Mittwoch, 13. Januar 2016

Rezension: "Der Totschläger" von Chris Carter



Thriller
Taschenbuch
Broschur
464 Seiten
One by one
Aus dem Englischen übersetzt von Sybille Uplegger.
ISBN-13 9783548285764
Erschienen: 16.06.2014
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Inhaltsangabe (Quelle Ullstein Verlag):Ein anonymer Anrufer befiehlt Detective Robert Hunter eine Website aufzusuchen. Auf der Seite: eine Live Show. Hunter muss mit ansehen, wie ein Mensch brutal gefoltert und ermordet wird. Das Gefühl von Hilflosigkeit ist übermächtig. Bevor Hunter und sein Kollege Garcia vom LAPD auch nur ahnen, mit wem sie es zu tun haben, setzt der Unbekannte sein krankes Spiel fort: Ein weiterer brutaler Mord vor laufender Kamera. Und dieses Mal hat der Anrufer Hunter und Garcia eine ganz eigene Rolle zugedacht.

Meine Einschätzung:
Endlich habe ich mal wieder einen Chris Carter gelesen und es war mit Abstand der beste, doch vor allem auch der widerlichste Thriller dieser Reihe - zumindest meiner Auffassung nach. 

In meinen 32 Jahren habe ich schon viele grausame, brutale und lebenverachtende Thriller gelesen, aber "Der Totschläger" läuft jedem von ihnen den Rang ab. Zum ersten Mal in all den Jahren graute es mich davor ein Buch weiter zu lesen, nicht weil es schlecht ist, sondern weil es mir deutlich an die Substanz ging. Tatsächlich musste ich eine Pause während dem Lesen einlegen, um frische Luft schnappen zu gehen, denn allenfalls hätte ich mich an Ort und Stelle übergeben.
Einige werden jetzt sicher sagen: Übertreibst du nicht ein bisschen? Also ich finde nicht, dass ich übertreibe, doch überzeugt euch selbst.

Der Schreibstil war wieder sehr gut und SEHR bildreich und detailliert - wie man ihn eben kennt von Chris Carter. Und trotz all der Grausamkeiten und Brutalität fesselte mich das Buch auch. Trotzdem gab es auch Momente in denen ich das Buch am liebsten zugeschlagen und gaaanz weit von mir geworfen hätte. Die Bilder die Chris Carter hier beschreibt und heraufbeschwört wirkten auf mich stellenweise recht verstörend und ließen sie mehr als nur ein bisschen lebendig vor dem inneren Auge werden. Mehr als einmal überlief mich ein eiskalter Schauer. Normalerweise bin ich nicht zimperlich, aber hier stieß ich an meine Grenzen.
Es ist auch erschreckend wie wahr und treffend Chris Carter die Menschen beschreibt, wie sensationsgeil wir doch sein können.

Die Handlung selbst ist spannend und auf ihre Art fesselnd und dennoch auch einfach nur wiederlich. Mit nur wenigen Mitteln hält er den Spannungsbogen konstant auf einem hohen Level und lässt seine Leser nur schwer zu Atem kommen und mehr als einmal schnappt man entsetzt nach Luft. Auch das Tempo der Handlung fand ich sehr rasant. 
Chris Carter hält auch die ein oder andere Überraschung parat, die dann wirklich interessante Wendungen bringen. Sonst hat man immer eine klitzekleine Ahnung wer der Mörder sein könnte, doch hier gab es keinen noch so kleinen Hinweis und als dann die Identität pffenbart wurde war ich regelrecht sprachlos, denn das sah ich nun nicht kommen. 

Die Charaktere sind weiter sehr sympathisch, auch wenn sie hier in diesem 5. Fall mehr als zuvor ertragen müssen und deutlich an ihre Grenzen geraten. Besonders Garcia und ich bin schon jetzt gespannt, was mich im 6. Fall erwarten wird. 

Ich weiß, dass meine Rezension mehr als unzureichend ist, doch leider fehlen mir die richtigen Worte, um dem Buch gerecht zu werden.

Alles in Allem ein wahnsinnig spannender Thriller, der nicht nur die Ermittler an ihre Grenzen bringt, sondern auch die Leser. Chris Carter gewährt uns seinen Blick auf die dunkle Seite der Menschen und was wir bereit sind zu tun, um unsere Neugier zu befriedigen.

Mein Fazit:
5  Sterne - ein schauderhaftes Meisterwerk und für Thriller Fans ist Chris Carter Pflicht!

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