Trilogie und lässt hoffen auf kommendes.

Mein Fazit: 

3 Sterne für einen passabelen Auftakt

Montag, 13. Januar 2014

Rezension: "Die Auslese - Nur die Besten überleben" von Joelle Charbonneau


http://www.randomhouse.de/Buch/Die-Auslese-Nur-die-Besten-ueberleben-Roman/Joelle-Charbonneau/e417475.rhd
Deutsche Erstausgabe Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-7645-3117-1 € 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 24,50* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Penhaligon

Erscheinungstermin: 26. August 2013
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Inhaltsangabe (Quelle: Penhaligon):
Nach den verheerenden Fehlern der Vergangenheit war sich die Gesellschaft einig, dass nur noch die Besten politische Macht ausüben dürfen. Von nun an sollten die Psychologen darüber urteilen, in wessen Händen die Zukunft des Landes liegen sollte. So entstand die Auslese.

Cia ist sechzehn und damit eine der Jüngsten, die zu den Prüfungen antreten, die darüber entscheiden, ob man für ein Amt geeignet ist. Zunächst ist sie von Stolz erfüllt – bis die erste Kandidatin stirbt! Jetzt breitet sich Angst aus, und Cia erkennt: Nur die Besten überleben … Dich erwarten Gefahr, Liebe - und nackte Angst!


 
Meine Einschätzung: 
Nach langem Hin und Her und langen Gesprächen mit meinem Mann in dem ich ihm von dem Buch erzählte rang ich mich dazu durch diese Rezension nun doch zu schreiben. 

Im Grunde weiß ich gar nicht so recht, wie und vor allem wo ich anfangen soll. 
Durch den Hype, der um das Buch gemacht wurde und den doch recht interessanten Klappentext, wurde ich auf das Buch neugierig.
Seit "Die Tribute von Panem" Trilogie scheinen Dystopien aus dem Boden zu sprießen, wie Unkraut und jeder scheint ein Stück vom Kuchen ab bekommen zu wollen.
Doch ich beginne abzuschweifen, denn ich merke, wie ich mich davor drücken will eine Rezension zu schreiben.
Eine Rezension zu diesem Roman fällt mir sehr schwer, immerhin bin ich mit einer gewissen Erwartung an das Buch heran gegangen und wurde bitter enttäuscht.

Es fängt schon damit an, dass ich mich stark an "Panem" und "Die Bestimmung" erinnert fühlte. Statt Distrikten/Fraktionen gibt es Kolonien, die von einem zentralen Punkt aus verwaltet wird.
Durch farbige Kleidung wird der Status deutlich gemacht (rot für die Erwachsenen, soweit ich das verstanden habe). Doch im Vergleich zu "Panem" und "Die Bestimmung", wird in "Die Auslese" nicht klar wieso die Welt entstanden ist, wie sie nun ist. Man liest immer nur von den Sieben Stadien des Krieges und was passierte, aber wieso es passierte keine Ahnung.
Nach dem Ende von Bd. 1 habe ich noch immer keine grob umrissene Konturen für die Welt, das System und die Menschen, in Cias Welt.

Doch damit hört es ja nicht auf - im Gegenteil.
Der Schreibstil der Autorin berührte mich nicht und holte mich nicht ab. Vieles wurde nüchtern erzählt und wirkte einfach nur wie eine Aneinandereihung von Geschehnissen in und um Cia herum. Es liest sich wie ein Reisebericht mit den nüchternsten Fakten - aufstehen, frühstücken, getestet werden - Pause- getestet werden, abend essen, schlafen gehen.
Mehr war da nicht - kurze Interaktion mit anderen Charakteren und gut ist.
Da war nichts - ich konnte auch nicht wirklich eine Beziehung zu irgendeinem der Charaktere aufbauen. Schwierig hier.
Sicher, ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, was einzig daran lag, dass ich noch immer hoffte, dass irgendwie die Spannung und die Gefühle doch noch ins Spiel kommen.
Aber ich wurde auch hier wieder enttäuscht: es blieb steril.

Die Charaktere kannte ich nach über 400 Seiten immer noch nicht und ich stellte mir im Verlauf des Lesens immer wieder die Frage: Was kann Cia nicht? Sie ist intelligent, stark, kann Fallen stellen, Schießen und trifft in 3 von 4 Fällen immer ins Schwarze - es schien nichts zu geben was sie nicht kann.
Dann ist da Tomas - wer ist er? Der Sohn eines Mannes der Bewässerungsanlagen baut. Doch wer ist ER? Er scheint gar nichts auf die Reihe zu bekommen, scheint einigermaßen intelligent zu sein und doch ... etwas muss er doch haben, dass ihn zur Auslese bestimmte?

Komisch irgendwie das Buch.
Als ich nach Beenden des Buches einige Rezensionen auf Amazon las sprach mir eine Rezensentin deutlich aus dem Herzen. Bei einem Gespräch mit meinenm Mann darüber wurden mir die Defizite noch deutlicher.

Ach ich will auch nicht weiter ins Detail gehen. Das Buch konnte mich leider nicht von sich überzeugen und ich kann es leider nicht ändern.
Ob ich weiter lesen werde, nur um zu sehen, ob die Handlung und der Schreibstil besser werden? Keine Ahnung - vielleicht, ich weiß es nicht.

Allen Anderen, die das Buch noch vor sich haben, denen sage ich: Verzagt nicht. Versucht das Buch und urteilt selbst.

Mein Fazit:
2 Sterne für den Guten Willen ...

Freitag, 10. Januar 2014

Rezension: "Verliebt in der Nachspielzeit" von Poppy J. Anderson


http://poppyjanderson.de/romane/band-1-verliebt-in-der-nachspielzeit.html

Ein Zufallsfund!

Inhaltsangabe:
Hanna Dubois ist nach New York gekommen, um sich für ein Stipendium zu bewerben damit sie ihre Doktorarbeit fertig schreiben kann. 

Bereits der Weg dorthin ist mehr als abenteuerlich.
Nach einem Auffahrunfall lernt sie den ehemaligen Quarterback John Brennan kennen. Sie werden schnell Freunde und ehe sie sich versehen lieben sie einander?

Doch Hanna und John bekommen es nicht einfach gemacht. Hetztiraden gegen Hanna lassen diese immer wieder an Johns Liebe zu ihr zweifeln. Und John ist machtlos Angesichts des "Hasses" der Hanna entgegen schlägt.
Dann ist es fast zu spät ...

Meine Einschätzung:
Durch Zufall bin ich bei der Suche nach neuer Lektüre auf Poppy J. Anderson gestoßen. Da mir der Klappentext gefiel, fackelte ich nicht lange und lud mir das eBook auf meinen Reader.
Und was soll ich sagen?
"Verliebt in der Nachspielzeit" (Bd. 1 der New York Titans Reihe) ist ein überraschend guter, süßer Roman mit ungeahntem Tiefgang (und eine kleine Botschaft hat das Buch auch, wie ich finde).
Der lockere und flüssige Schreibstil von Poppy begeisterte mich sofort und ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Einmal angefangen - schon war ich durch!

Die Handlung selbst läuft nach einem bekannten Schema ab - Frau trifft Mann. Doch was mir hier gut gefiel ist die Tatsache, dass Hanna kein Modeltyp ist, sondern eine normale Frau. Sie ist schön, jedoch nicht überirdisch. Und das machte das Buch noch etwas sympathischer und liebenswürdiger.
Auch die Steine, die Poppy J. Anderson den Beiden in den Weg legt sind sehr gut und konnten mich ein ums andere mal begeistern und überraschen. Wobei letzteres selten vorkam und doch stimmte hier einfach alles.
Sicher, ich musste gelegentlich beim Lesen an die Chicago Stars Reihe von SEP denken und doch stehen die "Titans" diesen Büchern in nichts nach!

Die Charaktere waren liebevoll gezeichnet und sehr real und greifbar wie ich finde. Die Zweifel der "unscheinbaren" Hanna waren nachvollziehbar, wenn so ein sexy Typ auf dich fliegt - ginge mir sicher auch nicht anders! *lach* Sofort schloss ich sie in mein Herz und auch John hat sich eine kleine Ecke erobert.

Der Roman hatte einfach alles, was ich brauche um glücklich und zufrieden zu sein - Romantik, Liebe, Tragik, Witz, Humor - ja selbst etwas Spannung.
Ich musste mehr als einmal die Tränen trocknen ...
Auf jedenfall weiß ich schon jetzt, dass ich die "Titans" Reihe weiter verfolgen werde.

Mein Fazit: 

5 Sterne für einen wunderbaren Liebesroman mit ernstem Unterton.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Rezension: "Die verborgenen Insignien des Pan" von Sandra Regnier



Erscheinungsdatum: 05. Dezember 2013
Verlag: Carlsen Impress
ISBN: 978-3-646-60010-0
ab 14 Jahren
275 Seiten
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Dies ist nun das Ende ... 

Inhaltsangabe (Quelle Carlsen Impress):

Eigentlich sollte sich Felicity ja glücklich schätzen. Nicht nur scheinen plötzlich sämtliche Jungen aus ihrer Schule an ihr interessiert zu sein, sie ist auch bereits mit dem bestaussehendsten Typen Londons verlobt. Nur leider ist die Verlobung schon vor Jahrhunderten arrangiert worden und ihr Zukünftiger der etwas zu charmante Halbelf Leander FitzMor, der viel zu vielen Frauen den Kopf verdreht. Felicity kann sich einfach nicht entscheiden, ob sie ihn lieber schlagen oder ihm doch endlich den alles verändernden Kuss geben soll. Zu allem Überfluss spitzt sich auch die Lage in der Anderwelt zu und wieder hängt alles von Felicity ab. Nur sie kann die für die Elfen so wichtigen Insignien finden, muss dafür aber ziemlich durch die Zeit reisen …

Meine Einschätzung:
Das ist also nun das Ende von Fay und Lee´s Geschichte - traurig, aber wahr. 

Bereits Bd. 1 und 2 konnten mich von der Geschichte und der Autorin überzeugen, Bd. 3 hat diese Feststellung nur noch mehr untermauert. 
Der wieder einmal angenehme und leicht zu lesende Schreibstil der Autorin zog mich auch diesmal unaufhörlich in den Bann der Elfen und Drachen. Einmal angefangen konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und wollte nur noch wissen: Wie endet es? Wird Fay ihre Bestimmung erfüllen?
Ob sie es hat - nun, da müsst ihr schon selbst die Bücher lesen ;)

Nahtlos knüpft Bd. 3 an die Ereignisse von Bd. 2 an und man wird sofort in die spannende und rasante Handlung geworfen. Ich gestehe, dass ich leichte Bedenken hatte, ob die Autorin das Ende lieblos hinklatschen würde, doch ich bin begeistert. 
Dieser dritte Band ist noch spannender, actionreicher, fulminater und romantischer und rasanter als seine Vorgänger.
Nebenbei zaubert sie Wendungen udn Ereignisse aus dem Hut, die so überraschend sind, dass man sie nicht mal in seinen kühnsten Träumen erdacht hätte. Aus Freund wird Feind und aus Feind wird Freund - nur so viel!


Auch bei den Charakteren glaubt man, dass da entwicklungstechnisch nicht mehr gehen kann, doch man irrt sich auch hier. Unaufhörlich treibt sie ihre Charaktere zu Höchstleistung an und die Entwicklungen kommen dabei sehr glaubhaft rüber ohne falsch zu erscheinen. Ganz so als sollte es schon immer so sein.

Hatte man am Ende von Bd. 2 zahlreiche Fragen gesammelt und hoffte auf die Antworten in Bd. 3. So kann ich gelassen sagen: Ja, die Antworten, die ihr sucht findet ihr in Bd. 3 und sie werden euch nicht weniger überraschen als mich. 

Ich für meinen Teil - die olle Romantikerin - kann leichten Herzens das eBook schließen und zufrieden sein. Es ist ein gutes Ende - so wie es sein soll und nicht anders.

Bitte mehr Bücher dieser Art, Fr. Regnier!

Mein Fazit:
Grandioser Abschluss einer tollen Trilogie ...


Mittwoch, 8. Januar 2014

Mittwochsgeflüster: Mein Rückblick auf das Lesejahr 2013

Guten Morgen ihr Lieben,

das Jahr ist jetzt schon ein paar Tage älter. Fast alle von uns Bloggern haben schon ihre Jahresstatistik geschrieben, nur die Lu hinkt wieder hinterher.
Und dafür entschuldige ich mich aufrichtig - aber irgendwie kommt immer irgendwas anderes dazwischen *lach*

Doch nun will ich mich nicht länger aufhalten lassen und präsentiere euch:


Meinen Jahresrückblick 2013!!


Bevor es ans Eingemachte geht - meine TOP 12 in den verschiedenen Kategorien - wollte ich euch ein paar Zahlen zur Hand geben.
Die da wären wie folgt:

gelesene Bücher: 258

gelesene Seiten: 96902
gelesene Seiten im Schnitt pro Buch: 375
gelesene Seiten im Schnitt pro Tag: 265

Allein die Anzahl meiner gelesenen Bücher ist schon ziemlich stattlich, oder nicht? Aber ich will nicht angeben. Wie bei vielen ist auch bei mir Lesen meine große Leidenschaft. Erst neulich meinte mein Sohn: "Mama, es reicht jetzt mal mit neuen Büchern. Immer kaufst du dir neue und wo willst du die alle unterbringen!?"
Kindermund tut Wahrheit kund? Sicherlich, aber ich bin ein Buchjunkie und immer auf der Suche nach neuem "Stoff" um meine Sucht zu befriedigen.
Im vergangenen Lesejahr war reichlich guter Lesestoff dabei.

Da ich so viele Bücher gelesen habe, dachte ich mir, dass ich die TOP 12 auswähle (aus jedem Monat mein Lesehighlight oder auch zwei, wenn ein Monat ohne Lesehighlight war) und da gibt es kein Ranking - die Bücher stehen auf den Plätzen, die dem jeweiligen Monat mehr oder weniger entsprechen.
Soll so viel heißen wie: Platz 1 = Januar, Platz 2 = Februar usw.


Dann will ich jetzt mal loslegen. Ich habe mir eine TOP 12 für folgende Kategorien zurecht gelegt:

> deutsche Bücher 

> engl. Bücher
> engl. eBooks 
> dt. eBooks
> Reihen, Trilogien etc.
> Autoren

Schon gespannt? Nun, dass dürft ihr auch sein *lach*

TOP 12 der auf deutsch gelesenen Bücher:
  1. Books and Braun - Die Janus Affäre von Ballantine/Morris 
  2. Das Dorf der Mörder von Elisabeth Herrmann
  3. Wo die Nacht beginnt von Deborah Harkness
  4. Der Mondscheingarten von Corinna Bomann
  5. Das Mädchen, das den Himmel berührte von Luca DiFulvio
  6. Solange am Himmel Sterne Stehen von Kristin Harmel
  7. Der Mann im Park von Pontus Ljunghill
  8. Der Aufbruch - Partials 1 von Dan Wells
  9. Codex Alera - Die Elementare von Calderon von Jim Butcher
  10. Blow Out von Uwe Laub
  11. Tanz auf Glas von Ka Hancock
  12. Das Glücksarmband von Holly Greene 
TOP 12 der auf engl. gelesenen eBooks:
  1. Losing Connor von Amanda Alberson
  2. Love´s Second Chance von L.P. Dover
  3. Third Time Lucky von Deborah Cooke
  4. Laying Low in Paradise von Kristy K. James
  5. Fatal Affair von Marie Force
  6. How to Date an Alien von Magan Vernon
  7. Today Only von Derinda Love
  8. Girls Love Travis Walker
  9. Heir Untamed von Danielle Bourdon
  10. A Royal Heartbreak
  11. American Girl on Saturn von Nikki Godwin
  12. Suddenly Royal von Nichole Chase
TOP 12 der auf deutsch gelesenen eBooks:
  1. Der Federmann von Max Bentow
  2. Göttlich verdammt von Josephine Angelini
  3. Die Bestimmung Bd. 1 von Veronica Roth
  4. Rashen - Einmal Hölle und zurück von Michaela B. Wahl
  5. Der Sanfte Kuss des Todes von Laura Griffin
  6. Percy Jackson - Diebe im Olymp von Rick Riordan
  7. Das geheime Vermächtnis des Pan von Sandra Regnier
  8. Zerstöre mich von Tahereh Mafi
  9. Er ist wieder da von Timur Vermes (das Hörbuch)
  10. Die Enklave von Ann Aguirre
  11. Neubeginn in Virgin River von Robyn Carr
  12. Der Merian Code von Rebecca Abrantes
TOP 12 der Reihen, Trilogien etc.:
  1. Books and Braun Series von Ballantine/Morris
  2. Whiskey Creek Reihe von Brenda Novak
  3. Göttlich Trilogie von J. Angelini
  4. Divergent Trilogie von V. Roth
  5. Fatal Series von M. Force
  6. Benni Harper Mysteries von E. Fowler
  7. Percy Jackson Reihe von R. Riordan
  8. Pan Trilogie von Sandra Regnier
  9. Dühnfort Reihe von Inge Löhnig
  10. Shatter Me Trilogie von Tahereh Mafi
  11. Eve Dallas Reihe von J.D. Robb
  12. Coxwell Series von D. Cooke
Bei einigen der Reihen wundert ihr euch sicher warum sie weder in den TOP 12 der Bücher, noch der eBooks vorkommen. Nun, dass hat eine einfache Erklärung: Das Gesamtbild ist hier wichtig. Ein einzelnes Buch einer Reihe konnte mich vielleicht nicht so überzeugen, wie alle Bücher oder mehrere zusammen betrachtet - verständlich, oder? 

TOP 12 Autoren:
  1. Ballantine/Morris
  2. Elisabeth Herrmann
  3. Josephine Angelini
  4. Veronica Roth
  5. Tahereh Mafi
  6. Corinna Bomann
  7. Rick Riordan
  8. Val McDermid
  9. Sandra Regnier
  10. Jim Butcher
  11. Uwe Laub
  12. Inge Löhnig
Und auch hier gilt: Die Autoren, die mir zuerst in den Sinn kamen, wenn ich an mein Lesejahr 2013 denke haben es in die TOP 12 geschafft!
Das war es auch schon mit meinem TOP 12 Jahresrückblick und vielleicht habe ich ja mit dem ein oder der anderen eine Überschneidung.
Ich kann für mich jedenfalls ruhigen Gewissens das Jahr ad acta legen und nach vorne blicken.
Bei einer Challenge habe ich mit gemacht - der Blanvalet Challenge und mit 51 gelesenen Büchern den Sieg eingefahren.
Dieses Jahr sind es einige mehr, drückt mir die Daumen, dass ich nicht den Überblick verliere.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein aufregendes Lesejahr 2014!

Lu

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