Freitag, 24. April 2015

Blogger United - die etwas andere Blogtour

Schönen Nachmittag euch allen,
 
 
ich hoffe ihr habt die letzten Sonnenstunden vorm Wochenende genossen, denn ab Morgen soll es ja wieder bescheidener werden.
Doch wegen dem Wetter seid ihr und ich nicht hier, denn ihr wollt viel lieber etwas über einen weiteren Tag der Blogger Aktion "Blogger United" von Nicole (About Books) lesen.
Nun, Nicole hat im Vorfeld die Beiträge verteilt und mir wurde die (bescheidene) Ehre zuteil euch etwas über folgendes Thema zu erzählen:

Einzelbände vs Mehrteiler

Wie es der Zufall will habe ich mir in der Vergangenheit schon öfter Gedanken darüber gemacht, was denn nun besser ist: Ein Einzelband oder doch lieber ein Mehrteiler?
Tja, es ist eine leidige Frage und ähnlich mit der Frage zu vergleichen: Was war zuerst da? Huhn oder Ei - ja, ich weiß der Vergleich hinkt.

Wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist, dann wird man sagen, dass man darauf NIE eine eindeutige Antwort geben kann, denn alles hat positive und negative Aspekte.

Ich selbst nehme mir seid Jahren vor keine neuen Reihen zu beginnen (und wenn doch, dann müssen vorher begonnene Reihen beendet werden) und viel mehr Einzelbände zu lesen.
Doch gerade die letzteren sind, wie ich finde, sehr schwer auf dem Buchmarkt zu finden. Überall tauchen neue Buchreihen mit 2 oder mehr Teilen, oft sind es auch solche Endlosreihen wie die "Black Dagger" Reihe von J.R.Ward (da ist man mittlerweile bei Bd. 24 oder so) bei denen schlicht und ergreifend kein Licht am Ende des Tunnels erkennen kann.
Oder es sind Fortsetzungen/Spin Offs zu bereits erfolgreichen Serien in denen dann die nächste Generation besprochen wird - irgendwie nervig.
Und doch haben Reihen auch etwas positives abzugewinnen, denn so kommt man in den Genuss länger und mehr von lieb gewonnenen Charakteren zu lesen oder in den Genuss des grandiosen Schreibstils.
Was aber besonders ärgerlich ist, ist, wenn man im Buchladen auf ein Buch stößt und sich denkt: Ja! Muss ich lesen! Nur um dann zuhause ernüchtert feststellen zu müssen, dass es Teil XY von wer weiß wie vielen Teilen ist und man es nicht unabhängig vom Vorgänger lesen kann.
Nichts desto trotz gibt es auch schwarze Schafe in den Buchreihen - was ich damit meine? Tja, diese "schwarzen Schafe" sind Reihen die von ihren jeweiligen Autoren bis zum Exzess ausgereizt werden und mit jedem geschriebenen Band an Leuchtfeuer verlieren, weil sie vermeintlich ausgeschöpft werden müssen. Oft sind es gerade Reihen, die grandios begonnen haben und nach und nach abbauten (für mich eines der besten Beispiele die Highland Saga von Diana Gabaldon), hier wissen Autoren oft nicht wann es am besten ist zum Ende zu kommen und die Charaktere ruhen zu lassen.
Natürlich gibt es auch hier die positiven Beispiele bei denen eine Reihe von Buch zu Buch besser zu werden scheint (hier nenne ich als Beispiele die "Chicagoland Vampires" von Chloe Neill oder die "Fatal" Series von Marie Force). Hier scheint es, dass die Autorinnen immer wieder einen drauf setzen.
 

Da denkt man sich dann, dass Einzelbände doch soooo viel besser sind, denn da weiß man am Ende ist Schluss und es wird nicht in die Länge gezogen.
Deshalb bin ich gerade zu euphorisch, wenn ich in der Buchhandlung oder bei Amazon auf Bücher stoße bei denen dabei steht, dass sie Einzelbände sind oder unabhängig von den anderen Bänden der Reihe gelesen werden können (oft steht das bei den engl. Büchern dabei) - da gestehe ich, dass ich gedanklich oft da stehe und triumphierend die Faust in die Luft recke und schreie: Yeah!

Trotzdem gibt es auch hier Nachteile, denn oft wünscht man sich, dass die Geschichte etwas ausführlicher erzählt wird oder man möchte wissen, wie es den Charaktere nach dem letzten Punkt ergangen ist und und und ... ein Beispiel ist "Stolz und Vorurteil", wer möchte nicht wissen, wie es Lizzie und Mr. Darcy nach dem Heiratsantrag ergangen ist?
 
Ihr seht also, dass man eigentlich sagen kann, dass es immer auf die Bücher und die Handlungen angeht. Manche Geschichten, die erzählt werden wollen kann man einfach nur mit mehreren Büchern gerecht werden und andere Bücher sind so intensiv und positiv anstrengend, dass ihre Geschichte mit einem Buch erzählt ist und man am Ende mehr als zufrieden zurück bleibt ("Jake Undone" von Penelope Ward sag ich da nur!)
 
Alles in Allem muss jeder selbst für sich entscheiden was er oder sie liest, ob nun Einzelband oder Mehrteiler - ich lese weiterhin beides.
Mich würde nun interessieren, was ihr lieber lest und warum?
Also diskutiert was das Zeug hält!

Liebe Grüße
Lu

Kommentare:

  1. Huhu!

    Also, ich selbst mochte bis vor einigen Monaten Reihen eigentlich sehr gerne und auch meist auch lieber als Einzelbände. Ich mag einfach, wenn Geschichten sehr ausführlich erzählt werden. Dann kann ich mich oft viel besser darauf einlassen und die Figuren sind mir viel näher.

    In der letzten Zeit passiert es aber immer häufiger, dass ich mir denke, dass gerade diese Reihe eigentlich auch mit weniger hingekommen wäre. Gerade bei Trilogien habe ich oft den Eindruck, dass es einfach auf Teufel komm raus eine Trilogie sein sollte, obwohl das Potential dafür eigentlich überhaupt nicht da war. Bei zweiten Bänden solcher Dreiteiler stelle ich es häufig fest, dass dieser nur als Zwischengeplänkel fungiert, aber eigentlich gar nichts zu sagen hat. Das finde ich schade, denn so machen Reihen irgendwie auch keinen Spaß mehr. Dann lieber wieder mehr auf Einzelbände setzen, dann habe ich zumindest nicht dein Eindruck, dass ich hier Zeit und auch Geld verschwende.

    Hm ... wenn ich entscheiden müsste, dann würde ich trotzdem behaupten, dass ich gerade im Fantasy- und Jugendbuchbereich Mehrteiler lieber mag um mich in die fremden und konstruierten Welten auch ausleben zu können. Insgesamt kommt es halt doch auch etwas aufs Genre an, denke ich.

    GlG,
    Nicole

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  2. Grundsätzlich bin ich nicht für oder gegen Einzelbände oder Reihen. Es hat viel mit dem Inhalt zu tun. Wenn der reizvoll und gut strukturiert ist und es hergibt, dann darf es da gerne mehr Bände zu geben. Wenn der Inhalt nur künstlich in die Länge gezogen wird, ist es dagegen ärgerlich und wirkt wie Geldmacherei. (Besonders wenn eine Geschichte erst als Einzelband konzipiert war und dann so erfolgreich ist, dass man was dranhängt)
    Andersrum können Einzelbände zu kurz wirken. Es fehlen wichtige Informationen, die in einem weiteren Band Raum bekommen hätten.

    Bei Jugendbüchern ist auffällig, dass vor allem Reihen und Trilogien veröffentlicht werden. Da steckt bestimmt auch Marketing und Strategie hinter. Das finde ich nachvollziehbar, aber auch schade. Bei Erwachsenenliteratur finde ich das nicht so häufig. Vielleicht weil Erwachsene nicht so konsequent die Fortsetzungen kaufen, da sie es schlicht vergessen oder so.

    Wie auch immer, ich gebe dir recht: so eindeutig entscheiden kann man/ich das nicht. Immerhin sehen mehrere Bände im Regal ja auch echt hübsch aus ;-)
    Liebe Grüße
    Melissa

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  3. Hallihallo,

    teilweise finde ich Einzelbände ganz gut, vor allem dystopische Trilogien gehen mir zunehmen auf die Nerven und einen Einzelband aus dem Genre finde ich manchmal ganz erfrischend (dann muss man sich nur einmal die Namen merken ;) ).
    Ich mag aber Serienbände von Liebesromanen. Z.B. Military Romance oder Bücher von Susan Mallery. Du weißt, dass es richtig gut geschrieben ist und würdest die Geschichte am liebsten immer und immer wieder lesen, aber nach einem Mal ist es getan - zum Glück schreiben die Autorinnen dann über den besten Freund des Helden aus dem ersten Band, und noch über seine fünf Brüder und deren Cousins. Und bei den Frauen genauso. In einer Serie schreibt Susan Mallery sogar über eine ganze Stadt (die zunächst nur von zu vielen Frauen bewohnt wird ^^). Sowas mag ich dann. Es sind Einzelbände, aber auch Reihen.

    Bei manchen Reihen aber möchte ich nie wieder aufhören zu lesen. Harry Potter zum Beispiel - wie schade als es zuende war. Oder Panem! Drei Bücher waren viel zu wenig!
    In solche Bücher möchte ich abtauchen und mehr und mehr lesen können.

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  4. Huhu Lu,

    du hast es eigentlich schon recht gut zusammengefasst. Ich bin eigentlich ein Reihen-Fan. Das können zwei drei oder mehr Bände sein. Für mich ist einfach nur wichtig, dass die Geschichte nicht allzu sehr in die Länge gezogen wird. Irgendwann muss einfach mal Schluss sein.

    Das mit dem x. Teil aus einer Reihe kaufen, kenne ich. Ist mir diesen Monat gleich zweimal passiert. Beim dem einen ist es mir erst aufgefallen als ich es zu Ende hatte und eine Rezi zum ersten Teil gelesen hatte.

    Aber auch Einzelbände kaufe ich gerne. Klar ist man da oft etwas wehmütig, aber hey das ist man bei manchen Reihen auch wenn sie zu Ende sind.

    LG Chia

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  5. Hey Lu,
    ich finde, bei Reihe oder Einzelband kommt es ganz stark darauf an, in welchem Genre wir uns bewegen. Fantasy besteht zu mindestens 70% aus Reihen, behaupte ich jetzt einfach mal. Ich denke, das liegt daran, dass ja erst einmal eine völlig neue Welt aufgebaut und entfaltet werden muss. Oft begeben sich die Helden in Fantasyromanen auf Missionen, jedoch sind die Wege nicht linear und sie müssen immer wieder Umwege machen. So wird ein Buch auch schon mal ziemlich lang. In anderen Genres begegnet mir das eher wenig, abgesehen vom Trend in den New-Adult-Büchern, die Geschichte noch einmal aus der anderen Sicht zu lesen.

    Bei deinem Beispiel für einen Einzelband, von dem man sich eine Fortsetzung wünscht, "Stolz und Vorurteil", muss ich dir widersprechen. Ich finde, dass dieses Buch die perfekte Länge hat und es völlig ok ist, dass man nicht weiß, wie die ersten Beziehungsjahre von Lizzy und Mr. Darcy sind. Zusätzlich wäre das für das 18. Jahrhundert auch sicherlich etwas ungewöhnlich gewesen.

    Mehrteiler finde ich nur dann gut, wenn sie Sinn ergeben. Bücher wie "Harry Potter" waren ja von Anfang an auf mehr als ein Buch angelegt. Aber wenn es nur mehr Teile gibt, weil der erste Band erfolgreich war, dann bemerkt man das beim Lesen der nächsten Bücher auch häufig. Die Handlung ist vielleicht plötzlich gar nicht mehr so rund oder klingt von der Grundstimmung ganz anders. Deswegen finde ich, dass Einzelbände, die zuerst als solche ausgelegt waren, es auch meistens so bleiben sollen, denn Weiterschreiben um des Weiterschreibens willen geht häufiger in die Hose.

    LG Bücheraxt

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  6. Huhu,

    ja, ich kann deine Argumentation Pro und Contra Reihen nur unterschreiben. Bei manchen Serien kommt man auch irgendwann nicht mehr nach. So geht es mir aktuell bei den Black Daggern. Da hat Frau Ward inzwischen so viele Handlungsstränge, dass ich etwas den Überblick verloren habe, obwohl ich die Serie sooo toll finde!

    LG Desiree

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  7. Hey,
    ich lese auch beides (aus deinen genannten Gründen), ABER,da in letzter Zeit einfach soooo viele Reihen/Trilogien auf den Markt kommen, bin ich momentan echt genervt davon. Ich habe derzeit ca. 70 angefangene Reihen! -.- Da sperrt sich einfach alles in mirl. Ab und zu hab ich aber Lust auf eine neue Reihe, krieg aber schon beim Gedanken ein schlechtes Gewissen. Ich bau erst Mal meine derzeitigen Reihen ab (und fange hoff nicht viele neuen an) und kann dann hoffentlich befreit aufatmen und mich mit gutem Gewissen an neue Reihen wagen.
    lg. Tine =)

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