Donnerstag, 25. Juni 2015

Rezension: "Murder on Astor Place" von Victoria Thompson

http://www.victoriathompson.com/My_Mysteries.html
Inhaltsangabe:
New York, 19. Jahrhundert: Sarah Brandt verdient nach dem Tod ihres Mannes ihren Lebensunterhalt als Hebamme.
Als sie zu einer Geburt gerufen wird begegnet sie einem jungen Mädchen, dass ihr seltsam vertraut vorkommt. Schon am nächsten Tag ist das Mädchen tot - ermordet.
Gemeinsam mit dem Polizisten Frank Malloy macht sie sich auf die Suche nach dem Mörder und die Spur führt in das Haus einer der einflussreichsten Familien New Yorks ...

Meine Einschätzung:
Dank meiner sehr, sehr lieben Freundin wurde ich auf die Gaslight Mysteries von Victoria Thompson aufmerksam und ich bin begeistert.
Angesiedelt im New York des ausgehenden 19. Jahrhunderts bekommt man hier einen spannenden, schockierenden und fesselnden historischen Kriminalroman geboten. (Ich musste mehr als einmal an die Sky Serie "Copper" denken). "Murder on Astor Place" ist mein erster Roman der Autuorin und ich finde ihren Schreibstil erfrischen, angenehm und leicht zu lesen. Ihr gelingt es sehr gut die Atmosphäre, Stimmung, Setting und die Leute zu beschreiben, so dass man sich fühlt als sei man dort. Hat man erst einmal mit dem Roman angefangen, kommt man so einfach nicht mehr davon los - ein richtiger Pageturner!

Die Handlung fängt langsam an und mit jeder Seite nimmt sie mehr und mehr an Fahrt auf. Lange tappt man mit Sarah und Frank im Dunkeln, doch geschickte und interessante Wendungen machen das Buch richtig spannend. Und am Ende bleibt einem bei der Identität des Mörders und des gesamten Ausmaßes an Grausamkeiten sprichwörtlich die Spucke weg, denn DAMIT hat man (mir ging es zumindest so) nicht gerechnet. Hut ab! Diese Enthüllung sorgte bei mir für Brechreiz - so "ekelhaft" war es!

Die Charaktere, Frank und Sarah, sind wie Feuer und Wasser - so unterschiedlich wie Tag und Nacht, dennoch sind sie sich auch auf eine gewisse Weise ähnlicher, als sie es vielleicht glauben oder vermuten. Gerade zwischenmenschlich scheinen sie nichts füreinander übrig haben zu können, doch als Leser merkt man schnell: Da geht noch was.
Die Entwicklung von Beiden gefällt mir sehr gut, denn Sarah ist mehr als nur die Witwe eines Arztes oder die Tochter reicher Eltern, nein, sie hat wie  viele auch ihr Päckchen zu tragen.
Und dann ist da Frank, der auch nur so macht als sei er ein kaltschnäuziger Polizist, der nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, er ist ehrlicher als viele anderen und das macht ihn zusätzlich sympathisch.
Bei den "Bösen" in der Geschichte schafft es die Autorin gekonnt eine Fassade aufzubauen, die nicht eher zu bröckeln beginnt bevor man ihm/ihr nicht auf die Schliche gekommen ist und was sich dann dahinter verbirgt ist ungeheuerlich!

Ein wirklich gekonnter, fantastischer Auftakt zu einer Krimireihe, die ich mit Bestimmtheit weiter verfolgen werde.

Mein Fazit:

5 Sterne - absolut empfehlenswert und ich freu mich schon auf Bd. 2 der Reihe.

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