Dienstag, 2. Februar 2016

Rezension: "Frenched" von Melanie Harlow

Auf Anraten einer neuen Bekannten habe ich mich dazu entschieden den Roman "Frenched" von Melanie Harlow zu lesen, da sie ihn in den höchsten Tönen gelobt hat.

Inhaltsangabe: 

Mia Devine hat ihre Traumhochzeit geplant und alles scheint nach Plan zu laufen bis ihr Verlobter eine Woche vor dem großen Tag kalte Füße bekommt und die Hochzeit absagt.
Mia ist am Boden zerstört, doch nicht etwa weil ihre große Liebe sie nicht heiraten will, sondern eher deswegen weil sie die pompöse Hochzeit nicht feiern kann.
Auf Drängen ihrer beiden besten Freundinnen fliegt sie allein nach Paris, den Ort an dem sie eigentlich ihre Flitterwochen verbringen sollte.
Gleich am ersten Abend hat sie genug von der Stadt der Liebe bis sie Lucas Fournier begegnet und er ihr eine andere Seite von Paris zeigt. 


Obwohl sie weiß, dass sie nur eine Woche haben lassen sich beide auf eine stürmische und leidenschaftliche Affäre ein. Doch schnell wird Mia klar, dass sie mehr von Lucas möchte als eine kurzweilige Affäre.
Kann ihre zum Scheitern verurteilte Affäre mehr sein?

Meine Einschätzung: 
Nun, was soll ich sagen? Der Schreibstil von Melanie Harlow war wirklich sehr angenehm zu lesen und einmal angefangen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Für mich als, deren Muttersprache nicht englisch ist, war es sehr einfach zu verstehen und doch ... da war etwas, dass mich zögern ließ dem Buch eine höhere Zahl an Sternen zu geben.
Dazu aber mehr in der Rezension ...

Die Handlung war süß, aber meines Erachtens nach doch zu vorhersehbar. Klar, ich habe kein Problem damit, wenn man eine Handlung erahnen kann, aber hier war es doch zu offensichtlich. Desweiteren fand ich, dass Melanie Harlow schon fast "zwanghaft" dem lieben, sanften Lucas eine dunklere Seite anschreiben wollte.
Im Grunde wahrte die Handlung nicht sonderlich mit ergreifenden Überraschungen, spannenden Ereignissen oder interessanten Wendungen auf, was schon etwas traurig war. Oft wirkte das Buch wie ein kleiner Reisebericht mit etwas Erotik.
Diese war keineswegs schlecht, aber irgendwie war es mir dann doch teilweise einen Zacken zu viel, wie (schon beinahe) notgeil beide auf mich wirkten.
Erschreckend auch, dass die Autorin ihre Charaktere zu jeder sich bietenden Gelegenheit Wein regelrecht saufen lässt - klar, Frankreich ist ein "Weinland", aber da trinkt man das nicht nur.

Die Charaktere sind durch aus sympathisch, keine Frage, doch so richtig begeistert war ich von ihnen und dem Buch sicher nicht.
Lucas war ein sanfter, ruhiger Typ, der von der Autorin eine etwas dunklere Seite wie ums verrecken angeschrieben bekam. Dabei wäre der Gute auch ganz gut ohne zurecht gekommen. Wie jeder Mann mit einer dunklen Seite, so scheint auch er seine Geheimnisse zu haben, doch diese waren eher enttäuschend, denn oh Schreck! Oh Graus! Er will niemals heiraten und keine Kinder - doch Überraschung! (mehr sag ich nicht, sonst müsst ich spoilern).

Bei Mia weiß ich nicht, was ich von ihr halten soll. Sie ist etwas komisch drauf, denn obwohl ihr Verlobter die Hochzeit abbläst ist sie nicht etwa traurig, dass er sie scheinbar nicht heiraten will oder das sie ihn nicht zu lieben schien. Nein, im Gegenteil. Sie ist am Boden zerstört, dass sie nicht heiratet - hier scheint ihr egal zu sein wen sie heiratet, Hauptsache ist doch, dass sie überhaupt heiratet bevor sie 28 ist - wtf!?

Und ansonsten gibt es keine nennenswerten Charaktere, die sich hier erwähnen ließen oder auch nur wichtig für die Handlung wären.

Alles in Allem ein netter Roman für Zwischendurch mit nur geringem "WOW - Effekt", denn im Nachhinein denke ich mir, dass das Buch zwar süß war, aber eben nichts herausragendes war.

Mein Fazit:
3 Sterne - unterhaltsam für Zwischendurch, aber nicht der größte Brüller.

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