Dienstag, 21. März 2017

Rezension: "Garden of Goodbyes" von Faith Andrews

Inhaltsangabe: 
Verlust, Betrug und Sucht - jedes für sich kann Herzschmerz verursachen, der dich zu zerbrechen droht. Kombiniert sind sie eine zerstörende Mischung.

Als ich die Tür zu meiner Vergangenheit schloss habe ich nicht erwartet, dass sie mich verfolgen würde. Wie falsch ich doch lag.
Wenn du die einzige Person bist, die den einzigen Mann retten kann, den du je geliebt hast zögerst du nicht lange und reißt die Tür wieder auf, um deinen Ängsten gegenüber zu stehen und auf das Beste zu hoffen.

Doch alles Gute ist längst vergangen und ich bin nicht gewappnet für, dass was ich sehe. Einen gebrochenen Mann, eine hoffnungslose Zukunft und der Anfang vom Ende. 


Sie ist schuld daran, dass er zu dem Mann wurde, der er heute ist und ich bin schuld daran, weil ich gegangen bin. 

Können die Dinge je wieder normal für uns drei werden oder komme ich zu spät? 


Meine Einschätzung: 
Zunächst einmal wollte ich euch wissen lassen, dass ich erhebliche Probleme hatte eine adequate Rezension zu schreiben. Selbst während ich diese hier schreibe, habe ich das Gefühl, dass sie nicht so ist, wie sie sein sollte.
Seit ich das Buch am gestrigen Abend beendet habe geht es mir nicht mehr aus dem Kopf. Noch nie habe ich es erlebt, dass mich ein Buch so wütend, ja schon fast aggressiv macht wie "Garden of Goodbyes" von Faith Andrews

Keine Frage der Schreibstil von Faith Andrews war angenehm leicht und flüssig zu lesen und sie schaffte es auch mich an das Buch zu fesseln, dennoch konnte mich die Geschichte nicht 100% überzeugen. Sie brachte den "Kampf" von Violet (und auch Lennox) ziemlich gut rüber. Und doch blieb die emotionale Achterbahn, die ich erwartet hatte leider aus. Es nahm mich nicht so mit, wie ich gedacht habe dabei war die Idee hinter der Story ziemlich gut.

Bei den Charakteren wusste ich ziemlich lange nicht auf wessen Seite ich sein würde, aber das änderte sich doch schon sehr schnell und ich war #TeamEden

Faith Andrews hat die Abwärtsspirale von Violet und Lennox sehr gut beschrieben und ich fühlte zum Teil mit Violet, doch nicht so sehr, wie ich mit Eden litt, die von den zwei Menschen betrogen und verletzt wurde, die sie am meisten liebte. Gerade auf Violet war ich stinksauer, denn alles was sie tat war kindisch und selbstsüchtig und sie tat Dinge, einfach weil sie es konnte und dabei war es ihr im Endeffekt egal wer unter ihren Fehlern litt und wen sie mit in den Abgrund riss. In meinen Augen wollte sie was Eden hatte: Lennox und dessen Liebe, dabei waren ihr die Gefühle ihrer SCHWESTER schnurzegal - wäre ich an Edens Stelle gewesen, wäre ich sicher nicht so forgiving we sie gewesen und meine Schwester wäre für mich gestorben gewesen.
Nichts desto trotz hätten die ein oder anderen Kapitel aus Lennox´ Sicht sicherlich nicht geschadet.
Ich will nicht sagen, dass Eden ohne Fehl und Tadel war, aber Violet trägt in meinen Augen die meiste Schuld. Sie sah ihre Chance als Lennox sie brauchte, um an Schmerzmittel oder härtere Mittel zu kommen und sie nutzte, dabei auf die Konsequenzen spuckend.

Das die Geschichte aus der Sicht beider Schwestern erzählt wurde (sowohl Vergangenheit als auch Gegenwart) half vieles zu verstehen, dennoch machte es mir Violet noch unsympathischer, denn sie machte sich wissenden und sehenden Auges mit Lennox auf den Weg zur Hölle - Eden war ihr dabei völlig egal.
Ich litt mit Eden, weinte mit ihr um die Menschen, die sie am meisten liebte und von denen sie so sehr betrogen wurde, nur um ihr Leben - ihr aller Zukunft wegzuwerfen. Es war schrecklich was Lennox wiederfuhr, dennoch gab er Eden nie auch nur eine Chance ihm zu helfen.
Eden versuchte alles um ihre Träume weiter wahr werden zu lassen, nur um von V und L das Herz bei lebendigem Leib heraus gerissen zu bekommen.
Violet zerstörte die Zukunft ihrer Schwester und die Liebe ihres Lebens gleich mit - nur weil ihr die Liebe ihrer Schwester nicht genug war. Als Lennox sich zu ändern begann nutzte sie ihre Chance ihn abhängig von Drogen und ihr zu machen, der einzigen Person, die ihm helfen konnte an "stoff" heran zu kommen. Hätte sie Lennox wirklich geliebt, hätte sie ihm nie den Weg zur Holle gewiesen.
Ihr drogenfreies HEA hat sie in meinen Augen nicht verdient und sie kam viel zu ungeschoren davon - meiner Meinung nach hatte sie die Epiphany nie.

Faith Andrews hatte viele schöne Stellen im Text, doch eine blieb mir besonders im Herzen: Violet mochte eine Blume für ihn sein, aber Eden war sein Garten. (oder so ähnlich, ich müsste jetzt nochmal gucken).

Insgesamt war Garden of Goodbyes weniger emotional als erwartet und etwas enttäuschend.
Mein Fazit:
3 Sterne - hatte mir mehr erhofft und bin einigermaßen enttäuscht.

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