Donnerstag, 12. November 2015

Rezension: "Der lange Atem der Vergangenheit" von Val McDermid



Hardcover, Droemer HC
01.10.2015, 448 S.

ISBN: 978-3-426-28134-5

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Inhaltsangabe (Quelle Droemer Knaur):
Verborgen in der Turmspitze eines baufälligen viktorianischen Gemäuers in Edinburgh wird eine skelettierte Leiche mit einem Einschussloch im Schädel gefunden. Detective Chief Inspector Karen Pirie und ihre Cold Cases Unit sollen den rätselhaften Fall aufklären. Um wessen sterbliche Überreste handelt es sich? Karen hat kaum Anhaltspunkte, aber einen zielsicheren Instinkt. Ihre Nachforschungen führen sie zurück in die neunziger Jahre, in die Erbarmungslosigkeit der Balkankriege. In einem Labyrinth aus persönlichen und politischen Konflikten, aus falschen Identitäten und sorgsam gehüteten Geheimnissen droht sich die Spur zu verlieren. Doch manchmal will die Vergangenheit einfach nicht ruhen ...


Meine Einschätzung: 

Als ich bei der Verlagsseite von Droemer Knaur schaute, was es denn neues von meinen Lieblingsautoren gibt geriet ich richtig aus dem Häuschen, denn es wurde ein neuer Roman von Val McDermid angekündigt über den ich schon einiges gelesen hatte.
War doch klar, dass ich es haben musste *grins* 

Doch leider wurde die Freude etwas gedämpft, als ich bei Goodreads sah, dass es sich hier um den dritten Teil einer Reihe handelte. Und wer mich kennt, der weiß das ich Reihen grundsätzlich von Anfang an lesen muss, hier jedoch nicht, denn ich war schlichtweg zu "faul" die beiden Vorgänger zu lesen und was soll ich sagen: Es war kein Problem, denn er ließ sich ohne jede Vorkenntnisse lesen. 

Val McDermids Schreibstil war angenehm zu lesen - keine Frage, dennoch wurde es phasenweise doch ziemlich langatmig und ich war mir nicht sicher, ob ich es beenden wurde. Keine Frage die Grundidee und die damit verbundenen Themen (Balkankonflikt etc) waren interessant und auch die Passagen, die Professor Blake in ihrem "Buch" schildert waren erschreckend und entsetzlich. Man erhielt eine kleine Ahnung, wie es damals gewesen sein muss, trotzdem baute sich die Spannung nur langsam auf und ich ertappte mich, dabei, dass ich drohte Passagen zu überblättern *schäm* 
Doch überwand man aber einen bestimmten Punkt im Buch, dann wurde es wesentlich besser und ich konnte das Buch danach nicht mehr aus der Hand legen. 

Obwohl der Spannungsaufbau nur langsam von Statten ging und auch sonst die Handlung vor sich hinplätscherte gab es doch die ein oder andere spannende bzw. interessante Wendung, was mich schlussendlich immer weiter lesen ließ.

Bei den Charakteren fand ich, dass Karen und Minzdrops (sein Name wurde so selten genannt, dass ich mich nicht mal dran erinnern kann) ganz nett waren, aber so richtig warm wurde ich nicht mit ihnen - es sprang einfach kein Funke zwischen uns über.
Selbst die Szenen mit Karen Lebensgefährte Phil und dem daraus resultierenden Ende wirkten auf mich irgendwie wie reingewürgt und im Nachhinein eingefügt - komisch.

Alles in Allem ist die der schwächste Roman den ich bisher von Val McDermid lesen durfte und obwohl er interessant war, so wies er doch nicht die Stärke auf, wie andere Krimi/Thriller von ihr.


Mein Fazit: 

3 Sterne - interessant und teilweise langatmig, aber für Fans sicherlich ein LeseMuss. 

1 Kommentar:

  1. Hi!
    Toller Blog und eine schöne Rezension.
    Wollte dich mal fragen ob du die Random House Challenge auch im Jahr 2016 wieder veranstalten wirst?
    Würde dann gerne mitmachen... :-)

    LG
    Chrissy

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