Mittwoch, 8. Juli 2015

Autoreninterview mit Ann-Kathrin Wolf

Guten Morgen ihr Lieben,

nach Monaten der Abwesenheit ist es endlich wieder da - das Autoreninterview. Ich versuche ab sofort wieder regelmäßiger Interviews zu veröffentlichen, doch es lässt sich sicherlich nicht vermeiden, dass es auch mal Durststrecken gibt, da es doch schwer ist "willige" Opfer zu finden.

Doch ein paar habe ich wieder aufgetan und vielleicht liest dies hier ja der ein oder andere Autor und möchte sich meiner Inquisition stellen!

Aber genug der langen Vorrede und ich präsentiere euch mein neuestes Interview, diesmal mit

Ann-Kathrin Wolf
(Autorin von "Zwischen Schnee und Ebenholz", "Mondscheinkuss")

Über die Autorin:
 
 
Ann-Kathrin Wolf, geboren 1989 in Neumünster, lebt heute im schönen Schleswig-Holstein. Nach ihrer Ausbildung zur Erzieherin, in der sie das Märchenerzählen für sich entdeckte, begann sie an der Fachhochschule Kiel das Studium »Soziale Arbeit«. Neben Zeichnen, Lesen, ihren beiden Katzen und Kaffeetrinken, ist das Schreiben schon immer eine große Leidenschaft von ihr gewesen.
Mehr über sie und ihre Bücher findet ihr hier:
Autorenseite Verlag
Facebook

Und hier nun eeeeendlich das Interview!!!

Erst einmal vielen lieben Dank, Ann-Kathrin, dass Sie sich Zeit dafür genommen haben meine Fragen zu beantworten.

Schon mal vorweg, wir können gerne beim DU bleiben, wenn du magst J

1. Was hat Dich zum Schreiben gebracht? Hast Du schon immer geschrieben oder kam es plötzlich, wie aus dem Nichts und Du hast Dir gesagt: Heute will ich mal versuchen einen Roman zu schreiben? 

Ich habe schon immer gerne geschrieben. Angefangen hat es in der Grundschule, wo ich über tiefgründige Themen wie Meerschweinchen und Pferde geschrieben habe. Später habe ich mich dann leidenschaftlich Fanfiktions zugewandt und besonders zu der bekannten „Harry Potter“ - Reihe von JK Rowling.
Erst in den letzten Jahren bin ich verstärkt dazu über gegangen, eigene Geschichten niederzuschreiben. Man kann also sagen, dass mich das Schreiben schon fast ein Leben lang verfolgt.

2. Wer oder was inspiriert Dich? Wo nimmst Du Deine Ideen her? 

Ich lasse mich von vielen Dingen inspirieren. Natürlich von anderen genialen AutorInnen. Aber auch von Kunst, Kultur, Filmen, Serien, der Alltag, meine Freunde. Ich kann gar nicht genau sagen, woher ich meine Ideen nehme. Sie entstehen meistens sehr spontan und sind „einfach da“.

3. Wenn Du Zeit zum Lesen findest, was liest Du dann am liebsten? Bleibst Du dem Genre treu in dem Du selbst schreibst oder muss es was gänzlich anderes sein? 

Ich versuche immer mir viel Zeit zum Lesen zu nehmen. Ich bin eine leidenschaftliche Leserin und lese so ziemlich alles queer Beet. Es muss nicht das Genre sein, in dem ich schreibe.

Am liebsten lese ich Jugendbücher, Dystopien und Fantasy. Aber auch Thriller, Krimis und Romane nehme ich gerne zur Hand. Ich entdecke gerne neue Genres und lasse mich überraschen.

4. Was sind Deine TOP 3 bei Büchern? 

Oh das ist schwer. Nur 3?

1. „Die Sturmhöhe“ von Emily Bronte

2. „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen

3.  „Jane Eyre“ von Charlotte Bronte

Diese Bücher begleiten mich schon eine ganze Weile und ich lese immer wieder mit Begeisterung in ihnen.

5. Womit beschäftigst Du Dich, wenn Du nicht gerade an versch. Projekten arbeitest? 

Nun, zum einen gehe ich zur Uni. Ich studiere seit Herbst 2014 Soziale Arbeit und bin damit, wenn nicht gerade Semesterferien sind, schon sehr ausgefüllt. Ansonsten zeichne ich sehr gerne, lese viel und gehe einer weiteren Leidenschaft von mir nach, dem Bloggen. Auf meinem Buchblog „Levenyas Buchzeit“ schreibe ich gerne über die Welt der Bücher und stöbere auf anderen Blogs.

6. Wieviel steckt von Dir und evtl. Personen aus Deinem Umfeld in Deinen Charakteren? 

Von mir steckt gar nicht so viel in den Personen aus meiner Geschichte. Dafür lasse ich ziemlich viel von meinen Freunden und dem direkten Umfeld in meine Geschichten einfließen. Meine Figur „Lilly Hunt  aus „Zwischen Schnee und Ebenholz“ z.B. ist eine Kombination aus meinen ältesten Freundinnen und das Auto, das sie fährt, der Ford „Harrison“, haben meine Schwester und ich früher besessen. Er hieß ebenfalls „Harrison“.

7. Kennst Du das, eine Schreibblockade zu haben? Markus Heitz sagte mir mal bei einer Fragerunde im Rahmen einer Lesung, dass er immer schreiben könne und er so etwas gar nicht kennt. 

Mir geht das auch so. Ich habe immer Lust zu schreiben und irgendwie gibt es auch immer etwas zu schreiben. Mir spucken so viele Ideen im Kopf herum, die unbedingt auf Papier gebracht werden wollen. Ich hoffe auch, dass ich nie eine Schreibblockade haben werde.

8. Was dürfen wir in naher Zukunft von Dir erwarten?

Bereits am 18.03.15 erschien mein BitterSweets „Mondscheinkuss“.

Sturmjunge – Seensucht – Regenlachen ...

Zwei Tage in der Menschenwelt zu verbringen kann so schwer doch nicht sein, denkt sich die junge Nymphe Ariadne und geht prompt eine äußerst leichtsinnige Wette ein. Doch zwei Tage sind ganz schön lang, wenn man seiner Nymphenkräfte beraubt wird und nicht einmal den Busfahrer bezirzen kann. Und noch viel weniger den Jungen mit den Sturmaugen.

Jetzt im November 2015 erscheint mein 2. Teil der Märchenherz-Reihe. Es wird also eine Fortsetzung zu „Zwischen Schnee und Ebenholz“ geben. Wir  werden es  mit neuen Märchen und vielen neuen Charakteren zu tun bekommen. Mehr kann ich leider noch nicht verraten.  
9. Welche Tipps gibst Du denen, die selbst schreiben?

Hmmm … ich würde als Tipp mitgeben, dass man sich immer ausprobieren und an einer Idee festhalten sollte. Übung macht den Meister. Mir hat es sehr geholfen, dass andere Leute das Buch gelesen haben, denen ich im Vorfeld noch nicht viel über die Idee des Buches erzählt habe. Somit waren sie ganz offen und haben Denkfehler entdeckt, die mir als allwissende Autorin verborgen geblieben sind.
Ansonsten kann ich nur sagen „TRAUT EUCH!“.

Genau das ist mir nämlich am Schwersten gefallen, da ich mir immer nicht vorstellen konnte, dass sich irgendjemand für mein Buch interessieren könnte.
Tobt euch aus, seid kreativ und glaubt an euch. Das kann ich euch nur mit auf den Weg geben!

10. Wie verlaufen bei Dir Recherchen zu einem neuen Buch? Man findet ja alles im Internet, aber ob dies dann auch Hand und Fuß hat steht auf einem anderen Blatt …

Ich recherchiere auch im Internet. Aber meistens sammle ich dort nur meine „Inspirations-Bilder“ anhand derer ich meinen Ideen mehr Leben einhauchen möchte. Für mein neustes Projekt musste ich ein sportliches Motorrad recherchieren. Um es richtig beschreiben zu können, habe ich verschiedene Bilder gesammelt.

Ansonsten recherchiere ich lieber mit Büchern, die ich direkt zur Hand nehmen kann. Vor allem wenn ich Märchen recherchiere ist es mir lieber, eine richtige Quelle zur Hand nehmen zu können.
 
11. Hast Du bestimmte Rituale, die eingehalten werden müssen bevor Du mit dem Schreiben beginnen kannst? Ein besonderer Platz? Besondere Musik, die Du dabei hörst? Stehen kleine Snacks bereit oder oder … 

Ja, ich habe bestimmte Rituale entwickelt. Ich brauche z. B. eine Kanne Kaffee neben mir (manchmal geht auch Tee), mein Skizzenbuch mit den genau ausgearbeiteten Charakteren, meine weiteren Notizen und vor allem die richtige Musik. Ich höre sehr gerne Musik beim Schreiben. Das brauche ich, um ganz eintauchen zu können und alles andere um mich herum zu vergessen. Am liebsten höre ich nebenbei OSTs (Original Motion Soundtrack). Denn wenn ich Gesang dabei habe, werde ich immer ganz schnell abgelenkt.

Bei „Zwischen Schnee und Ebenholz“ habe ich den OST von „Ziemlich beste Freunde“ von Ludovico Einaudi. Wunderschöne Musik zu einem großartigen Film! https://www.youtube.com/watch?v=F7hJ_BVbGz0

12. „Zwischen Schnee und Ebenholz“ handelt von Märchen, die du in ein modernes Gewand gepackt hast. Ich habe das Buch verschlungen und natürlich frage ich mich: Wird es einen zweiten Band geben? Und welches Märchen ist dein absoluter Favorit?

Ja, es wird einen zweiten Band geben. Im November 2015 erscheint der 2. Teil der Märchenherz-Reihe. Wie schon gesagt schreibe ich momentan an der Fortsetzung. Es wird einige neue Märchen und viele neue Charaktere geben. Ich kann schon mal so viel verraten, dass wir auf den Prinzen treffen werden und wir auch die Bruderschaft des Schneewittchens näher kennen lernen werden.

Wenn mich mein Gefühl nicht trügt, wird es auch einen dritten Band geben, aber das kann ich erst sagen, wenn ich mit dem zweiten Band fertig bin. Bei mir entwickelt sich die Geschichte beim Schreiben. Was es für mich sehr spannend, aber auch zugleich schwierig macht.

Oh das ist schwer zu sagen, welches Märchen ich am liebsten mag. Ich kann unmöglich nur eines nennen! Ganz klar zählt „Schneewittchen“ dazu, aber ich bin auch ein ganz großer Fan von „Allerleirauh“, „Rapunzel“ oder „Die kleine Meerjungfrau“. Ich finde Märchen einfach großartig und könnte immer wieder in diese Welt eintauchen.
An dieser Stelle bedanke ich mich für Deine tollen Antworten und ich hoffe, dass wir ganz bald noch ganz viel von dir lesen werden!

Und auch euch danke ich, dass ihr es bis hierhin ausgehalten habt und hoffe sehr, dass euch das Interview gefallen hat!
Bis nächste Woche, da wird es ein neues Interview geben!!

Eure
Lu

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